Innsbruck
Update: Abbrucharbeiten stossen auf vollkommenes Unverständis

Abrissarbeiten am Sillufer stossen auf komplettes Unverständnis.
  • Abrissarbeiten am Sillufer stossen auf komplettes Unverständnis.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der heutige Beginn von Abrissarbeiten eines Projektes am Sillufer sorgt bei den Nachbarn  für vollkommenes Unverständnis. Eine zugesagte Beweissicherung in den umliegenden Wohnungen hat noch nicht stattgefunden. Und der Zeitpunkt des Abbaus von vermutlich "asbestbelastenden Dachmaterial" ohne jegliche Information an die Nachbarschaft sorgt in diesen Tagen mehr als für Rätselraten. Einstweilen wurden die Bauarbeiten eingestellt.

Beweissicherung

Im Bereich des Sillufers soll ein attraktives neues Projekt entstehen. Durchaus mit Zustimmung der umliegenden Bevölkerung. Vor rund 3 Wochen wurde die Wohnungseigentümer in Eigentümerversammlungen über das Projekt und den Ablauf informiert. Ein wichtiger Punkt dabei, die sogenannte Beweissicherung. Hier soll ein Bauingenieur den Bestand in den Wochnung aufnehmen um bei eventuell Bauschäden durch den Neubau Haftungsfragen zu klären. Diese Beweissicherungen fanden bisher nicht statt. Die Abbrucharbeiten haben aber bereits begonnen.

Unverständnis

In einem Schreiben an den Projektbetrieber meint ein betroffenen Nachbar: "Vorab herzliche Gratulation zu dem Bauvorhaben am Sillufer. Die Pläne schauen sehr gut aus und ich glaube, dass es den Stadtteil aufwerten wird. In diesen Zeiten der Reduktion auf das Notwendigste, habe ich gesehen, dass bereits heute mit dem Abriss des alten Mibag Gebäudes begonnen wurde. Für mich unverständlich! Wir haben häusliche Quarantäne! Ist das Projekt wirklich so überlebenswichtig, dass man jetzt innerhalb der nächsten 14 Tage damit anfangen muss. Alle Anwohner in diesem Bereich müssen zu Hause bleiben und den Lärm in der ohnehin schon schwierigen Zeit aushalten. Ein bisschen mehr Wir-Gefühl und nicht so viel Egoismus wäre schon wünschenswert. Die Beweissicherung in den anliegenden Wohnungen wurde noch nicht durchgeführt. Sollten also bereits Schäden durch den Abriss entstehen, wie wollen Sie sicherstellen, dass diese nicht schon vorher waren. Muss diese Vorgehensweise wirklich sein? Noch einmal klargestellt: Ich freue mich auf das blackhome, aber haben Sie jetzt wirklich keine anderen Sorgen?"

Entsorgungsfrage

Rätselraten gibt es auch um die Entsorgung der Dachteile des Abbruchhauses. Zwar tragen die Arbeiter Schutzänzüge, die einzelnen Teile werden jedoch in einen Container geworfen. Sollte es sich um ein Asbestdach handeln, müssten die Teile einzelnen abgepackt werden. "Auch hier ist und wäre dringend Aufklärung angebracht", meint ein betroffener Nachbar. "Entweder es handelt sich um Asbest, dann müssen die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, oder es ahndelt sich nicht um Asbest. Aber ein Information an die direkt umliegenden Nachbar kann doch wohl nicht zuviel verlangt sein."

Aufklärung

Die Nachbarn hoffen durch Mails an den Projektbetreiber rasch Antworten zu erhalten. "Die Freude über das neue Projekt ist mit dieser Vorgangsweise aber definitiv verflogen." Die Betrieberfirma teilt schließlich mit: "Vorweg - die Arbeiten sind für heute beendet und werden vorerst auch nicht weitergeführt." Eine Beantwortung der offenen Frage der Asbestbealstung erfolgte bisher jedoch nicht.

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Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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