09.01.2018, 09:00 Uhr

Formel-1-Hör-Botschafter

Lukas Schinko und Mika Häkkinen standen auch im Einzelgesprächh Rede und Antwort.

Ein Kamingespräch mit Mika Häkkinen und Neuroth-CEO Lukas Schinko in Kitzbühel.

KITZBÜHEL/GRAZ (niko). Österreichs ältestes und führendes Hörakustikunternehmen Neuroth, 1907 in Wien gegründet und heute in der Steiermark ansässig, wurde aim Dezember 110 Jahre alt. Mit über 240 Fachinstituten und 1.200 Mitarbeitern in sieben Ländern hat sich das Familienunternehmen, das in vierter Generation von CEO Lukas Schinko geführt wird, zu einem der führend Hörgeräte- und Gehörschutzanbietern in Europa entwickelt.

Zum Firmenjubiläum wurden alle Neuroth-Mitarbeiter nach Kitzbühel eingeladen. Kitzbühel habe sich wegen der zentralen Lage in Europa dafür angeboten. Dabei wurde als Höhepunkt der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen als neuer Hör-Botschafter des Unternehmens präsentiert – wir berichteten.
Wir trafen die beiden beim Kamin- und Hintergrundgespräch.

Mehr Lebensqualität

"Wir können mit unseren Produkten, die ständig weiterentwickelt und besser werden, ein Stück Lebensqualität zurückgeben", so Schinko. Neuroth will weiter wachsen, wobei Häkkinen helfen soll. "Seine persönliche Hörgeschichte soll dazu beitragen, Hörgeräte weiter zu entstigmatisieren", betont Schinko. Häkkinens Hörminderung geht auf einen Formel-1-Unfall 1995 zurück. "Ich habe das als Herausforderung gesehen. Mein Hörgerät hilft mir, wieder normal mit Familie, Freunden und Kollegen zu kommunzieren", erklärt der 49-jährige Finne, "moderne Hörgeräte sind mit einem Formel-1-Boliden vergleichbar; es steht enorm viel High-Tech drin. Man muss nur das richtige individuelle Setup finden. Bei Neuroth ist man dabei bestens beraten."

Hörgeräte seien heute technische und Design-Wunderwerke, die zu neuer Lebensqualität helfen. "Wir sind stolz, vielen Menschen wieder besseres Hören ermöglichen zu können; dabei werden fast 100 % der Wertschöpfung in Österreich erwirtschaftet", so Schimko.

"Es ist schön wieder in Kitzbühel zu sein; ich war schön öfter hier, vor allem bei den Hahnenkammrennen; durch meinen eigenen Hörverlust habe ich erkannt, wie wichtig dieser Sinn für den Menschen ist; ich bin stolz, nun Teil dieses führenden Unternehmens zu sein, Teil dessen Geschichte zu sein", streute Häkkinen akustische Rosen für Neuroth. Er wolle dem Produkt "Hörgerät" ein besseres Image geben. "Die Geräte werden immer besser und kleiner und mit der Digitalisierung noch vielseitiger und gut ins Leben integrierbar. Die kleinen Dinger werden ja am Ohr individuell angepasst", schwärmt "Flying Finn".

Vom Kart zur Formel 1

Häkkinen hat mit fünf Jahren im Kart mit dem Motorsport begonnen; die Karriere führte in in die Formel 1, zu 20 Siegen und zwei Weltmeistertiteln. Nach seinem Unfall 1995 mit Gehörverlust kam er mit Neuroth in Kontakt. Schon neun Jahre zuvor hatte er in Kitzbühel einen Neuroth-Vertreter kennengelernt. Der Kreis schloss sich. Heute habe man den gemeinsamen Weg erkannt, Mika wurde Hör-Botschafter.

"In der Formel 1 hat man ein großes Team, alles ist ein komplexes System. Wie im Rennsport kann ich jetzt Neuroth Feed-back geben; auch hier geht es um High Tech", zieht der Finne Vergleiche. Ob er noch Pläne in der Formel 1 habe? "Nein, es war eine schöne Zeit, das ist aber Geschichte! Ich bin noch für McLaren tätig, das ist alles. Auch TV-Kommentaror will ich nicht werden, ich rede zu langsam, da schlafen die Leute nur ein", schmunzelt der sympatische Botschafter.

Mika Häkkinen

> Geboren am 28. 9. 1968 in Vantaa, FIN)– auch „The Flying Finn” genannt; einer der beliebtesten und erfolgreichsten Formel-1-Fahrern aller Zeiten. Der Finne wurde 1998 und 1999 Weltmeister.
Heute ist Häkkinen, der in Monaco lebt, u. a. im Fahrermanagement und für McLaren tätig.

Fotos: Kogler, Neuroth (1)
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