Stichwahl Willi vs. Anzengruber
Die Innsbrucker Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Hilde Zach schrieb als erste Bürgermeisterin einer Landeshauptstadt Geschichte, gemeinsam mit ihrem Vorgänger Herwig van Staa. | Foto: MeinBezirk
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  • Hilde Zach schrieb als erste Bürgermeisterin einer Landeshauptstadt Geschichte, gemeinsam mit ihrem Vorgänger Herwig van Staa.
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Seit 1945 haben neun Personen das Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt Innsbruck innegehabt. Johannes Anzengruber kann sich seit 28.4.2024 in die Ehrengalerie einreihen.

INNSBRUCK. Am 24. Mai 2018 übernahm Georg Willi das Bürgermeisteramt. Vor ihm führten Anton Melzer, Franz Greiter, Alois Lugger, Romuald Niescher, Herwig van Staa, Hilde Zach und Christine Oppitz-Plörer, Georg Willi die Geschicke der Stadt Innsbruck. Aber auch ein Blick auf die Zeit vor 1945 und das Bürgermeisteramt lohnt sich.

28. April 2024 - Johannes Anzengruber
24. Mai 2018 – 28. April 2024 Georg Willi
8. März 2010 – 24. Mai 2018 Christine Oppitz-Plörer
25. Okt. 2002 – 8. März 2010 Hilde Zach
11. Mai 1994 – 25. Okt. 2002 Herwig van Staa
12. Okt. 1983 – 25. Apr. 1994 Romuald Niescher
11. Dez. 1956 – 12. Okt. 1983 Alois Lugger
9. Apr. 1951 – 11. Dez. 1956 Franz Greiter
8. Mai 1945 – 12. März 1951 Anton Melzer

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Bis zum Jahr 2012 wurde der Bürgermeister über den Gemeinderat gewählt. Die Bürgermeisterdirektwahl kam am 15. April 2012 zum ersten Mal zur Anwendung. 1945 übernahm beim Einmarsch amerikanischer Truppen in Innsbruck Anton Melzer provisorisch die Bürgermeisteraufgaben. Nach dem Ableben Melzers im Jahr 1951 folgte Franz Greiter. Ab 1956 war Alois Lugger als Bürgermeister tätig. Die zweimaligen Olympischen Winterspiele brachten ihm den Spitznamen „Olympia-Luis“. 1974 war Lugger ÖVP-Kandidat bei den Bundespräsidentenwahlen. Bei der Gemeinderatswahl 1983 wurde Romuald Niescher, trotz starker Verluste der ÖVP-Liste, vom Gemeinderat zum Bürgermeister gewählt. Herwig van Staa lag mit seiner Liste Für Innsbruck bei der Gemeinderatswahl 1994 mit 22,8 Prozent hinter der SPÖ (26,6 Prozent) auf Platz Zwei. Es gelang ihm in Parteienverhandlungen den Bürgermeistersessel zu erobern. Im Jahr 2002 wechselte Van Staa in das Landhaus. Hilde Zach wurde vom Gemeinderat zur ersten Bürgermeisterin einer österreichischen Landeshauptstadt gekürt. Am 8. März 2010 wurde Christine Oppitz-Plörer als Nachfolgerin von Hilde Zach vom Gemeinderat zur Bürgermeisterin gewählt. 2012 wurde Christine Oppitz-Plörer in der ersten Bürgermeisterdirektwahl in Innsbruck wiedergewählt. 2018 gewann Georg Willi in der Stichwahl gegen Oppitz-Plörer und übernahm das Bürgermeisteramt. Willi war der erste Bürgermeister der nicht aus dem bürgerlichen Lager kommt. 2024 gewinnt Johannes Anzengruber die Stichwahl um das Bürgermeisteramt.

