BH – wohin führt künftig der Weg?

Auch Pläne im Griesparkplatz (Hanslmühle) gibt es.
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  • Auch Pläne im Griesparkplatz (Hanslmühle) gibt es.
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Marienheim, Bahnhof, Hahnenkammparkplatz, Pfarrau, Schulpark... oder? Dem BEZIRKSBLATT liegen auch Pläne über ein Projekt am Griesparkplatz (inkl. Parkhaus) vor.

KITZBÜHEL (jomo). Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) berichtet von laufenden Sitzungen mit Raumplaner und Experten, um einen passenden Standort für eine Erweiterung oder einen kompletten Neubau der Bezirkshauptmannschaft zu finden. „Die Frage konzentriert sich jetzt darauf, ob die BH in der Innenstadt bleiben oder in die Peripherie hinaus soll“, fasst der Stadtchef zusammen. Mit der Nutzung des Marienheims für die BH, zeigt Winkler eine ganz neue Möglichkeit auf: „Renovierungsarbeiten im Marienheim und in der Hauptschule wären auf die Stadt sowieso zugekommen – man könnte also für die BH Räumlichkeiten im Marienheim schaffen, die Musikschule in die Hauptschule verlagern und einen Kindergarten am Stadtrand neu bauen.“ Als Vorteil sieht der Stadtchef hier auch, dass der HS-Saal multifunktional nutzbar sei und viele HS-Schüler Musikschüler wären. „Wir favorisieren, diese Variante zunehmend“, betont Winkler.

Einem Neubau im Gries, wie es die Pläne, die dem BEZIRKSBLATT vorliegen, zeigen (Überbauung des Parkplatzes Hanslmühle mit einem 3-geschossigem Verwaltungsgebäude und einem Parkhaus inkl. fußläufiger barrierefreier unterirdischer Anbindung an die Vorderstadt), steht Winkler, aufgrund der fehlenden Verkehrsanbindung zur Bundesstraße, kritisch gegenüber.
Auch einem Standort beim Bahnhof oder Pfarrau kann der Stadtchef wenig abgewinnen. „Hier stellt sich wieder die Frage der Nachnutzung des alten BH-Gebäudes“, so Winkler.

Doch was sagen die anderen Fraktionsführer zu den Plänen?
Vize-Bgm. Siegfried Luxner (SPÖ): „Ein zweiter BH-Standort im Marienheim ist äußerst interessant.“ Einem Standort im Gries ist die SPÖ nicht abgeneigt. „Die Pläne sind auch interessant, es braucht hier aber eine Verkehrsanbindung von der Bundesstraße.“ Auch der Erweiterungsbau im Schulpark ist für Luxner noch nicht vom Tisch. „Für mich noch immer denkbar, aber nur mit einer Verkehrslösung, z. B. mit Zufahrt via Capellari.“ Nicht in Frage kommen für die SPÖ Standorte am Bahnhof, Pfarrau oder am Stadtrand. „Bedenken muss man die Ausdünnung des Stadtkerns bei einer Absiedelung der BH vom Zentrum“, so Luxner.

Dander für Schulpark-Variante
Otto Dander (GKL) favorisiert den Erweiterungsbau im Schulpark: „Prinzipiell hat das schon Charme, wenn man das Gebäude so hinkriegt, dass die Volksschüler nicht beeinträchtigt werden“. Dander hält aber ebenfalls eine Verkehrslösung, für unverzichtbar. Das Problem mit dem Verkehr sieht Dander auch bei dem Standort im Gries. Ein Standort am Hahnenkamm ist für den GKL-Obmann nicht realisierbar. „Ich meine, dass man sich erst mal Zeit nehmen sollte, das Verkehrskonzept zu überarbeiten“, so Dander.

Porstendorferhaus kaufen?
Für Thomas Nothegger (JUK) ist oberste Prioriät, den Schulpark zu erhalten und dass das BH-Gebäude in öffentlicher Hand bleibt. „Eine langfristige Lösung wäre die Erweiterung der BH im jetzigen Marienheim“, so Nothegger. Einem Standort am Hahnenkammparkplatz oder im Gries steht Nothegger offen gegenüber „Es braucht hier jedoch ein Verkehrskonzept (Südzufahrt)“, so der JUK-Obmann. Eine weitere Option sieht Nothegger im Ankauf des Porstendorferhauses (auch Rothbacherhaus genannt), das an die BH angrenzt. Das alte Finanzamt als zweiten Standort, schließt Nothegger aus: „nicht leistbar“.

Wulf Kruetschnigg (Bürgerliste) steht einem Erweiterungsbau im Schulpark skeptisch gegenüber, will sich aber noch nicht dazu äußern. „Wir sind noch nicht soweit, die einzelnen Standortmöglichkeiten zu beurteilen; zu Überlegen gilt es auch ‚Braucht die BH überhaupt soviel Platz?‘ “, so Kruetschnigg.

Was meint BH Berger?
BH Michael Berger brachte zuletzt (wieder) die Möglichkeit eines Standortes außerhalb der Stadt (seit längerem wird Oberndorf kolportiert) ins Gespräch. „Im Rahmen der Diskussionen rund um die BH hat sich herausgestellt, dass die Bevölkerung kein Problem damit hat, wenn der bestehende Standort aufgelöst wird“, informiert Berger. Die Standortsuche wird deshalb über die Grenzen Kitzbühels hinaus ausgeweitet. „Für mich wäre jeder Standort zwischen Kirchberg und St. Johann, der fußläufig vom Bahnhof erreichbar ist, denkbar“, so Berger. Der Idee, die Räumlichkeiten im Marienheim für die BH zu nützen, steht Berger offen gegenüber. „Bis Mitte des Jahres soll der Standort aber nun endlich fixiert werden“, so Berger.

Die Meinungen von Bürgern und Politikern (Stimmungsbild) sowie eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse rund um die BH lesen Sie in unserer Printausgabe auf Seite 36/37 im „Ranking“.

Auch Pläne im Griesparkplatz (Hanslmühle) gibt es.
Das sanierungsbedürftige Marienheim ist als zweiter Standort für die Bezirkshauptmannschaft im Gespräch.

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