25.01.2012, 00:00 Uhr

„BBT-Stopp wäre Wahnsinn“

Allen Diskussionen zum Trotz sieht NR Hermann Gahr keine Alternativen zum Brennerbasistunnel.

BEZIRK. Wo steht Tirol 2050 ohne BBT? Diese Frage wirft NR Hermann Gahr in den Raum. Für ihn ist der Tunnel die einzige Perspektive für die nächsten Generationen, die vertretbar, realisierbar und finanzierbar ist. „Ein Stopp des Baus wäre ein Wahnsinn, man würde die rund 300.000 Betroffenen von Kufstein bis zum Brenner im Stich lassen. Gerade für die Wipptaler Bevölkerung wäre eine Nichtrealisierung unverantwortlich.“ In Italien wird bereits gebaut, Deutschland steht zu seinen politischen Zusagen, Brüssel ist bereit – „nur Wien wackelt und fordert Einsparungen“, erklärt Gahr. Derzeit läuft eine Evaluierung, die Ende Jänner vorliegt. Einsparungen sind laut Gahr jedoch nicht in der Ausstattung, sondern lediglich in der Baulogistik möglich. Er ist verägert über den wirtschaftlichen Nachteil der Tiroler: „Wir zahlen Millionen für Straßen und Sondermauten nach Wien, viel mehr als wir an Infrastrukturprojekten zurückbekommen – Tirol zahlt sich den Tunnel eigentlich selbst!“ Auch in der Finanzierbarkeit sieht Gahr kein Problem: Bis Bauende seien 9,7 Milliarden reine Baukosten kalkuliert, die sich Österreich und Italien aufteilen. Die EU hat bisher 936 Millionen Euro zugesichert. „Für uns bleiben Kosten von rund 4,5 Milliarden Euro, wobei der Tunnel auf 50 Jahre abgeschrieben wird“, so NR Gahr. Nun will er möglichst schnell Sicherheit aus Wien, um den Zeitplan einhalten zu können, „denn eine Verschiebung würde alle Beteiligten ein Vermögen kosten!“ Weiters würde die EU ihre Zuschüsse absagen und nicht weiter zahlen.
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Hans Rauch aus Innsbruck | 30.01.2012 | 09:56   Melden
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