05.05.2018, 18:56 Uhr

Katastrophenübung zwischen Bruckhäusl und Kelchsau – mit Video

Samariter, Johanniter, Malteser und Rotes Kreuz bei der Heli-Einschulung in Kirchbichl.

Starkregen & Muren – Samariterbund, Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, das Bundesheer, zahlreiche Feuerwehren, Bergwacht und die Tiroler Polizei übten gemeinsam.

BEZIRK (nos). Von Kirchbichl bis Hopfgarten war am Samstag, dem 5. Mai, ein großes Aufkommen an Blaulichtorganisationen zu beobachten. Grund dafür war eine "Landeskatastrophenübung" des Samariterbund Tirol, zu der auch Feuerwehren, Bundesheer, Polizei und die weiteren Tiroler Rettungsdienste geladen waren. Die Szenarien in und um Hopfgarten und die Kelchsau wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Rotkreuz-Bezirksrettungskommando Kitzbühel auf die Beine gestellt.

Annehmen mussten die Retter ein Starkregenereignis in der Region, bei dem es zu einigen Hangrutschen und Vermurungen gekommen war. So war in Bruckhäusl ein ganzer Straßenzug von einem Hangrutsch bedroht und musste evakuiert werden, nachdem ein erster Drohnenflug der Feuerwehr die Gefahrensituation aufzeigte. Mit dem angeforderten Polizeihubschrauber wurde der Hang vom Landesgeologen in Augenschein genommen.
In die Kelchsau kamen die Retter auf dem Straßenweg gar nicht mehr, eine Luftbrücke musste eingerichtet werden. Dafür wurden Hubschrauber des Bundesheeres angefordert.
Die Evakuierten wurden in Sanitätshilfsstellen versorgt und betreut. Die Rotkreuz-Sondereinsatzgruppe "Versorgung" kümmerte sich mit ihrer Feldküche um die Verpflegung der Retter und Betroffenen in Hopfgarten. Insgesamt 70 – gespielte – Betroffene waren an den beiden Orten zu betreuen.
In beiden Gemeinden trafen auch die Gemeindeeinsatzleitungen unter Federführung der Bürgermeister zusammen und trainierten den Ernstfall mit den Katastrophenhilfe-Experten.

Übungsziel, so Robert Lauf (Samariterbund), war die Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen den zahlreichen Organisationen sowie über die Bezirksgrenzen hinweg. Auch einige Interessierte und Schaulustige fanden sich an den Übungsräumen ein, um sich ein Bild von der Schlagkraft der Unterländer Katastrophenhelfer und den verschiedenen Hubschraubertypen zu machen.

Hier ein kleines Video vom Samstag

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