20.09.2014, 06:00 Uhr

Fußballmedizin: Vier Tiroler Institutionen erhalten FIFA-Gütesiegel

(Foto: stadthaus 38)

Die Sportsclinic Austria, das Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck, Sportttherapie Huber, und das Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus (ISAG) wurden von der FIFA zu Österreichs erstem "Medical Center of Excellence" ernannt. Einem von weltweit 23 Zentren.

Mit der Aufnahme in den Kreis der FIFA-Mediziner/Innen sind die vier Einrichtungen, neben ihren eigentlichen Kernkompetenzen, ab sofort auch Ansprechpartner für Fußballvereine, -spieler und -trainer, wenn es um Themen wie medizinische Betreuung, Verletzungsprävention, mentales Training, sportmedizinische und -wissenschaftliche Leistungsdiagnostik sowie um den Kampf gegen Doping geht. „Anti-Doping-Aufklärung ist ein sehr wichtiges Thema, speziell bei jungen Sportlerinnen und Sportlern. Es geht hierbei nicht nur darum zu wissen, was verboten ist, sondern ebenso darum zu wissen, was erlaubt ist“, erklärt Dr. Wolfgang Schobersberger (ISAG).

Strenges Auswahlverfahren

Um als ‚Medical Centre of Excellence‘ ausgezeichnet zu werden, müssen alle Zentren ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Die Auszeichnung (von der FIFA wird sie als Akkreditierung bezeichnet) wird für fünf Jahre vergeben. Jedes Jahr müssen die zertifizierten Institute Berichte über ihre Aktivitäten vorlegen. Nach fünf Jahren müssen sich die Einrichtungen einer Reakkreditierung unterziehen.

Ziel der FIFA ist es, ein weltweites Netzwerk an medizinischen Einrichtungen zu führen, an das sich sowohl Vereine und TrainerInnen als auch SpielerInnen vertrauensvoll wenden können. Auch können so die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse direkt an die Fußballbasis weitergegeben werden. „Die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist eine wichtige Aufgabe unseres Kompetenzzentrums“, erklärt Martin Kopp vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck und erwähnt in diesem Zusammenhang speziell die Kommunikation neuer Vorbeugungsprogramme und Präventionsmaßnahmen.

Zur Sache:

In Tirol sind derzeit 21.617 Fußballspieler und 1.752 Fußballspielerinnen als Aktive beim Tiroler Fußballverband registriert.
Die Alterverteilung sieht folgendermaßen aus:
bis neun Jahre: 4.550
10 bis 14 Jahre: 6.197
15 bis 19 Jahre: 4.851
20 bis 24 Jahre: 3.552
25 bis 29 jahre. 2.114
30 bis 34 Jahre: 1.103
35 bis 39 Jahre: 484
über 40 Jahre: 518
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