Bob- und Rodelbahn Igls
Kurve 14 ist für Homologierung zu gefährlich
- Warten auf die Abnahme (Homologierung) des Igler Eiskanals. Die Kurve 14 ist zu gefährlich.
- Foto: ÖBSV
- hochgeladen von Georg Herrmann
Bei den ersten Fahrten von Rodlern auf der sanierten und umgebauten Bob- und Rodelbahn Igls ist es insbesondere bei der Einfahrt in Kurve 14 zu Problemen gekommen. Mit Hochdruck wird nun in der Kurve 14 ein sogenannter Zwangsabweiser eingebaut, der ein sicheres Durchfahren der Kurve 14 sicherstellen soll. Die Homologierung soll ab Freitag stattfinden. Die Kosten der Renovierung leigen bei 31 Millionen Euro.
INNSBRUCK. ÖBSV-Generalsekretär Manfred Maier zur aktuellen Situation auf der Olympiabahn in Innsbruck-Igls: "Für uns im Bob- und Skeletonverband steht die Sicherheit der Athletinnen und Athleten an erster Stelle. Gemeinsam mit dem internationalen Rodelverband FIL, dem internationalen Bob- und Skeletonverband IBSF und dem Bahnbetreiber Olympia World setzen wir jetzt alles daran, die nötigen baulichen Anpassungen so schnell wie möglich umzusetzen. Die Einfahrt in Kurve 14 ist aktuell zu breit, da wird mit einer Holzblanke eine Zwangslinie geschaffen, um das Risiko zu minimieren. Am Freitag starten wir mit Bob- und Skeleton-Testfahrten, erst vom Damenstart, dann – sofern es die Bedingungen zulassen – von weiter oben. Das gesamte Bahnteam in Igls arbeitet rund um die Uhr. Wir wissen, wie entscheidend diese Homologierung für den Weltcup und die Zukunft des Standorts ist. Jeder hilft mit!“
- Die Gesamtkosten der Arbeiten am Eiskanal Igls belaufen sich auf 31 Millionen Euro.
- Foto: OSVI
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"Da wird die Olympiabahn in Igls um viel Geld umgebaut und dann versemmelt der an und für sich routinierte Architekt aus Stuttgart diesen neu gebauten unteren Abschnitt so, dass derzeit kein Teamchef einen seiner Athleten da runterfahren lassen will." Eiskanal-Kenner OThmar Peer
Sicherheit hat Priorität
Sportreferent LHStv Philip Wohlgemuth: „Land, Stadt und Bund haben viel Geld in die Hand genommen, um Sportinfrastruktur der Spitzenklasse in Innsbruck zu errichten. Diese erwarten wir uns auch, da gibt es keine Ausreden und keinen Platz für Fehler. Die offenkundigen Probleme sind umgehend zu beheben, die Sicherheit unserer Sportlerinnen und Sportler hat oberste Priorität.“ Bgm. Johannes Anzengruber unterstreicht die Erwartungen an ein technisch einwandfreies Ergebnis: „Angesichts der Errichtungskosten für diese Bobbahn erwarte ich mir, dass ein einwandfreies Produkt abgeliefert wird. Der Eiskanal muss sicher für Sportlerinnen und Sportler und natürlich auch fürs Publikum sein. Wir erwarten uns nach all den aufwändigen Planungs- und Umsetzungsschritten, dass die Bahn in den kommenden Tagen sicher gemacht wird und die Saison planmäßig starten kann. Sollte dem wider Erwarten nicht so sein, wäre das mit Konsequenzen für die Planer und die Verantwortlichen verbunden.“
Gemeinsam betonen Stadt und Land, dass die Bob- und Rodelbahn in Igls ein Aushängeschild des Tiroler Wintersports sei. Die Anlage müsse den internationalen Anforderungen entsprechen und eine sichere, faire und professionelle Wettkampfumgebung für AthletInnen und ZuschauerInnen bieten.
Der geplante Homologierungsprozess wurde seitens der Bahnbaukommission unterbrochen. Die Kommission hatte zuvor allerdings auch die Planung des Eiskanals überwacht und freigegeben. Bereits bei den ersten Fahrten von Rodlern ist insbesondere bei der Einfahrt in Kurve 14 zu Problemen gekommen. Kurzfristig durchgeführte Maßnahmen führten zu keiner ausreichenden Verbesserung, ein optimaler Zustand konnte noch nicht erreicht werden. Mit Hochdruck wird nun in der Kurve 14 ein sogenannter Zwangsabweiser eingebaut, der ein sicheres Durchfahren der Kurve 14 sicherstellen soll. Die Homologierung soll ab Freitag stattfinden.
- Die Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler muss gewährleistet sein.
- Foto: OSVI
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