22.06.2017, 11:08 Uhr

Speicherseen für die Beschneiung nötig

Die Speicherseen sind im Sommer zu Ausflugszielen geworden (Bild: Mösern, Steinplatte Waidring).

Bergbahnen investierten enorme Summen in Schneeanlagen und Seen

BEZIRK/KITZBÜHEL. 1893 sind erste Skifahrten von Franz Reisch am Kitzbüheler Horn dokumentiert. 1929 wurde die Hahnenkammbahn eröffnet (erste Gondelbahn Österreichs), 1931 begann die Historie der Hahnenkammrennen.

1993 begann für die Bergbahn AG das "Schneeanlagen-Zeitalter" mit der ersten Beschneiungsanlage "Streif". Bis 2001 wurde die Anlage stetig erweitert und drei Speicherseen gebaut. 2005 kam der Spiechersee Resterhöhe dazu, 2008 folgte der Bau der Speicherseen Jochberg/Wagstätt und Usterkar. 2009 wurde der Speichersee Gaisberg gebaut, 2010 folgte der große See Seidlalm II (Gesamtfassungsvermögen 115.000 m3). 2014 wurde die Schneeanlage Brunn inklusive Speicherteich "Niederl" errichtet. Im Vorjahr schließlich wurde für die neue Beschneiung am Kitzbüheler Horn der Speichersee Hornköpfl (110.000 m3) gebaut.

Ohne Wasser für die "künstliche" bzw. technische Beschneiung und die dazugehörigen Speicherteiche geht's heute nicht mehr. Neben den Kitzbüheler Seilbahnern haben auch alle anderen Bergbahnunternehmen im Bezirk seit den 1990er-Jahren enorme Summen in die Errichtung und Erweiterung von Schneeanlagen samt Speicherseen investiert. Die vielen künstlichen Seen sind inzwischen auch beliebte Ausflugsziele am Berg in der touristischen Sommersaison.
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