Magnitude von 2,6
Erdbeben bei Innsbruck in der Nacht deutlich spürbar
- Rund fünf Kilometer südöstlich von Innsbruck lag das Epizentrum des Bebens.
- Foto: pexels / Victor de Dompablo
- hochgeladen von Pascal Pali
In der Nacht auf Mittwoch hat in der Region Innsbruck erneut die Erde gebebt. Nach Angaben des Österreichischen Erdbebendienstes von GeoSphere Austria ereignete sich das Beben am 2. September um 2.27 Uhr östlich von Innsbruck. Es erreichte eine Magnitude von 2,6 und hatte eine Herdtiefe von rund neun Kilometern.
INNSBRUCK. Das Epizentrum lag rund fünf Kilometer südöstlich von Innsbruck beziehungsweise fünf Kilometer südwestlich von Hall. Das Beben war laut GeoSphere Austria vor allem zwischen Innsbruck und Wattens deutlich zu spüren. Aus der Bevölkerung wurden unter anderem ein Grollen des Untergrundes und klirrende Gläser gemeldet.
Schäden an Gebäuden sind keine bekannt. Bei einer Magnitude von 2,6 seien Schäden laut Erdbebendienst auch nicht zu erwarten.
- Die Registrierung des Erdbebens in der Nacht auf Mittwoch.
- Foto: GeoSphere Austria
- hochgeladen von Pascal Pali
Bereits im August stärkeres Beben
Das aktuelle Beben erinnert an einen Vorfall Anfang August. Wie MeinBezirk damals berichtete, hatten starke Erdstöße um 6.43 Uhr zahlreiche Menschen in Innsbruck und den umliegenden Gemeinden aufgeschreckt. Auch in Mils und Hall war das Beben deutlich wahrnehmbar.
Damals wurde eine Magnitude von 3,5 angegeben. In sozialen Medien berichteten Betroffene von einem starken Rütteln, einem lauten Brummen und klirrenden Gegenständen. Einige bezeichneten es als das stärkste Erdbeben, das sie in Tirol bislang erlebt hatten.
Ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3,5 kann in der Nähe des Epizentrums deutlich spürbar sein, verursacht üblicherweise aber ebenfalls keine oder nur sehr geringe Schäden.
- Auch im Raum Hall in Tirol wurde das Erdbeben wahrgenommen.
- Foto: Stadtmarketing Hall in Tirol
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Rund 14 spürbare Beben pro Jahr
Erdbeben sind in Tirol keine außergewöhnliche Erscheinung. Durchschnittlich werden pro Jahr rund 14 Erdbeben mit einem Epizentrum in Tirol von der Bevölkerung wahrgenommen. Die meisten davon sind schwach und verursachen keine Schäden.
Eine kurzfristige Vorhersage von Erdbeben ist nicht möglich. Anhand historischer Daten lässt sich jedoch abschätzen, wie wahrscheinlich Erdbeben unterschiedlicher Stärke in einer Region sind. In Tirol kommt es durchschnittlich etwa alle zehn Jahre zu einem Beben mit einer Intensität, bei der leichte Gebäudeschäden möglich sind. Ein Erdbeben mit einer Intensität, bei der schwere Gebäudeschäden auftreten können, wird hingegen durchschnittlich nur alle 300 bis 400 Jahre erwartet.
Großflächige und verheerende Schäden, wie sie etwa beim schweren Erdbeben in der Türkei im Jahr 2023 auftraten, sind in Tirol nach Einschätzung des Erdbebendienstes nicht zu erwarten.
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