Weihnachtsfeier
„don't do it“, Tipps und Tricks zur Weihnachtsfeier

Vom edel gedeckten Tisch bis zum Totalabsturz ist bei einer Weihnachtsfeier vieles möglich.
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Den Knigge für die perfekte Weihnachtsfeier bzw. das persönliche Verhalten auf dieser gibt es nicht. Einige Tipps können aber sowohl über die Feier helfen, als auch für die Tage danach dienlich sein.

INNSBRUCK (hege). Die meisten Unternehmen haben den Termin für die Weihnachtsfeier schon bekanntgegeben. Auch diesmal soll es wieder ein Höhepunkt für die Mitarbeiter werden, obwohl nicht alle die gleiche Begeisterung mit den Feierlichkeiten teilen. Eine Weihnachtsfeier kann aber so manche Tücken mit sich bringen, die Bezirksblätter haben daher einige Tipps für Sie recherchiert.

Die Bedeutung

Die Weihnachtsfeier ist die Möglichkeit, Kollegen und auch Vorgesetzte besser kennenzulernen, abseits des täglichen Alltags ein paar Worte zu wechseln und sich selbst im optimalen Rampenlicht zu präsentieren. Der Rahmen der Weihnachtsfeier entspricht der Philosophie des Unternehmens. Interessantes Detail: laut einer Studie sind 25 Prozent der Mitarbeiter nicht begeistert davon, den Abend mit Kollegen und Chefs gemeinsam verbringen zu müssen. Entsprechend dem Ort der Weihnachtsfeier, der Ausrichtung des Unternehmens und den persönlichen Vorstellungen kann der gemeinsame Abend zum Highlight oder "Fremdschäm"-Erinnerung werden.
 

Die Einladung

Zu- oder Absagen sind obligatorisch. Eigentlich ist das Erscheinen Pflicht, man unterstreicht die Wertschätzung gegenüber der eigenen Firma, auch in der Freizeit. Ansonsten: rechtzeitig absagen und einen vernünftigen Grund bekannt geben.

Der Zeitrahmen

Unabhängig von der Stilrichtung der Feier mit Abendessen oder Stehbuffet, Pünktlichkeit ist erstes Gebot bei Betriebsfeiern. Sollte sich das persönliche Erscheinen doch verzögern, geben Sie im Vorfeld Bescheid und begründen Sie Ihr Zuspätkommen. Vereinzelt wird bei Einladungen die Abkürzung "c.t." angegeben. Das bedeutet "Cum Tempore" (Latein), es wird also um 15 Minuten später als in der Einladung angegeben, begonnen.

Das Ende

Nicht zu früh und nicht zu spät. Den richtigen Zeitpunkt, um sich von der Weihnachtsfeier zu verabschieden, muss man immer für sich selber finden. Beginnt die Weihnachtsfeier um 19 Uhr, so ist eine Verabschiedung gegen 23 Uhr im gängigen Rahmen. 

Der Handschlag

Zu Beginn der Weihnachtsfeier ist das Handeschütteln ein übliches Ritual. Vor allem die Begrüßung des Gastgebers, verbunden mit dem Dank für die Einladung ist eine Selbstverständlichkeit.  Bei der Verabschiedung richtet sich der Handschlag an die jeweiligen Gegebenheiten. Generell gilt: Wer in der Hierarchie höher steht, initiiert den Handschlag.

Der Dresscode

Wird in der Einladung auf einen Dresscode hingewiesen, ist dieser auch zu beachten. Auch wenn die gewählte Location mit entsprechende Bekleidung verbunden wird, wie beispielsweise das Casino, ist auf das Outfit zu achten. "Casual" bzw. die Bekleidung, wie sie im Büro getragen wird, ist ansonsten fast immer passend. Extrem kitischige oder sexy Kleidung gilt es eher zu vermeiden. Im Zweifelsfall kann im Sekretariat oder der PR-Abteilung nach der richten Garderobe gefragt werden.

