Ergebnisse der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2016 in Kitzbühel

Die Gemeinderatswahlen finden am 28.02. in 8 Bezirken in Tirol statt.
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Die Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk haben die Möglichkeit bei den Wahlen ihre Stimme abzugeben. Am Wahltag bekommen Sie hier alle Informationen darüber, wie die verschiedenen Gemeinden Tirols gewählt haben.

Hier geht's zur Berichterstattung in den Bezirken

Die Ergebnisse aus dem 20 Bezirksgemeinden im Bezirk Kitzbühel laufen ein - und werden hier laufend aktualisiert. Die ersten Wahllokale schlossen um 13 Uhr, die letzten um 16 Uhr. Die Stimmenauszählung dauert teilweise länger (Vorzugsstimmen etc.).

AURACH. Andreas Koidl war einziger Bgm.-Kandidat in Aurach – er bleibt Bürgermeister. 560 gültige Stimmen konnte er auf sich vereinen.
Seine Liste "Wir Auracher" setzte sich mit 62,03 % (348 Stimmen) Wähleranteil klar gegen den AAB mit 37,97 % durch. Die Mandatsaufteilung lautet nun 8:5. Die Liste Aurach Aktiv war nicht mehr angetreten (bisher fünf Mandate).
Die Wahlbeteiligung lag bei 64,92 % (629 abgegebene Stimmen).

BRIXEN. Weiterhin über acht Mandate und damit die Mehrheit verfügt die ÖVP-Bürgermeisterliste von Ernst Huber; er erreichte 744 Stimmen und 51,49 % Wähleranteil. Wir für ein starkes Brixen hat auch weiterhin vier Sitze inne (24,57 %, Brixen Aktiv (SPÖ) verlor ein Mandat (nun zwei, 16,33 %); dieses wanderte zu den Freiheitlichen, die in den Gemeinderat einziehen (7,61 %).
Ernst Huber war einziger Bürgermeisterkandidat, somit bleibt er im Amt. Er erhielt 1.197 von 1.498 gültigen Stimmen.
67,69 % der wahlberechtigten BrixnerInnen gingen zur Wahl.

FIEBERBRUNN. Erneut auf neun Mandate kam die Bürgermeisterliste von Walter Astner (1.140 Stimmen, 49,41 %, absolute Mandatsmehrheit). Die Jungen Fieberbrunner steigerten sich um einen Sitz auf nunmehr vier (25,1 %), auch die Sozialdemokraten gewannen ein Mandat dazu (19,38 %, nun drei); den Einzug ins Ortsparlament schafften auch die Freiheitlichen mit 6,11 % Wähleranteil (ein Sitz).
Mit einer klaren Mehrheit von 79,02 % der Stimmen wurde Walter Astner ausgestattet, der auch künftig im Bürgermeistersessel Platz nehmen kann. Sein Herausforderer Michael Eppensteiner erhielt knapp 21 % Wählerzustimmung.
Wahlbeteiligung: 66,82 %, 2.393 abgegebene Stimmen.

GOING. Die Liste Gemeinsam für Going konnte von 252 auf nunmehr 508 Stimmen und 51 % Wähleranteil zulegen (sieben Mandate, absolute Mehrheit). Die Volkspartei kam auf 279 Stimmen (28,01 %, vier Sitze, +1), die Liste Wir für Going auf 209 Wählervoten (20,98 %, zwei Sitze).
In Going galt es vor allem, die über 500 Stimmen der "Klaren Liste" von Ex-Bgm. Josef Pirchl einzusammeln.
Im Bürgermeister-Dreikampf setzte sich im ersten Wahlgang Alexander Hochfilzer (Gemeinsam für Going) mit 53,12 % Stimmenanteil durch und wird künftig die Geschicke der Gemeinde leiten. Johannes Adelsberger kam auf 22,51 %, Josef Treichl auf 24,37 %.
"Ich bin noch ganz außer Atem. Damit haben wir nicht gerechnet, dass wir die absolute Mehrheit und auch den Bürgermeistersessel gewinnen, es ist ein Wahnsinn", so Wahlsieger Hochfilzer im ersten Statement.
Wahlbeteiligung: 65,64 % (1.041 abgegebene Stimmen).

