Gerbertreffen in Scheffau und Itter
Die Branche schrumpft, die Auflagen wachsen
- Wolfgang Muth, WK-Innung, Andreas Meyer, Verband der Deutschen Lederindustrie, Martin Trenkwalder, LH Anton Mattle.
- Foto: Eberharter
- hochgeladen von Klaus Kogler
Im Jahr 1946 hat es in Österreich rund 1.300 Gerbereibetriebe gegeben, heute sind es nur noch 119, fünf davon in Tirol.
ITTER, SCHEFFAU. Zu den fünf Tiroler Gerbereibetrieben zählt die Firma Trenkwalder, die in Itter ihren Firmensitz und in Scheffau den Betrieb hat.
Mitte September trafen sich etwa 50 Gerber aus Österreich und Deutschland zum gegenseitigen Austausch.
„Was wäre die ganze Trachtenwelt ohne Gerber“,
erklärte LH Anton Mattle im Kreis der Unternehmer. Er betonte auch, dass häufig nur von Start-ups die Rede sei, dass aber die Familienbetriebe diejenigen seien, die das Land am Laufen halten.
MartinTrenkwalder, Berufsgruppen-Obmann der Gerber, weiß, dass all die bestehenden Betriebe Nischen gefunden haben, um weiterhin bestehen zu können. Denn in vielen Bereichen machen ihnen Billigimporte aus asiatischen Ländern das Leben schwer. Angesichts dessen appellierte der Landeshauptmann, dass man sich weiterhin in der Berufsgruppe engagieren sollte, denn allein sei es noch schwieriger, die Interessen der Branche durchzubringen.
In den vergangenen Jahren haben die Gerber enorme umwelttechnische Auflagen erfüllt, um weiter arbeiten zu können. Momentan macht ihnen das Lieferkettengesetz zu schaffen. (be)
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