Wie der CO2-Fußabdruck im Urlaub klein gehalten werden kann
Klimafreundlich reisen

Wer den CO2-Fußabdruck in seinem Urlaub möglichst klein halten möchte, sollte vor allem das Transportmittel gut auswählen.
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BEZIRK. Laut einer Online-Umfrage achten mehr als 80 Prozent zumindest zum Teil auf Nachhaltigkeit beim Reisen. Doch was sollte beim Urlaub beachtet werden, damit das Klima nicht leidet?

Wahl des Transportmittels

Den größten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck beim Reisen hat das gewählte Transportmittel: Wer eine Strecke von tausend Kilometern mit dem Flugzeug zurücklegt, produziert laut WWF fast fünfmal so viel CO2, als wenn er gleich weit mit dem Zug fährt. "Es wurde berechnet, dass ein Flug von Frankfurt nach Bangkok und wieder zurück genauso viel CO2 benötigt wie wenn man mit dem Bus dreimal um die Welt fährt", sagt Josef Weiermair, Geschäftsführer von Weiermair Reisen.

Bus als Alternative 

Die EU hat 2021 zum "Europäischen Jahr der Schiene" erklärt. Nicht nur der Güter- und Personenverkehr, sondern auch der Tourismus soll so nachhaltiger gemacht werden.  "In der Diskussion wird meistens der Fokus auf den Zug gelegt. Einer der Gründe dafür ist, dass die Verkehrsministerien natürlich ein gewisses Nahverhältnis zu den doch meistens staatsnahen Bahnunternehmen haben. Im Vergleich sind wir Busunternehmer ein kleines Gewerbe", sagt Weiermair. Zurzeit macht der Busverkehr 10 bis 12 Prozent des Urlaubsverkehrsaufkommens aus. Weiermair und seine Branche würden in nächster Zeit gerne 15 bis 20 Prozent erreichen. Laut dem deutschen Umweltbundesamt verbraucht der Bus pro Person und Kilometer gerechnet aber weniger CO2 als Personenzüge. Denn diverse technische Neuerungen haben die Stickoxyd-Produktion des Busses seit den 90er-Jahren stark verringert. 

Forderungen an die Politik

"Der Busverkehr ist in Österreich was Steuern und die Maut betrifft sehr benachteiligt", sagt Weiermair. "In Deutschland gibt es etwa keine Maut für Busse, weil das Verkehrsministerium klimafreundliches Reisen fördern möchte. Das wäre in Österreich auch ein Thema. Österreich würde auch wollen, dass mehr Busse aus Deutschland kommen. Das könnte mit so einer Maßnahme erreicht werden." Denn Busse haben den Vorteil, rasch und ohne lange Bauarbeiten, weil das Straßennetz vorhanden ist, eingesetzt werden zu können. Sinnvoll wäre Weiermair zufolge auch, wenn die Bürokratie verringert werden würde. "Zwei Drittel der Zeit, die wir für die Vorbereitung einer neuen Reise verwenden, wird für die Bürokratie verbraucht", so Weiermair. Sie sei auch innerhalb der EU noch enorm hoch. "Als ich in den 1980er-Jahren eine Busreise nach Russland gemacht habe, habe ich weniger Vorbereitungszeit gebraucht als heute für eine Busreise nach Passau."

Kosten kompensieren

Um Reisen nachhaltiger zu machen, können entstandene Umweltkosten mit der Unterstützung von Projekten kompensiert werden. Der einzelne Reisende kann online seinen CO2-Verbrauch berechnen und danach ein entsprechendes Projekt finanziell unterstützen. "Manche deutsche Busunternehmen haben bereits feste Kooperationen mit Firmen, die etwa den Regenwald aufforsten", erzählt Weiermair. "Wir überlegen eine ähnliche Kooperation zu starten und so das wenige CO2 unserer Reisen zu kompensieren." Bei der Planung kann auch auf Umwelt-Gütesiegel geachtet werden. Von ihnen gibt es mittlerweile sehr viele. Der WWF empfiehlt auf das Österreichische Umweltzeichen, das Europäische Umweltzeichen oder das Zertifikat "CSR-tourism-certified" zu achten. Die Naturfreunde haben eine umfangreiche Broschüre über vorhandene Zertifikate veröffentlicht. Wer den CO2-Fußabdruck seines Urlaubs berechnen möchte, kann das auf einer Homepage der Technischen Universität Graz oder auf einer Website der Schweizer Foundation myclimate tun. Inspiration und detaillierte Informationen zu diesem Thema liefern die Bücher "Nachhaltig reisen für Einsteiger. Umweltfreundlich Urlaub machen und die Welt entdecken – das umfassende Buch für alle, die natürlich und klimafreundlich unterwegs sein wollen" von Christoph Schulz und "Mit Fairgnügen reisen. Nachhaltig um die Welt mit zweidiereisen" von Lisa-Maria Kraft und Maximilian Gierlinger.

Busreisen trotz Pandemie

Seit 19. Mai dieses Jahres bietet Weiermair Reisen wieder Busreisen an. "Es ist schön für die Kunden, endlich wieder zusammen verreisen zu können. Die Corona-Zeit hat doch bei vielen zur Vereinsamung geführt", so Weiermair. Gerade bei Busreisen können Kontakte gepflegt werden. "Im Bus ist es anders als im Flugzeug, wo man höchstens ein paar Wörter mit dem Sitznachbarn austauscht. Bei Busfahrten entstehen wirkliche Freundschaften. Und das ist zurzeit wichtiger denn je. Gerade bei unseren Themenreisen treffen Gleichgesinnte aufeinander. Da kann man richtig gehend beobachten, wie Leute, die sich vorher noch nicht gekannt haben, nach zwei Stunden miteinander reden als wären sie alte Bekannte." Damit die Ansteckungsgefahr stark minimiert wird, gibt es in den modernen Bussen Aktivfilter, die die Luft von Bakterien und Viren reinigen. Pro Stunde wird die Luft im Bus so 65 Mal ausgetauscht. "Dadurch profitieren Busreisende von einer doppelt so guten Belüftung wie Reisende mit dem Flugzeug", sagt Weiermair. Das Unternehmen Weiermair habe im vorigen Jahr bei einer Studie zu dieser Technologie mitgemacht. Seit September 2020 haben alle Busse der Firma einen Aktivfilter eingebaut. Das sei sehr beruhigend für die Kunden.

Wer den CO2-Fußabdruck in seinem Urlaub möglichst klein halten möchte, sollte vor allem das Transportmittel gut auswählen.


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