Der Partner

Sollte bei der Weihnachtsfeier der Partner explizite eingeladen werden, ist die Begleitung o.k. ansonsten nicht. Sollte die Einladung gemeinsam mit dem Partner angenommen werden, stellen Sie den Partner Ihren Firmenkollegen vor.  Ein paar Worte über den Berufs- oder Lebensalltag des Partners erleichtern den Einstieg in ein gemeinsames Gespräch.

Das Netzwerk

Die Weihnachtsfeier kann natürlich auch als Netzwerk genutzt werden. Beim Blick über die eigene Abteilung hinaus können interessante Kontakte geknüpft werden. Bedenken Sie jedoch immer den Rahmen der Feier und führen Sie keine tiefergehenden oder analytischen Geschäftsbesprechungen an diesem Abend.

Das Du-Wort

Das "Du-Wort" bietet immer der Ranghöhere an. Wer den Chef im normalen Arbeitsalltag siezt, sollte ihn nicht plötzlich auf der Weihnachtsfeier duzen. Auch wenn ein Vorgesetzter zu später Stunde unvermittelt zum "Du" wechselt, bedeutet dies nicht, dass diese Vertraulichkeit nachhaltig sein muss.

Die heiklen Themen

Die No-go Themen am gemeinsamen Weihnachtsfeiertisch: Lästern über Kollegen und Vorgesetzte, Gehaltsverhandlungen, Firmenpolitik, Firmeninternes, Krankheiten, Schicksalschläge von Kollegen ... Es gibt durchaus unverfängliche Themen abgesehen vom Wetter oder Urlaub. Kunst und Kultur, Literatur, Film und aktuelle Ausstellungen oder nicht zur sehr fanorientierter Sport sind solche Themen. Nach Möglichkeit vorurteilsfrei und offen in das jeweilige Gespräch gehen.

Die Manieren

Natürlich hat man die guten Manieren, aber trotzdem kurz zur Erinnerung: Das Buffet oder Essen wird vom ranghöchsten Mitarbeiter oder dessen Begleitung eröffnet. Der erste Schluck wird getrunken, wenn die Chefetage das Glas erhebt. Lassen Sie sich auch beim Gang zum Buffet entsprechend Zeit. Auf das beliebte „Mahlzeit“-Gemurmel oder peinliche Trinksprüche kann verzichtet werden. Am Tisch nichts zu essen, ist im Übrigen ein No-go. Verzichten Sie bei Tischgesprächen in diesem Rahmen auf Themen, die allzu private Probleme betreffen, wie Schulden, Ehekrach usw. 

Der Alkohol

Das Thema Alkohol ist die Nummer eins der Gefahrenskala bei Betriebsfeiern aller Art. Generell ist Genuss mit Maßen angesagt. Gefährlich sind übereifriges Nachschenken von pflichtbewussten Servierkräften und der eine oder andere Schnaps am Ende der Mahlzeit. Auf dem Tisch tanzen, laut singen oder als Alleinunterhalter die ganze Belegschaft mit Witzen "unterhalten" ist ebenso grenzwertig wie allzu Zwischenmenschliches auf der Weihnachtsfeier. Sollten Sie doch zu tief ins Glas geblickt haben, verlassen Sie die Feier, bevor ein größeres Unglück geschehen kann. Vertrauen Sie dabei ihren Kollegen und lassen Sie Ihr Auto stehen.

Der Chef

Auch als Chef bzw. als ranghoher Angestellter gilt es Vorschriften zu beachten: Bei einer Runde von bis zu 50 Personen ist jeder Gast per Handschlag zu begrüßen. Offizielle Ansprachen, Begrüßungsworte etc. sollten eine Rededauer von je vier bis fünf Minuten nicht überschreiten. Und am Tag danach ist "Business as usual" angesagt.

Der Wunsch

Bei allen Regeln, Tipps oder Befürchtungen rund um das Thema Weihnachtsfeier: genießen Sie einfach die Stunden im anderen Rahmen und denken Sie daran, dass eben Weihnachten vor der Tür steht. Wir wünschen Ihnen auf alle Fälle eine schöne Feier.

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Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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