Bilanz
Erfolgreiches Jubiläum für die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
- Das Jubiläum war ein voller Erfolg für das Leitungsteam der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik: Mag. Eva-Maria Sens (Künstlerische Direktorin) und Dr. Markus Lutz (Kaufmännischer Direktor)
- Foto: © Birgit Pichler
- hochgeladen von Lucia Königer
Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik haben ihre 50. Ausgabe mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Veranstaltungen, die Auslastung lag bei über 95 Prozent.
INNSBRUCK. Die 50. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sind Geschichte. Von 24. Juli bis 30. August standen insgesamt 62 Veranstaltungen an 20 verschiedenen Orten auf dem Programm. Mehr als 20.000 Gäste aus dem In- und Ausland besuchten die Jubiläumsausgabe. Auch finanziell konnten die Festwochen einen Höchststand vermelden: Die verkauften Tickets stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent, die Einnahmen legten um rund acht Prozent zu.
Volle Säle und bekannte Namen
Für volle Häuser sorgten zahlreiche Konzerte und Produktionen. Bereits die vier Ambraser Schlosskonzerte zum Auftakt waren gut besucht beziehungsweise ausverkauft. Auch mehrere Rückkehrer, die die Geschichte der Festwochen geprägt haben, lockten das Publikum an.
Zu den Publikumsmagneten zählten unter anderem „A Tribute to Alan“ mit Anna Bonitatibus und der Accademia Bizantina sowie Auftritte des ehemaligen Musikalischen Leiters Alessandro De Marchi. Auch Programme wie „Christina von Schweden“, „Bach & Söhne“ und „Die blaue Stunde“ fanden großen Anklang.
Insgesamt boten die Festwochen 23 kostenlose Formate an. Gleichzeitig stieß das Jubiläumsprogramm auch international auf großes Interesse. 81 Medienvertreterinnen und Medienvertreter aus dem In- und Ausland waren bei den Veranstaltungen vor Ort.
Große Oper zum 50. Geburtstag
Im Mittelpunkt des Jubiläums stand Pietro Antonio Cestis „Il pomo d’oro“. Die Festoper galt lange als nicht aufführbar und wurde für die Innsbrucker Festwochen teilweise rekonstruiert. Unter der musikalischen Leitung von Ottavio Dantone standen 20 Solistinnen und Solisten, ein Chor, Tänzerinnen und Tänzer sowie die Accademia Bizantina auf der Bühne.
- Bei «Il pomo d’oro» war das Publikum an je zwei Abenden sowohl in der Welt der Menschen als auch in den Sphären der Göttinnen und Götter unterwegs.
- Foto: © Birgit Gufler
- hochgeladen von Lucia Königer
Das Innsbrucker Publikum reagierte mit großem Applaus. Bei sämtlichen Vorstellungen gab es Standing Ovations. Auch international wurde die Produktion positiv aufgenommen.
Nachwuchs bleibt wichtig
Neben großen Namen und Jubiläumsproduktionen blieb auch die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Bestandteil des Programms. Die vier Vorstellungen der Barockoper „Atalanta“ waren bereits Monate vor Beginn ausverkauft.
- Die Barockoper:Jung «Atalanta» brachte Maskenspiele, Verwirrungen, unglückliche und erfüllte Liebe auf die Bühne und wurde vom Publikum begeistert angenommen.
- Foto: © Birgit Gufler
- hochgeladen von Lucia Königer
Auch das Abschlusskonzert von youngbaroque & Masterclass kam beim Publikum gut an.
Weitere junge Musikerinnen und Musiker waren unter anderem bei „Sonare organo“ sowie bei „Made in Tirol“ zu erleben.
Blick nach vorne
Künstlerische Direktorin Eva-Maria Sens sieht das Jubiläumsjahr vor allem als Beleg dafür, dass Alte Musik auch heute ein großes Publikum erreichen kann. Das 50. Jubiläum sollte dabei nicht nur auf die Geschichte der Festwochen zurückblicken, sondern gleichzeitig den Blick nach vorne richten.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 haben sich die Innsbrucker Festwochen zu einem international bedeutenden Festival für Alte Musik entwickelt. Seit 2023 steht Eva-Maria Sens an der Spitze der künstlerischen Leitung. Ottavio Dantone ist bis 2028 als Musikalischer Leiter vorgesehen. Seine Accademia Bizantina fungiert zudem als Orchester in Residence.
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