2012: erste Bürgermeisterdirektwahl in Innsbruck, Christine Oppitz-Plörer und Christoph Platzgummer. | Foto: MeinBezirk
  • 2012: erste Bürgermeisterdirektwahl in Innsbruck, Christine Oppitz-Plörer und Christoph Platzgummer.
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Das Duell Georg Willi vs. Johannes Anzengruber

Und vor 1945

  • 1939–1945 Edmund Christoph (Bürgermeister)
  • 1938–1945 Egon Denz (Oberbürgermeister)
  • 1929–1934 und 1935–1938 Kaufmann Franz Fischer (* 1. November 1887 in Wilten). Sohn des Alois Fischer (* 21. März 1850 in Trient; † 25. Februar 1929 in Innsbruck). Heiratete am 22. April 1879 Barbara Innerebner. Verdienste um den Sport in Innsbruck, das Tiroler Messewesen und den Fremdenverkehr. Nach der Auflösung des Gemeinderates wurde er Regierungskommissär (1934) und war ab 3. Oktober 1935 wieder Bürgermeister.
  • 1923–1929 Rechtsanwalt Anton Eder (* 9. April 1868). Amtsantritt am 28. Mai 1923, abgelöst am 27. Mai 1929. Unter seiner Amtsperiode erfolgte der Ankauf des Achensees und Eröffnung des Achenseewerkes. Sorgte für die Unterbringung des Stadtarchivs.
  • 1896–1923 Kaufmann Wilhelm Greil (* 25. Mai 1850 in Innsbruck; † 13. Mai 1928). War elf Jahre Vizebürgermeister. Erster Amtsantritt als Bürgermeister am 26. November 1896 (Eid am 7. Jänner 1897). Erhielt am 25. Mai 1910 als erster Bürgermeister die goldene Ehrenkette. Trat am 12. Juni 1923 in den Ruhestand, wurde Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister. Verheiratet mit Maria Greil (geb. Wopfner, * 1852; † 26. Oktober 1928).
  • 1893–1895 Rechtsanwalt Friedrich Moerz bzw. Mörz († 14. Juni 1903 in Innsbruck). Amtsantritt am 23. November 1893, zurückgetreten 1895.
  • 1880–1893 Rechtsanwalt Heinrich Falk († 21. August 1917 in Innsbruck). Amtsantritt am 10. Juni 1880. Er ließ 1892 die im Stadtturm aufbewahrten Innsbrucker Amtsbücher ordnen und sichern. Wurde am 7. Mai 1892 Ehrenbürger. Nach ihm im Jänner 1894 die Hauptstraße des Saggen-Villenviertels - „Falkstraße“ – benannt.
  • 1877–1880 Rechtsanwalt Josef (Johann?) Dinter. Amtsantritt am 9. Mai 1877.
  • 1869–1877 Notar Johann Tschurtschenthaler (* 1828; † 27. September 1893 in Innsbruck). Sohn des Kaufmannes Simon Tschurtschenthaler jun. Amtsantritt am 1. Juni 1869, am 29. Mai 1872 und am 8. Mai 1875 wieder gewählt. Maßgeblich an der Gründung der ersten Volksküche (23. April 1874) in Innsbruck beteiligt. Anlässlich einer politischen Demonstration legte er Amt, Orden und Offiziersportepee zurück (3. März 1871).
  • 1867–1869 Notar Franz Rapp Freiherr von Heidenburg (* 21. November 1823 in Innsbruck; † 19. September 1889 in Innsbruck). Amtsantritt am 3. Mai 1867, zurückgetreten am 27. Februar 1869. Er war der jüngerer Sohn des Finanzministers Andreas Hofers, Dr. Josef Rapp. Rücktritt, weil er mit den neuen Schulgesetzen nicht einverstanden war. In seiner Amtszeit fuhr der erste Zug über den Brenner nach Bozen (23. Juli 1867). War Landeshauptmann von Tirol.
