Schwimmbäder
Wörgl und Münster warten auf Entscheidung des Bäderbeirates
- Für das geplante Regionalbad in Wörgl und die Sanierung des Freischwimmbads Münster stehen wichtige Förderentscheidungen noch aus.
- Foto: Pixabay (Symbolfoto)
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Ob neues Regionalbad oder Sanierung des Freibads: Die nächste Sitzung des Tiroler Bäderbeirats ist für zwei wichtige Schwimmprojekte im Bezirk Kufstein von großer Bedeutung. Die Gemeinden brauchen Klarheit über die mögliche Landesförderung, um ihre Vorhaben weiter voranzutreiben.
WÖRGL/MÜNSTER. Bei der Schwimminfrastruktur im Bezirk Kufstein stehen wichtige Entscheidungen an. In Wörgl soll ein neues Regionalbad entstehen, in Münster ist die Sanierung des bestehenden Freischwimmbads geplant. Beide Projekte wurden bereits im Frühling dem Tiroler Bäderbeirat vorgestellt. Eine endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus.
Regionalbad Wörgl
Seit der Schließung der Wörgler Wasserwelt Wave fehlt in Wörgl eine ganzjährige Schwimmmöglichkeit, die auch die umliegenden Gemeinden nutzen können. Das Regionalbad soll diese Lücke schließen. Vorgesehen sind ein Hallenbad, ein Freibad und weitere Freizeitangebote. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 28 Millionen Euro. Das Bad soll Schulen, Vereinen und der Bevölkerung aus Wörgl und den umliegenden Gemeinden zur Verfügung stehen. Wie wichtig die Landesförderung für das Vorhaben ist, zeigt der Finanzierungsplan: Wörgl rechnet mit einer umfangreichen Unterstützung aus dem Tiroler Bädertopf. Weiters soll das Regionalbad mit der Beteiligung der umliegenden Gemeinden finanziert werden. Eine Entscheidung des Bäderbeirats ist daher ein wichtiger Schritt, um das Projekt weiter voranzubringen.
- Außenansicht des geplanten Regionalbades.
- Foto: Haselsberger Architekten
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Sanierung Freibad Münster
Das in den 1970er-Jahren errichtete Freischwimmbad soll umfassend modernisiert werden. Geplant sind unter anderem eine Erneuerung der technischen Anlagen und Sanierungsarbeiten an den Kabinen. Die Gemeinde rechnet mit Investitionen von rund 7,1 Millionen Euro. Das Bad zählt nach eigenen Angaben jährlich etwa 16.000 Eintritte und ist vor allem für Familien ein wichtiger Treffpunkt im Sommer. Der Beginn der Sanierungsarbeiten ist derzeit für Herbst 2027 vorgesehen. Auch dieses Projekt wurde dem Bäderbeirat vorgelegt. Bei seiner Sitzung Ende Mai 2026 hielt das Land Tirol fest, dass die Sanierung des Freischwimmbads Münster ebenso wie der Neubau des Regionalbads Wörgl nach Vorliegen der vollständigen Kosten- und Finanzierungsunterlagen bei einer folgenden Sitzung abschließend geprüft werden soll.
Förderentscheidung als nächster Schritt
Über den Tiroler Bädertopf stehen bis 2030 insgesamt 75 Millionen Euro für Neubau, Sanierung und Erhalt von Schwimmanlagen zur Verfügung. Bei Neubauten von Hallenbädern können bis zu 55 Prozent der förderbaren Kosten übernommen werden, bei der Sanierung von Freibädern bis zu 20 Prozent. Der Bäderbeirat bewertet die Ansuchen und gibt Förderempfehlungen ab; die endgültige Entscheidung trifft die Landesregierung. Für Wörgl und Münster ist die nächste Befassung des Bäderbeirats deshalb ein wichtiger Schritt. Beide Gemeinden benötigen eine verlässliche Grundlage, um ihre Projekte weiterzuentwickeln und die Finanzierung zu sichern. Wann die endgültigen Entscheidungen fallen, bleibt abzuwarten.
Dringlichkeitsantrag für Ladtagssitzung
Wie in einer Presseaussendung verkündet, möchte der FPÖ-Landtagsklub für die November-Landtagssitzung, die von 4. bis 6. November stattfindet, einen Dringlichkeitsantrag einbringen. Darin wird eine neuerliche Befassung des Bäderbeirats mit Wörgl und Münster bis Jahresende sowie anschließend rasche Förderentscheidungen gefordert.
„Die Planungen für das Regionalbad Wörgl sind weit fortgeschritten, die veranschlagten Kosten liegen bei rund 28 Millionen Euro. Gleichzeitig wartet auch das Freischwimmbad Münster auf eine Entscheidung. Die Bäderstudie des Landes zeigt den dringenden Handlungsbedarf: Während tirolweit 85 Prozent der Schulen innerhalb von 20 Minuten ein Hallenbad erreichen, sind es im Bezirk Kufstein lediglich 68 Prozent. Nur die Bezirke Imst und Landeck schneiden hier noch schlechter ab. Jede weitere Verzögerung gefährdet den Projektfortschritt“, so Landtagsabgeordneter und Kramsachs Bürgermeister Andreas Gang.
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