HOCHFILZEN. Der im Vorjahr im Gemeinderat als Nachfolger von Sebastian Eder gewählte Konrad Walk hat seine erste Direktwahl mit 68,83 % der Stimmen gewonnen und bleibt somit Bürgermeister in Hochfilzen. Seine Konkurrenten Manfred Obermoser und Johann Wimmer erhielten 11,88 % bzw. 19,3 % der Wählerstimmen.
Auf Listenebene hatte Walk mit seiner Bürgerliste mit 37,59 % ebenfalls die Nase vorn; er erhält damit sechs von 13 Sitzen (wie bisher); jeweils zwei Mandate gehen an die Sozialdemokraten (16,87 %, 2 Mandate minus), Aufwind (17,28 %) und die Alternative für Hochfilzen (15,23 %), einen Sitz wir Hochfilzen Aktiv einnehmen (13,03 %).
Wahlbeteiligung: 80,25 %

HOPFGARTEN. Paul Sieberer bleibt in Hopfgarten weitere sechs Jahre im Amt. Er gewann die Direktwahl mit 70,3 % der Stimmen. Seine Konkurrenten erhielten 20,6 % (Martin Hölzl) bzw. 9,1 % (Grüne) Wählerzustimmung.
Auf Listenebene büßte Sieberer hingegen einen Sitz ein; 1.030 Stimmen bzw. 31,48 % bedeuten sechs Sitze im 17-köpfigen Gemeindeparlament. Auch die Wirtschaftsliste verlor ein Mandat (nun zwei, 15,19 %), ebenso die SPÖ (5,68 %, ein Sitz); die Grünen nehmen wie bisher einen Sitz ein (5,26 %), die Kelchsauerliste bleibt bei zwei Gemeinderäten (12,78 %), die FPÖ ist nun mit einem Mandatar vertreten (7 %), die neu formierte Landwirtschaftsliste "Natürlich Hopfgarten" gewann vier Mandate (22,62 %) und ist damit zweitstärkste Kraft im Hopfgartner Gemeinderatsgremium.
Wahlbeteiligung: 72,64 % (3.369 abgegebene Stimmen).

ITTER. Die vereinigte AAB-/Wirtschaftsliste (AAWT) erreichte mit 44,89 % Wähleranteil sieben Mandate (zwei Listen bisher sechs Sitze), die Wählergruppe Ländliches Itter von Bgm. Josef Kahn gewann einen Sitz dazu (nun fünf, 297 Stimmen, 38,22 %); die Unabhängige Bürgerliste verlor zwei Sitze (11,71 %), die FPÖ verfehlte mit 5,28 % der Wählerstimmen den Einzug in den Gemeinderat.
Der amtierende Ortschef Josef Kahn (Ländliches Itter) behielt in der Direktwahl gegen Herausforderer Roman Thaler (AAWT) mit 55,85 % (439 Stimmen) die Oberhand; er wird auch die nächsten Jahre der Gemeinde Itter vorstehen.
Wahlbeteiligung: 82,34 %.

JOCHBERG. Einen klaren Wahlsieg landeten die Freiheitlichen in Jochberg mit 435 Stimmen und 46,13 % Wähleranteil – sieben Mandate und damit die absolute Mehrheit im künftigen Gemeinderat. Die Heimatliste (bisher Bgm. Heinz Leitner) sackte von vier auf nunmehr ein Mandat ab (13,15 %). Die Volkspartei schaffte erneut vier Mandate (30,33 %), die Unabhängige Liste wird wie bisher ein Mandat einnehmen (10,39 %).
Und auch bei der Bgm.-Wahl hatte FPÖ-Kandidat Günter Resch die Mehrheit der Wähler auf seiner Seite; er erreichte 53,24 % und wird neues Dorfoberhaupt. Auf den Rängen landete Johann Pletzer (VP) mit 27.01 %, Georg Stanger (Heimatliste) mit 12,17 % und Sonja Noichl (Unabhängige Liste, 7,59 %).
Wahlbeteiligung: 72,25 %

