Grüne Tirol
One Mobility Ticket soll Straßen in Tirol entlasten

Grüne-Bezirkssprecher Matthias Schroll und NR Barbara Neßler bei der Pressekonferenz in Kitzbühel. | Foto: Johanna Bamberger
3Bilder
  • Grüne-Bezirkssprecher Matthias Schroll und NR Barbara Neßler bei der Pressekonferenz in Kitzbühel.
  • Foto: Johanna Bamberger
  • hochgeladen von Johanna Bamberger

Grüne fordern entschlossene Kurskorrektur angesichts der aktuellen Herausforderungen des Massentourismus in Tirol und der zunehmenden Belastungen für die Einheimischen.

KITZBÜHEL. Bei einer Pressekonferenz in Kitzbühel machten Grünen-Bezirkssprecher Matthias Schroll und Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler darauf aufmerksam, dass der Tourismus in Tirol vielerorts an seine Belastungsgrenzen stößt. Die beiden Politiker fordern von der Landesregierung zukunftsorientierte Lösungen, von denen vor allem die einheimische Bevölkerung profitieren soll.

Budgetäre Kürzungen verschärfen Probleme

Schroll sieht akuten Handlungsbedarf beim Thema Verkehr und verweist auf "verstopfte Straßen und überfüllte Parkplätze. "Der touristische Individualverkehr ist eine Zumutung für die lokale Bevölkerung. Wenn Einheimische und Gäste gleichermaßen im Stau stehen, läuft etwas grundsätzlich falsch", so der Bezirkssprecher. Als problematisch sehen Schroll und Neßler vor allem die budgetäre Kürzung beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Konkrete Beispiele im Bezirk Kitzbühel sind die weiterhin fehlende öffentliche Buslinie 863 von Hopfgarten nach Penningberg und Niederau (Gemeinde Wildschönau, Anm.) sowie des Ortsbusses in St. Johann

Mobilitätsabgabe soll eingeführt werden

Neßler und Schroll appellieren an die Landesregierung, Verantwortung für die vorherrschende Situation zu übernehmen. "Die Tiroler Landesregierung hat alle Möglichkeiten, den öffentlichen Verkehr auszubauen und damit eine echte Entlastung zu schaffen – sowohl finanziell als auch ökologisch. Die Lösung liegt auf dem Tisch: das One Mobility Ticket, wie es bereits in Salzburg eingeführt wurde", so Neßler. Auch in Kärnten sei das Ticket bereits eingeführt worden.
Zusätzlich zur Aufenthaltsabgabe müsste für das One Mobility Ticket eine weitere Mobilitätsabgabe entrichtet werden. Die Preise würden sich in jedem Jahr (bis zu einem Höchstsatz, Anm.) erhöhen. "Mit dieser Abgabe würden Touristinnen und Touristen einen fairen Beitrag zu mehr Lebensqualität leisten. Statt mit dem Auto durch die Täler zu fahren und die Straßen zu überlasten, können sie bequem Bus und Bahn nutzen – finanziert durch die Mobilitätsabgabe", so die Nationalratsabgeordnete weiter. "Die Einheimischen würden somit doppelt profitieren, einerseits von entlasteten Straßen und andererseits von einem besser ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz, denn die Abgaben könnten auch für den Ausbau verwendet werden."
Die beiden Politiker rechnen naturgemäß mit Gegenwind von diversen Seiten, sehen aber am Beispiel Salzburgs, dass das Ticket nach einer Anlaufphase gut angenommen wird.

Nachhaltige Lösungen gefordert

Schroll und Neßler sind sich einig, dass damit die Probleme des Massentourismus nicht gelöst werden können, das One Mobility Ticket aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre. "Es braucht nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen. Jetzt ist die Tiroler Landesregierung am Zug."

Über das One Mobility Ticket

Das One Mobility Ticket würde die Nutzung sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel im Bundesland ermöglichen. Mittels Pre-Check-In könnten Übernachtungsgäste das Ticket bereits für ihre Anreise innerhalb des Bundeslands Tirol nutzen.

Wäre die Einführung des One Mobility Tickets eine sinnvolle Idee?

Mehr zum Thema:

Zwei Kassenärzte für rund 30.000 Frauen im Bezirk Kitzbühel
Grüne-Bezirkssprecher Matthias Schroll und NR Barbara Neßler bei der Pressekonferenz in Kitzbühel. | Foto: Johanna Bamberger
Mit der Mobilitätsabgabe soll unter anderem das Öffi-Netz ausgebaut werden. | Foto: Postbus
Grüne-Bezirkssprecher Matthias Schroll bemängelte den fehlenden Ortsbus in St. Johann. | Foto: Klaus Kogler
Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den MeinBezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Nächstes Jahr eröffnet Lilis Welt im Wiener Prater eine neue Hochschaubahn. Wenn man bei deren Namensgebung hilft, kann man tolle Preise gewinnen, an erster Stelle eine Mitfahrt bei der Premierenfahrt der Bahn. | Foto: Lilis Welt
1 9

Exklusives Gewinnspiel Wiener Prater
Die Familien-Hochschaubahn von Lilis Welt sucht Namen – und ihr könnt gewinnen!

Spaß für Groß und Klein mit der neuen Hochschaubahn von Lilis Welt im Wiener Prater. Noch sucht man nach einem Namen für die Bahn: Wer hier einen tollen Vorschlag macht, kann gewinnen! Sie wird in die Fußstapfen der alten Super 8 Bahn treten und verzaubert mit Lokomotivwaggons, die an die klassische Liliputbahn erinnern. Besonders gespannt dürfen jüngere Kinder auf die Eröffnung im Frühjahr 2027 sein, denn die Familien Hochschaubahn ist schon ab einer Körpergröße von 1 Meter geöffnet. Die Bahn...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Anzeige
Im REHA Zentrum Münster werden Menschen mit Multipler Sklerose von einem multidisziplinären Team begleitet – mit dem Ziel, Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten | Foto: REHA Zentrum Münster
3

REHA
Wie Rehabilitation Menschen mit Multipler Sklerose zu mehr Selbstständigkeit verhilft

Multiple Sklerose verändert das Leben oft von einem Tag auf den anderen. Gerade junge Menschen trifft die Diagnose häufig in einer Phase, in der Ausbildung, Beruf und Familienplanung im Mittelpunkt stehen. Welche Rolle Rehabilitation dabei spielt, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu sichern, zeigt das REHA Zentrum Münster. Dort werden jährlich bis zu 300 MS-Patient:innen auf ihrem Weg zurück in einen aktiven Alltag begleitet. Wenn nichts mehr selbstverständlich istSehstörungen,...

  • Tirol
  • Werbung MeinBezirk Tirol
Die wichtigsten News direkt auf dein Handy.  | Foto: MeinBezirk Tirol
1 4

Service
Die Nachrichten des Tages im WhatsApp Kanal "MeinBezirk Tirol"

MeinBezirk Tirol ist auf WhatsApp! Abonniere unseren Kanal MeinBezirk Tirol und erhalte die News aus deiner Region direkt aufs Handy. TIROL. Ab sofort kannst du dich direkt über WhatsApp mit uns verbinden, um die neuesten Nachrichten, Geschichten und Updates aus Tirol zu erhalten. Egal, ob es um lokale Ereignisse, wichtige Ankündigungen oder inspirierende Geschichten geht - wir bringen sie direkt auf dein Handy! Um unserem WhatsApp-Kanal beizutreten, musst du nur folgende Schritte ausführen: ...

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.