Die Bogenmeile soll heller werden

Bögen: Man verspricht sich durch die neue, hellere Beleuchtung und dem Parkverbot eine bessere Sicherheitslage.
  • Bögen: Man verspricht sich durch die neue, hellere Beleuchtung und dem Parkverbot eine bessere Sicherheitslage.
  • Foto: Gstraunthaler
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

INNSBRUCK. Ein neues Beleuchtungskonzept und ein Parkverbot für den Bereich Ing.-Etzel-Straße 7-17 sollen nun die Sicherheitslage in den Bögen verbessern. Angeregt hat die Diskussion zu diesem Thema übrigens ein STADTBLATT-Artikel im November 2016. Darin wurde die aktuelle Situation in der Partymeile geschildert: Diebstahl, Drogenverkauf, zunehmende Kriminalität. Nach einem vom STADTBLATT organisierten runden Tisch zu diesem Thema – bei dem neben den Bögenwirten auch Zuständige der Polizei und Politik anwesend waren – kam der Stein zu einer Verbesserung der Lage ins Rollen. Die Kritik der Wirte "viele Versprechen, aber keine Umsetzung" wurde von der Politik nun angepackt: Kürzlich hat der Stadtsenat beschlossen, das Beleuchtungskonzept und das Parkverbot durchzuziehen. Die Bögenwirte bleiben skeptisch.


Kein Umsetzungstermin

Wie und wann genau das Beleuchtungskonzept und das Parkverbot umgesetzt werden, ist noch unklar. Wie Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider erklärt: "Es ist noch zu früh, um sich auf einen Zeitpunkt festzulegen. Die Innsbrucker Kommunalbetriebe müssen erst eine Lichtplanung und eine Kostenschätzung abgeben." Wenn es nach ÖVP-Sicherheitssprecher Franz Hitzl geht, würde es ein Konzept nach Grazer Vorbild geben: "Im Grazer Volksgarten – wo es ein ähnliches Problem gibt wie im Innsbrucker Rapoldipark – hat man ein Pilotprojekt gestartet. Dabei wird die Beleuchtung auf starken Lärm automatisch heller. Und auch die Kosten sind gering, da nur die Lampen ausgetauscht werden."
Die ÖVP sei mit den anderen Regierungsparteien jedoch nicht im Boot, wenn es um das Parkverbot geht. Es würden 12-15 Parkplätze verloren gehen. Hitzl: "Im Innenstadtbereich ist jeder Parkplatz Gold wert." "Für Innsbruck"-Sicherheitssprecher Kurt Wallasch weiß aus eigener Berufserfahrung als Poilzeibeamter, dass das Parkverbot schon zu einer Verbesserung führen könnte: "Raum und Licht sind für Massenansammlungen nicht geeignet. Meine Hoffnung ist, dass sich die Situation durch die Maßnahmen stark verbessert." Rudi Federspiel (FPÖ) sieht diese Entwicklung als zu wenig. Er fordert ständige Überwachung und Polizeipräsenz.

Wirte sehen schwarz

Die Wirte sehen skeptisch in die Zukunft. Schon vor Jahren habe die Politik alles Mögliche zur Verbesserung der Sicherheitslage versprochen. "Eine neue Beleuchtung wäre sehr sinnvoll, da sie hier schon seit Jahren veraltet ist. Aber das hilft vielleicht nur dem subjektiven Sicherheitsgefühl. Im Grunde bräuchte es in den Hauptzeiten Freitag und Samstag von 23 bis 4 Uhr Fußstreifen. Da passieren 95 Prozent der Vorfälle. In dieser Hinsicht bin ich aber nicht sehr optimistisch", gibt "Little Rock"-GF Daniel Rottensteiner zu bedenken. Die Maßnahmen sollen auf Probe umgesetzt werden: Nach zirka einem Jahr wird eruiert, ob sich etwas an der Bögen-Situation geändert hat.

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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