Gewalt gegen Frauen
Der Verein Frauen gegen VerGEWALTigung hilft den Opfern

Frauen und Mädchen, die Opfer oder Zeugen von sexualisierter Gewalt werden, wissen oft nicht, was sie tun sollen. Der Verein Frauen gegen VerGEWALTigung hilft weiter.

INNSBRUCK. Dem Verein Frauen gegen VerGEWALTigung ist es ein besonderes Anliegen, dass auch junge Frauen erfahren, wo sie im Falle eines sexualisierten Übergriffs Unterstützung bekommen. Sexualisierte Gewalt tritt sehr häufig und in vielen Formen auf. Es können anzügliche Blicke, sexistische Bemerkungen bis hin zu sexueller Belästigung, sexualisierter Gewalt in der Kindheit oder Vergewaltigung sein. Die Orte, an denen junge Frauen mit sexualisierter Gewalt konfrontiert sind, sind ebenso unterschiedlich: in der Schule, im öffentlichen Raum, zuhause, beim Ausgehen.
In allen Fällen, in denen junge Frauen einen sexualisierten Übergriff erlebt haben, bietet der Verein Unterstützung an. Beraten werden Frauen ab dem 16. Lebensjahr. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Dabei entscheidet jede junge Frau für sich selbst, was sie erzählen möchte und was nicht. Das Gespräch soll der Betroffenen dabei helfen, mit dem Erlebten im alltäglichen Leben zurechtzukommen. Die betroffene junge Frau darf zum ersten Termin gerne eine vertraute Person mitbringen. Wenn sie sich im Laufe der Beratung für eine Anzeige entscheidet, dann wird sie von einer Mitarbeiterin des Vereins Frauen gegen VerGEWALTigung zur Anzeigenaufnahme und allen weiteren Gerichtsterminen begleitet. Auch eine erfahrene Anwältin wird ihr kostenlos zur Seite gestellt. Dieses Angebot nennt sich Prozessbegleitung. Opfer von Gewaltübergriffen haben in Österreich ein Anrecht darauf, Prozessbegleitung kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Folgeerscheinungen

Reaktionen auf sexualisierte Gewalt können sehr unterschiedlich sein. Es gibt kein „falsches“ oder „richtiges“ Verhalten. Sexualisierte Gewalt führt häufig zu Folgeerscheinungen. Diese können sein: Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Herzrasen, Atemnot, soziale Isolation, Albträume, plötzliches Wiedererinnern von belastenden Erfahrungen, emotionale Empfindungslosigkeit, depressive Stimmung, „erhöhte“ Aggressionsbereitschaft usw.
Daraus können zusätzliche Schwierigkeiten entstehen wie z. B.
Beziehungsprobleme, Probleme am Arbeitsplatz, Probleme bei der Versorgung und Erziehung der Kinder usw.
Aus den Erfahrungen betroffener Frauen weiß man, dass es nicht leicht ist, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Sie berichten aber auch, wie entlastend Beratungsgespräche sein können. Ziele einer Beratung können sein: in einem geschützten Rahmen über die Gewalterfahrungen sprechen, belastende Gefühle, Gedanken ausdrücken und einordnen, eigene Stärken wieder entdecken und im Alltag einsetzen, Unterstützung bei Alltagsproblemen oder Weitervermittlung an andere Fachstellen.

Bezugspersonen einbinden

Wenn Sie einer Frau oder einem Mädchen nahestehen, die/das sexualisierte Gewalt erfahren hat, kann das sehr belastend sein. Häufig kommt es zu Gefühlen von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut. Vielfach wirkt das veränderte Verhalten betroffener Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung irritierend. Es ist wichtig zu wissen, dass dies normale Reaktionen auf ein extremes Ereignis sind.
Durch die Unterstützung vertrauter Bezugspersonen kann die Bewältigung von sexualisierten Gewalterfahrungen positiv beeinflusst werden. Auch als FreundIn, Eltern, PartnerIn usw. haben Sie die Möglichkeit, beim Verein Frauen gegen VerGEWALTigung Unterstützung zu finden.

KONTAKT: Verein Frauen gegen VerGEWALTigung
Sonnenburgstraße 5
6020 Innsbruck
Tel: +43-512-574416
office@frauen-gegen-vergewaltigung.at
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Autor:

Stefan Fügenschuh aus Hall-Rum

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