Winkler bleibt Stadtchef

KITZBÜHEL. Mit 49,07 % und 2.060 Stimmen bleibt die ÖVP von Bgm. Klaus Winkler weiterhin bestimmende Kraft in der Bezirkshauptstadt. Die Sozialdemokraten erreichten 711 Stimmen oder 16,94 %, die Grünen 6,67 % (280 Stimmen), die FPÖ 401 Voten (9,55 %) und die Unabhängigen Kitzbüheler/innen (UK) 17,77 % Wählerzustimmung (746 Stimmen).
Die Winkler-Partei verliert zwar zwei Sitze, behält mit zehn Mandaten aber die absolute Stimmenmehrheit. Die SPÖ verliert einen Sitz (nun drei), die Grünen schaffen den Wiedereinzug ins Gamsstädter Stadtparlament; die UK gewinnt zwei Sitze hinzu (nun drei), die FPÖ sitzt künftig mit zwei Vertretern im Rathaus.
Winkler bleibt mit 59,04 % Wählerzuspruch Stadtchef; Walter Zimmermann (SPÖ) erreichte 18,41 %, Alexander Gamper (FPÖ) 7,24 %, Thomas Nothegger respektable 15,31 %.
61,83 % der Wahlberechtigten gingen zur Wahl (4.387 abgegebene Stimmen).

KIRCHBERG. Helmut Berger wird auch die nächsten Jahre als Bürgermeister die Gemeinde Kirchberg anführen; er erhielt überzeugende 68,25 % Wählerzuspruch (1.827 Stimmen); sein Konkurrent Andreas Schipflinger erreichte in der Direktwahl 31,75 %.
Berger konnte mit seiner "Gemeinsam"-Liste (Sozialdemokraten) einen Sitz dazugewinnen (37,73 %), hat mit sechs Mandaten jedoch auch weiterhin keine Stimmenmehrheit im Gemeinderat. "Ein toller Beweis für gute Arbeit", gratulierte SPÖ-Landesparteichef Ingo Mayr.
Unser Kirchberg legte um zwei auf sechs Mandate zu (31,45 %), "Dei Hoamat" erreichte vier Sitze (24,72 %), SZK (FPÖ) zieht mit einem Mandat ins Dorfparlament ein (6,1 %).
Die Wahlbeteiligung lag bei 65,45 % (2.804 abgegebene Voten).

KIRCHDORF. Gerhard Obermüller heißt der neue Bürgermeister von Kirchdorf. Gleich im ersten Wahlgang setzte sich der politische Newcomer klar mit 68,91 % gegen drei Konkurrenten durch. Maria Braito, vom abtretenden Bgm. Ernst Schwaiger als Nachfolgerin an der Spitze seiner Liste eingesetzt, fiel mit nur 17,17 % der Stimmen ebenso durch wie der bisherige Vize-Bgm. Hans Hinterholzer (10,54 %) und FPÖ-Kandidat Andreas Almberger (3,38 %).
Obermüller verfügt auch auf Listenebene mit seiner "Koasa Kraft" mit acht Mandaten über eine Sitzmehrheit im Gemeinderat (46,99 %). Die bisher bestimmende Bürgermeisterliste muss sich mit drei Sitzen (bisher sechs) begnügen; die Gemeinsame Erpfendorfer Liste hält nun bei zwei Sitzen (–1), die Vereinte Liste bei einem Mandat (–1), die neue Hinterholzer-Liste zieht mit einem Mandat ins Ortsparlament ein.
Wahlbeteiligung bei 74,1 % (2.337 abgegebene Stimmen).

KÖSSEN. Der Nachfolger von Stefan Mühlberger, Bgm. Vinzenz Schlechter, bleibt in Kössen im Amt. Er erhielt 62,73 % Zustimmung der Wähler; sein Konkurrenz Reinhold Flörl unterlag in der Direktwahl mit 37,27 % Wähleranteil.
Schlechter gewann mit seiner Bürgermeisterliste zwei Mandate hinzu und kommt nun auf sieben Sitze. Wir für alle (Wirtschaft) legte ebenfalls um zwei Sitze zu (27,62 %), die Parteifreie Bürgerliste kam auf 8,61 % (ein Mandat), die neu-formierte Agrarliste "Bauern Power" nimmt künftig drei Sitze ein (+2, 15,76 %), die FPÖ bleibt mit 8,94 % Stimmanteil bei einem GR-Sitz.
71,44 % der wahlberechtigten KössenerInnen schritten zur Urne (2.537).

