26.11.2016, 12:10 Uhr

Landtag über aktuelle Gesundheitsthemen informiert

Landesrat Tilg lud VertreterInnen aller Landtagsfraktionen zum gemeinsamen Gespräch über aktuelle Gesundheitsthemen. (Foto: Land Tirol/Ibele)

Alle Fraktionen des Tiroler Landtags wurden durch Landesrat Bernhard Tilg über aktuelle Gesundheitsthemen unterrichtet

TIROL. Am Dienstag, 22. November 2016, informierte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg die VertreterInnen aller Fraktionen des Tiroler Landtags, des Tiroler Gemeindeverbandes, ExpertInnen des Amtes der Tiroler Landesregierung und der Tirol Kliniken GmbH über aktuelle Gesundheitsthemen.

Gehaltsanpassungen für ÄrztInnen und Pflege

Für Landesärztinnen und -ärzte ist ein neues Landesgesetz in Vorbereitung. Dieses wird demnächst von der Regierung behandelt und im Anschluss dem Landtag zum Beschluss vorgelegt werden. Auch in den Bezirkskrankenhäusern kommt es zu Gehaltsanpassungen. Für gleiche Leistung soll es den gleichen Gehalt geben. Pflegegehälter für die Alten- und Pflegeheime sowie für die Sozial- und Gesundheitssprengel werden ebenfalls angepasst. Die dafür notwendige Datenerhebung läuft bereits. Die Umsetzung erfolgt im Laufe des Jahres 2017.

Probleme an der Universitätsklinik Innsbruck

  • Kinderkardiologie: Die Verantwortung für die Neubesetzung der Kinderkardiologie liegt ausschließlich bei der Führung der Medizinischen Universität Innsbruck.
  • Pathologie: Die Qualität an der Pathologie der Medizinischen Universität Innsbruck hat sich verschlechtert. Die Tirol Kliniken mussten zur Sicherung der Patientenversorgung handeln. Die Medizinische Universität soll nun eine gute universitäre Pathologie für Forschung und Lehre aufbauen.

Versorgung und Forschung auf hoher Qualität

An den Tiroler Kliniken findet die Versorgung auf hohem Niveau statt. Dies zeigt auch der Tiroler Landespreis der Wissenschaft, der an den Neurologen und Schlaganfallforcher Stefan Kiechl vergeben wurde

Kritik an 48-Stunden-Regelung

Ab 1. Jänner kommt an der Medizinischen Universität Innsbruck die 48-Stunden-Regelung für ÄrztInnen im Bundesdienst zur strikten Anwendung. Das Bundesgesetz sieht allerdings eine Übergangsregelung bis 2021 vor. Gleichzeitig versuchen alle Bundesländer und alle österreichischen Spitalsträger den Bund davon zu überzeugen, dass eine Novellierung des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes dringend notwendig sei. Bernhard Tilg sieht in der strikten Einhaltung der 48-Stunden-Regelung eine Gefährdung der PatientInnenversorgung an der Universitätsklinik Innsbruck.

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