Mehrwert für Kufstein
FH Student analysierte Elektromobilität im Bezirk

Ein Kufsteiner FH-Student erforschte im Rahmen seiner Bachelorarbeit Elektromobilität im Bezirk Kufstein. Das daraus resultierende wirtschaftliche Modell soll nach Fertigstellung im Bezirk auch eingesetzt werden.
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Studierender der FH Kufstein Tirol erstellte eine maßgeschneiderte wirtschaftliche Analyse für den Bezirk Kufstein. Er sah sich an, wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos in Zukunft funktionieren kann. 

WÖRGL, KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN (red). Lukas Höck erforschte im Rahmen seiner Bachelorarbeit den Status Quo der Elektromobilität und nahm sich dabei Wörgl als Modellstadt. Als baldiger Energiewirtschaft-Absolvent gibt er einen Einblick in seine Abschlussarbeit und zeigt die Zukunftschancen sowie Herausforderungen der E-Mobilität auf.
Das Thema seiner Bachelorarbeit wählte Höck in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Wörgl GmbH, wo er als Projektassistent der Innovations- und Nachhaltigkeitsabteilung tätig ist. Peter Teuschel von den Stadtwerken Wörgl und Woyke Wolfgang, Professor für Energiewirtschaft an der Kufsteiner Fachhochschule, betreuten die Arbeit. „Der Geschäftsführer, Mag. (Fh) Reinhard Jennewein, hat mich richtungsgebend zu meinem Thema geführt, denn er besitzt nicht nur die Fähigkeit Trends früh zu erkennen und richtig zu bewerten, sondern durch seine geschärfte Weitsicht auch Entwicklungen vorherzusehen. Anhand einer Case Study wurde das Potenzial dieses Themenbereiches erhoben und die Weichen für den Start der Arbeit gestellt“, berichtet Höck dankbar von der guten Zusammenarbeit.

Besonderheit der Abschlussarbeit

In der Arbeit beschreibt Höck vorweg den aktuellen Stand der Technik der Elektromobilität in Österreich und geht auf Antriebskonzepte und Akkumulatoren genau ein. Anhand mehrerer Datenauswertungen wurde auch das durchschnittliche Wörgler Mehrpersonenhaus erörtert. Mit Modelllastflussberechnungen erhob Höck etwaige Netzauswirkungen. Er untersuchte im Hauptteil seiner Arbeit die Wirtschaftlichkeit des "Ladeinfrastruktur-Contractings" – wie also diese Infrastruktur bereitgestellt werden kann und sich dabei "rechnen" könnte. 
„Der Ausbau an bedarfsgerechter Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge muss mit dem E-Fahrzeug-Bestand einhergehen oder im besten Fall vorauseilen", sagt Höck. Dabei werden zusätzliche Anforderungen durch die steigenden Fahrzeugzahlen an das Stromnetz gestellt. Netzbetreiber seien in der Pflicht, dieses Nachfragenovum richtig zu beurteilen und zu adaptieren. Die Integration der Ladeinfrastruktur in das bestehende Verteilnetz biete großes Potenzial.

„Infolge meiner Recherche bin ich davon überzeugt, dass sich unser gewohntes Straßenbild stark ändern wird, denn der Verkehrssektor in Österreich zählt zu den größten Emittenten von Treibhausgas-Emissionen. Sofern sich die Akkutechnologien samt Recyclingmaßnahmen weiterentwickeln, der Abbau an Rohstoffen für die Batterieherstellung nachhaltig gestalten lässt und die Bewusstseinsbildung voranschreitet, wird sich meiner Meinung nach die Elektromobilität etablieren. Die Fahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten wie z.B. Elektro- und Wasserstofffahrzeuge, bieten uns die Möglichkeit mit sauberer Energie eine Strecke ohne jeglichen Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen zurückzulegen. Es wäre wünschenswert, wenn das E-Car im Automobilsektor zukünftig eine ähnliche Marktdurchdringung wie das E-Bike in der Fahrradbranche erreicht“,

sagt Lukas Höck.

Mehrwert für den Kufsteiner Bezirk

Das wirtschaftliche Modell von Höck soll nach Fertigstellung im Bezirk Kufstein und später im Tiroler Unterland auch eingesetzt werden. „Ziel dieser Arbeit war, darzustellen, welche technischen Auswirkungen die Elektromobilität auf das öffentliche Stromnetz in Wörgl hat. Dabei wurde das Augenmerk auf die Leistungs- und Energiezunahme gelegt. Das untersuchte Geschäftsmodell kann ein zusätzliches Standbein der österreichischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen bieten und den Ausbau der Elektromobilität fördern. Dabei wurde eine maßgeschneiderte wirtschaftliche Analyse über den Bezirk Kufstein angefertigt“, resümiert Höck seine Bachelorarbeit.

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Ein Kufsteiner FH-Student erforschte im Rahmen seiner Bachelorarbeit Elektromobilität im Bezirk Kufstein. Das daraus resultierende wirtschaftliche Modell soll nach Fertigstellung im Bezirk auch eingesetzt werden.
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