OBERNDORF. Ein Mandat gewann die Bürgermeisterliste von Hans Schweigkofler hinzu (49,16 %, 670 Stimmen). Für eine Mehrheit im Gemeinderat reicht das nicht (die Mandatszahl erhöhte sich durch das Bevölkerungswachstum auf nunmehr 15 Sitze). Die Liste GEO gewann ebenfalls ein Mandat dazu (nun drei, 18,71 %), auch die VP-Liste "Für Oberndorf" freut sich über einen Mandatsgewinn (24,94 %); die zweite ÖVP-Gruppe "Zukunft Oberndorf" von Ortsobmann Christian Hopfensperger sicherte sich bescheidenen 98 Stimmen (7,19 %).
In der Bgm.-Direktwahl setzte sich Amtsinhaber Hans Schweigkofler klar mit 76,39 % der Stimmen gegen Christian Hopfensperger (23,61 %) durch und wird Oberndorf auch die kommenden sechs Jahre regieren.
Wahlbeteiligung: 77,07 % (1.395 abgegebene Stimmen).

REITH. Bgm. Stefan Jöchl bleibt – als einziger Direktkandidat – Bürgermeister in Reith. Er erhielt 755 Stimmen.
Im Gemeinderat muss er jedoch zwei Sitze und damit die absolute Mehrheit abgeben; er erreichte mit seiner Liste 33,5 % der Stimmen und fünf Mandate; um Mehrheiten im Ortsparlament muss er sich künftig um die Stimmen der Bürgerliste (16,4 %, zwei Sitze), von Reith zuerst (15,51 %, zwei Mandate), den Grünen (16,6 %, zwei Sitze) und der Liste Reith erhalten-mitgestalten (17,98 %, zwei Sitze), bemühen.
Wahlbeteiligung: 71,73 %.

SCHWENDT.

Die Allgemeine Bürgerliste hat auf sieben Mandate (64,84 %, +1) zugelegt, die Liste Gemeinsam für Schwendt büßte ein Mandat (nun 4) ein; auch bei der Direktwahl hat Richard Dagn als Spitzenkandidat der Bürgerliste mit 63,14 % (334 Stimmen) die Nase klar voran; Hubert Haunholter erhielt 195 Stimmen (35,16 %). Die Wahlbeteiligung in der kleinen Kaiserwinkl-Gemeinde (685 Wahlberechtigte) lag bei 79,42 %.

Statement: "Richard Dagn ist mit 63,14 % eindeutiger Sieger. Mit einem großartigen Vorzugstimmen-Ergebnis wurde auch Maria Schermer eindeutig als
Vize Bürgermeisterin ganz klar bestätigt", erklärt die Allgemeine Bürgerliste.

ST. JAKOB. Eine Liste, ein Kandidat. In "Haus" war die Wahl eine klare Sache, denn sie verlief für Leonhard Niedermoser und seine Liste mangels Konkurrenz einseitig. Niedermoser wird St. Jakob auch in den nächsten sechs Jahren anführen; alle elf Sitze gehen an seine Bürgermeisterliste. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 58,29 %; von 369 abgegebenen Stimmen waren 298 gültig, bei der Direktwahl gab es 300 gültige Stimmen (69 ungültig).

ST. JOHANN. Einen überzeugenden Wahlsieg fuhr Bgm. Stefan Seiwald ein – sowohl auf Listenebene wie auch bei der Bgm.-Direktwahl. Seiwald erhielt 80,62 % der Wählerstimmen; seine Liste legte mit 54,08 % Wähleranteil um ein Mandat zu (elf Sitze), womit die absolute Mehrheit im Gemeinderat ausgebaut werden konnte und das Wahlziel übertroffen wurde.
Verlierer sind die Grünen (ein Mandat statt bisher zwei, 8 %) und die JU-ST (ein Sitz, Verlust von zwei Mandaten, 4,52 %); die Sozialdemokraten stagnierten bei einem Sitz (5,01 %), die FPÖ konnte sich um zwei Mandate verbessern und von 362 auf 740 Stimmen zulegen.
Seiwalds Direkt-Konkurrenten um den Bürgermeistersessel erreichten 11,54 % (Heribert Mariacher, FPÖ) bzw. 7,84 % (Petra Sojer, SPÖ).
Die Wahlbeteiligung lag bei 62,35 Prozent.

