Covid-19
„Wir dürfen uns nicht spielen!“

Innsbrucker Politiker appellieren: "Meine große Bitte: Helfen wir weiterhin zusammen. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel."
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Bürgermeister Georg Willi kann der Idee einer Corona-Virus-Ampel viel abgewinnen. Für Vizebürgermeister Johannes Anzebgruber ist eine schnelle Reaktion bei positiven Fällen das um und auf.

Ampel-Einführung

„Wir dürfen uns nicht spielen!“, so reagiert der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi auf die Entwicklung von Covid-19-Erkrankungen in Österreich und führt weiter aus: „Wir sehen in anderen österreichischen Bundesländern, wie schnell es gehen kann, dass die Zahlen regional nach oben gehen. Daher bin ich froh, dass Bundesminister Anschober angekündigt hat, die sogenannte Coronavirus-Ampel einführen zu wollen. Diese Idee habe ich bereits in den zweiten Maihälfte vorgeschlagen.“

Ampelmodell

Das Ampelmodell sieht vor, sowohl bundesweit als auch heruntergebrochen auf die Bundesländer einen einfach verständlichen Lagebericht zu geben. Nach „grün“ und „gelb“ wird es spätestens bei „orange“ heikel. „Rot“ sollten unter keinen Umständen wieder erreicht werden.

Selbstverantwortung

„Ich appelliere im speziellen an die Innsbrucker Bevölkerung, das eigene Verhalten jeden Tag kritisch zu überprüfen. Halte ich Abstand? Verzichte ich auf das Händeschütteln? Wie oft desinfiziere ich meine Hände? Habe ich eine Maske dabei? Ich nehme mich selbst nicht aus. Auch ich muss mich immer wieder zwingen, die neuen Verhaltensregeln zu befolgen“, so Willi. „Mit heutigem Tag (Stand 5.7.) stehen wir in Tirol bei 26 positiv getesteten Personen. In Innsbruck verzeichnen wir 11 infizierte Personen. Wir werden in Kürze wissen, welche konkreten Handlungsanleitungen bis hin zur Wiedereinführung von Verboten jede der Ampelstufen auslöst. Da wir ein Land sind, in dem die Zahl der Erkrankten aktuell auf einem Niedrigst-Niveau bleibt, sollten wir gerade als Tourismusland alles tun, damit viele Menschen sicher in Innsbruck und Tirol Urlaub machen können. Meine große Bitte: Helfen wir weiterhin zusammen. Es steht einfach zu viel auf dem Spiel“, appelliert der Innsbrucker Bürgermeister an die Bevölkerung.

Achtsamkeit

„Die steigenden Zahlen der Neuinfektionen sind durchaus ein Grund, sich wieder auf die bekannten Präventivmaßnahmen zu besinnen“, ist sich Vizebürgermeister Johannes Anzengruber sicher. Ab September soll es in Österreich ein Ampelsystem geben, das anzeigt, wo und wie hoch das Risiko einer Corona-Ansteckung im Lande besteht. Anzengruber findet deutliche Worte und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger in Innsbruck bis zum Ende der Krise die drei wesentliche Gebote im täglichen Umgang mit Menschen zu berücksichtigen: „Bitte verzichten Sie auf Händeschütteln und Umarmen, halten Sie Abstand und waschen und desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände“.

Tägliche Analyse

Der Faktor Zeit ist für den Vizebürgermeister entscheidend. Erst bei entsprechender Signalfarbe zu reagieren wäre für ihn zu spät. Deshalb wird in der Stadt nicht erst bei einer „orangen“ Ampelfarbe reagiert, sondern präventiv schon viel unternommen. Zusammen mit seinem Team und Experten werden seit Beginn der Krise täglich Zahlen analysiert, Frühindikatoren erhoben und sofort entsprechend gehandelt. Auch laufende Optimierungsmaßnahmen, etwa bei der Screening-Straße sowie schnellere Tests sind auf dem Tagesprogramm des Krisenstabs. Zusätzlich wurden weitreichende Vorsorgemaßnahmen wie ein Screening von Urlaubsrückkehrern aus dem Balkan in die Wege geleitet. „Wir müssen handeln. Die Umsetzung von Schnelltests am Klinikum Innsbruck, einem Frühwarnsystem für Struktureinrichtungen, Aus- und Weiterbildungen für Covid-19 Beauftragte sind nur einige der dringenden Punkte“, erläutert Anzengruber. Nur so könne die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung auf lange Sicht gewährleistet bleiben.

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