  • 1864–1867 Rechtsanwalt Josef Peer von Egerthal (* 1811 in Burghausen (Oberbayern) als Sohn des gleichnamigen Justizministers Andreas Hofers; † 17. Dezember 1879 in Innsbruck). Amtsantritt am 7. Mai 1864, zurückgetreten am 3. Mai 1867. Besonders bekannt aus seiner Amtszeit ist die Stadterweiterung gegen Osten, Gründung der städtischen Polizei und der Realschule. Stiftete einige Tiroler Adelsmatrikel-Stipendien.
  • 1861–1864 Kaufmann Karl Adam († 14. Jänner 1898 in Innsbruck). Amtsantritt 29. Jänner 1861, gewählt von den politischen Parteien. Er war der erste konstitutionelle Bürgermeister Innsbrucks. Besonders sein Engagement um die Organisation der Innsbrucker Feuerwehr, um das Museum Ferdinandeum und die Erbauung der Fernbahn (23. Juni 1864) ist bekannt. Zurückgetreten am 20. April 1864. Ab dem 26. Juni 1866 Hauptmann der 3. Kompagnie der Innsbrucker Stadtwehr. Wurde am 5. September 1877 Ehrenbürger von Innsbruck.
  • 1853–1861 Richter Josef Anton Neuner († 8. April 1885 in Innsbruck). Zurückgetreten am 23. Jänner 1861, war dann Vizebürgermeister, am 1. August 1861 wurde er zum Ehrenbürger und Ritter des Franz-Josef-Ordens. 1866 war er Bezirksamtsvorsteher in Reutte.
  • 1850–1853 Rechtsanwalt Anton Cleman (auch: Klemann; † 9. Juni 1875 in Innsbruck). Amtsantritt am 23. September 1850, zurückgetreten am 11. Jänner 1853 (Rücktritt angenommen am 10. Februar 1853).
  • 1838–1850 Landrichter Hieronymus von Klebelsberg zu Thumburg (* 28. September 1800 in Bruneck; † 7. Dezember 1862 in Innsbruck). Amtsantritt am 9. Juli 1838 (vom Kaiser ernannt). Am 30. Juni 1848 wurde er in den Tiroler Landtag, am 23. Juni 1848 in den Wiener Reichstag, am 22. März 1861 wieder in den Tiroler Landtag berufen, wo er dann Landeshauptmann wurde.
  • 1829–1836 Rechtsanwalt Josef Valentin Maurer (*12. Februar 1797 in Meran; † 4. Oktober 1843 in Sagoric (Krain) verunglückt). Amtsantritt am 17. September 1829, Zurückgetreten am 12. Oktober 1836. Er übersiedelte nach Graz und wurde dort am 13. Juni 1837 Bürgermeister.
  • 1815–1829 Magistratsrat Felix Adam von Riccabona (* 12. Jänner 1772 in Vigo di Fassa; † 23. Dezember 1831 in Innsbruck). Er wurde als erster „autonomer“ Bürgermeister nach der neuen österreichischen Verfassung ernannt (am 11. November 1820 vom Kaiser). 1806 erwarb er das Riccabonahaus in Innsbruck, Maria Theresien-Straße Nr. 63. Er war Gründer der Sparkasse der Stadt Innsbruck (12. Februar 1822). Zeitgenössisch Interessant war sein salomonisches Urteil über den Streit der Tischler und Zimmerleute über die Grenzen ihrer Gewerbeberechtigung. In seine Amtszeit fällt das Begräbnis für Andreas Hofer am 21. Dezember 1823. Zurückgetreten am 1. Februar 1829.
  • 1814–1815 Magistratsrat Karl Johann Tschusi (auch: Tschusy) von Schmidhofen (* 9. April 1766 in Bozen; † 22. Mai 1838 in Innbsruck). Zu seiner Wahl wurden zum letzten Mal, dem alten Brauche folgend, die Innsbrucker Bürger durch die große Pfarrglocke zur Urne gerufen. Am 16. August 1814 fuhr er zur Huldigung der Tiroler vor dem Monarchen nach Wien. Am 1. Juni 1815 trat er zurück.
  • 1809–1814 Buchhändler Felizian Rauch (* 19. Dezember 1767 in Innsbruck; † 22. August 1832 in Innsbruck). Amtseinführung am 21. September 1809, Zurückgetreten am 11. Juli 1814.
  • 1807–1809 Buchhändler Kasimir Karl Anton Schumacher (* 5. November 1766 in Freiburg im Breisgau; † 7. Februar 1824 in Innsbruck). Amtseinführung am 22. Juni 1807, Zurückgetreten am 20. August 1809.