Statement Bgm. Seiwald: "Ganz cool, ich bin sprachlos! Wir haben g'scheit gearbeitet, im Wahlkampf und vor allem in den letzten vier Jahren, das wird honoriert. Obwohl es zuletzt ja nicht einfach war, Stichwort Flüchtlinge (Landes-/Bundespläne für Großquartiere, Anm. d. Red.), Hofer-Aussendung...; ich danke allen, die zu diesem super Ergebnis beigetragen haben.

ST. ULRICH. Die Liste von Bgm. Brigitte Lackner hatte mit 599 Stimmung und 56,67 % Wähleranteil die Nase vor der Liste "Wir Nuaracher" von Mario Horngacher (458 Stimmen, 43,33 %); Mandatsstand 7:6.
Noch deutlicher fiel die Direktwahl aus: Lackner verteidigte ihr Amt mit 61,37 % bzw. 688 Stimmen klar gegen Herausforderer Horngacher (433 Stimmen, 38,63 %).
Die Wahlbeteiligung lag bei guten 77,04 % (1.468 Wahlberechtigte).

WAIDRING. 909 Stimmen (von 1.213 gültigen) entfielen auf den einzigen Bürgermeisterkandidaten Georg Hochfilzer. Er bleibt im Amt.
Seine Liste "Wir für Waidring" erreichte fünf Mandate (32,77 %), die gekoppelte Liste "Unser Waidring" (Bauern, Wirtchaft) gewann zwei Sitze (zuvor vier), womit die Volkspartei wieder über eine Mandatsmehrheit (7) im Gemeinderat verfügt.
Jeweils um ein Mandat zulegen konnte die FPÖ (20,12 %), die Waidringerliste/SPÖ (15,2 %) und "Parteifrei für Waidring" (16,72 %).
Die Wahlbeteiligung betrug 74,42 %.

WESTENDORF. Einen Paukenschlag gab's am Wahlsonntag in Westendorf. Die Liste von Bgm. Toni Margreiter rutschte von bisher sieben auf matte drei Mandate ab (21,61 %). Auch die Wirtschaftsliste verlor einen Sitz (nun zwei, 11,9 %); Wahlgewinner waren die Liste "Aufwind" und "Wir mit Annemarie Plieseis", die jeweils fünf Mandate besetzen (35,26 bzw. 31,24 % Wähleranteil).
Bei der Bgm.-Direktwahl war Johann Steixner (Wirtschaft) der Verlierer (13,39 %), ebenso wie der amtierende Ortschef Margreiter, der mit 47,68 % Wählerzuspruch in die Stichwahl muss; in dieser tritt er gegen Wahlsiegerin Annemarie Plieseis an, die 38,93 % der Wähler von sich überzeugen konnte (Stichwahl am 13. März).
Wahlbeteiligung 78,36 % (2.408 abgegebene Stimmen).

BEZIRK. Die Wahlbeteiligung in den 20 Gemeinden schwankte zwischen niedrigen 58,29 % in St. Jakob (nur eine Liste zur Wahl) und guten 79,42 % in Schwendt, 80,25 % in Hochfilzen und 82,34 % in Itter. In Kitzbühel gingen 61,83 % der Stimmberechtigten zur Wahl.
Wahlbeteiligung Tirol: 71,42 %.

BEZIRK/TIROL. In 23 Tiroler Gemeinden finden am 13. März Stichwahlen zwischen den zwei stimmenstärksten Bürgermeisterkandidaten statt. Im Bezirk kommt es zu einer Stichwahl: in Westendorf zwischen Toni Margreiter und Annemarie Plieseis.

> BEZIRK/JOCHBERG. Aus rot mach blau – in Jochberg wechselt das Bürgermeisteramt von den Sozialdemokraten zu den Freiheitlichen. Günter Resch folgt Heinz Leitner als Ortschef nach. Die FPÖ hat nun auch eine Mandatsmehrheit im Gemeinderat, die SPÖ fiel auf ein Mandat zurück.
Damit verbleiben im Bezirk mit Helmut Berger (Kirchberg) und Hans Schweigkofler (Oberndorf) zwei „rote“ Bürgermeister.