  • 1795–1807 Kaufmann Josef Riß (* 9. Mai 1737; † 6. Juli 1814 in Innsbruck), Spezereiwarenhandlung unter den Lauben Nr. 61, Unterleutnant der Stadtmiliz in Innsbruck (1765). Ließ 1801 den Joachimsbrunnen aus der Neustadt in die untere Innstraße übertragen und war im Oktober 1805 Mitglied der nördlichen Schutzdeputation. Als solcher übergab er am 6. November 1805 den einziehenden Franzosen (siehe: Koalitionskriege) die Stadt Innsbruck. Seine Spezereiwarenhandlung ging später in das Unternehmen Johann Lorenz und Theodor Frank auf. Er legte am 22. Juni 1807 sein Amt nieder. Andreas Hofer soll ihn bewogen haben, am 23. August 1809 eine Stelle als Mitglied (Auskultant) der General-Landesadministration anzunehmen.
  • 1789–1795 Franz Villod
  • 1785 Johann Josef Schwayckhofer.
  • 1784 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1783 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1764–1781 Josef Anton Schwayckhofer († 1790), siebenmal Bürgermeister in diesen Jahren. 1775 als Eigentümer des Hauses Innrain 4 (Sechtelstatt) bekannt. Hatte drei Töchtern.
  • 1779 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1771 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1767 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1762 Anton Gogl, Wirt zum „Goldenen Löwen" in der Kiebachgasse.
  • 1759 Josef Ignaz Delevo.
  • 1756–1782 Gastwirt Simon Thaddäus Niederkircher (* 25. Oktober 1715, † 30. Juli 1790 in Innsbruck), dreizehnmal Bürgermeister in diesen Jahren. Simon Thaddäus beherbergte in seinem Gasthof zum „Goldenen Adler" in den Jahren 1786 und 1790 Wolfgang von Goethe und war Vater des Alois Benedikt Niederkircher. Simon Thaddäus Niederkircher führte die Laternenbeleuchtung in Innsbruck ein.
  • 1754 Josef Ignaz Delevo.
  • 1752 Josef Ignaz Delevo.
  • 1749 Josef Ignaz Delevo.
  • 1730 Gastwirt Anton Mathias Niederkircher (* 9. Juni 1680: †9. Dezember 1734 in Innsbruck), Vater von Simon Thaddäus Niederkircher.
  • 1720 Johann Martin Kherer (Hoffleischhacker).
  • 1717 Claudius Delevo († 18. Juli 1718), Vater von Josef Ignaz Delevo.
  • 1714 Claudius Delevo († 18. Juli 1718), Vater von Josef Ignaz Delevo.
  • 1709 bis 1731 Bierbrauer Johann (Michael?) Lama von und zu Büchsenhausen (* 16. Juli 1671 in Innsbruck, † 6. Dezember 1739, siebenmal Bürgermeister in dieser Zeit.
  • 1707–1710 Anton Tausch
  • 1703 Franz von Linsing-Linsingburg
  • 1698–1704 Johann Tausch
  • 1677 - 1687 Apotheker Johann Martin Linsing, geboren in Würzburg, war in dieser Zeit viermal Bürgermeister. Er war auch Kirchpropst und erwarb durch seine Heirat mit Maria Anna Nockeli die Apotheke in Innsbruck und wurde Hofapotheker. Er war Eigentümer des Hauses St. Nikolausgasse 11. Er starb 1692 und hinterließ einen Sohn (Johann).
  • 1612 Georg Fellengibel.
  • 1546 Bürgermeister Fröhlich.
  • 15. Jahrhundert Heinrich Mentlberger

Quelle: Wikipedia, https://regiowiki.at/w/index.php?title=Liste_der_B%C3%BCrgermeister_in_Innsbruck&action=historyWeitere Nachrichten aus Innsbruck finden Sie hier

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