> ST. JOHANN. „Ganz cool, ich bin sprachlos! Wir haben g‘scheit gearbeitet, im Wahlkampf und vor allem in den letzten vier Jahren, das wurde bei der Wahl honoriert. Obwohl es zuletzt ja nicht einfach war, Stichwort Flüchtlinge (Landes-/Bundespläne für Großquartiere, Anm. d. Red.) und Hofer-Aussendung...; ich danke allen, die zu diesem super Ergebnis beigetragen haben", so Bgm. Stefan Seiwald im ersten Statement.

> PILLERSEETAL. In allen fünf PillerseeTal-Gemeinden bleiben die amtierenden Ortschefs im Amt. Georg Hochfilzer und Leo Niedermoser hatten keine Konkurrenz, Brigitte Lackner, Konrad Walk und Walter Astner setzten sich in den Direktwahlen durch.

> BRIXENTAL. Während seine Kollegen in Kirchberg, Brixen und Hopfgarten im Amt bestätigt wurden, musste Toni Margreiter in Westendorf eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Er verlor einerseits vier Mandate und muss andererseits in die Stichwahl (gegen Annemarie Plieseis).

> BEZIRK. Mit Richard Dagn (Schwendt), Gerhard Obermüller (Kirchdorf), Günter Resch (Jochberg) und Alexander Hochfilzer (Going) ziehen vier neue Chefs in die Gemeindestuben ein.

> GOING. Mit 30 Jahren als Chef ins Goinger Gemeindeamt – das gelang Alexander Hochfilzer, der sich gegen zwei Konkurrenten im ersten Wahlgang durchsetzte und auch mit seiner Liste eine absolute Mehrheit erringen konnte (sieben Mandate).

> ST. ULRICH/WESTENDORF. Brigitte Lackner (St. Ulrich) bleibt – vorerst – einzige Bürgermeisterin im Bezirk. Sollte sich bei der Stichwahl in Westendorf Annemarie Plieseis durchsetzen, wäre sie die zweite Gemeindechefin im Bezirk.

> OBERNDORF/HOPFGARTEN. Die beiden längstdienenden Bürgermeister (jew. 24 Jahre) Hans Schweigkofler in Oberndorf und Paul Sieberer bleiben im Amt; sie wurden mit großen Mehrheiten (76,3 und 70,3 %) wiedergewählt.

> KIRCHDORF. Für viele eine Überraschung, aber auch nicht ganz unerwartet: Newcomer Gerhard Obermüller stürmt nach professionellem Wahlkampf mit eindeutigen Mehrheiten ins Kirchdorfer Gemeindeamt. Sowohl als Direktkandidat siegte er (69 %) als auch mit seiner „Koasa Kraft“ wird er mit acht Mandaten bestimmende Kraft. Die bisher bestimmende Bürgermeisterliste musste hingegen eine herbe Niederlage hinnehmen – sie rutschte auf drei Mandate ab, Maria Braito fiel in der Direktwahl mit 17,17 % durch.

> BEZIRK. Die im Vorjahr nach dem vorzeitigen Rückzug ihrer Vorgänger ins Amt gekommenen Ortschefs in Hochfilzen, Fieberbrunn und Kössen (Konrad Walk, Walter Astner, Vinzenz Schlechter) wurden bei ihrer ersten Direktwahl im Amt bestätigt.

> KITZBÜHEL. Trotz des Verlusts von zwei Sitzen (2010 gab es mit zwölf Mandaten einen Erdrutschsieg, Anm. d. Red.) zeigte sich die Stadt-ÖVP mit Bgm. Klaus Winkler zufrieden. Sie behält die absolute Mehrheit im Rathaus, Winkler wurde mit knapp 60 % im Amt bestätigt. Die oppositionellen Gruppen konnten damit ihr eigentliches Wahlziel – „Brechen der aboluten Macht“ – nicht erreichen. Grüne und FPÖ schafften den Wiedereinzug in den Gemeinderat.

Fotos: Archiv, Kogler, ServusTV, ÖVP, Gemeinden, Tourismusverbände, privat, Mitarbeiter Bezirksblätter

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