18.10.2016, 21:06 Uhr

"Mit Lehrabschluss auf die FH"

Von links: Landtagspräsident Viktor Sigl, Landeshauptmann-Stellvertreter und Bildungsreferent Thomas Stelzer, Landeshauptmann Josef Pühringer, Ramona Uhl (Professorin der Pädagogischen Hochschule OÖ), Wirtschaftslandesrat Michael Strugl und Thomas Mayr (Geschäftsführer ibw). (Foto: Land OÖ/Kraml)
OÖ. Nachwuchssorgen in den Betrieben: Jedes Jahr entscheiden sich 14.000 15-jährige Jugendliche in OÖ, welchen Ausbildungsweg sie einschlagen. Immer weniger beginnen eine Lehre. "Sie ist jedoch das Rückgrat der Fachkräfteausbildung, und damit auch für den Standort Oberösterreich von großer Bedeutung", sagte Landtagspräsident Viktor Sigl beim Symposium des Oö. Landtags zum Thema "Duale Ausbildung". Schauplatz der Veranstaltung war der Leitbetrieb Engel in Schwertberg, einer der Top-Lehrlingsausbildner des Landes.

Mehr Anerkennung für Fachkräfte

Das schlechte Image der Lehre kritisierte Bildungsreferent Thomas Stelzer: "Viele Lehrlinge fühlen sich in der Heimat nicht ausreichend wertgeschätzt. Solange eine gut ausgebildete Fachkraft nicht die gleiche Anerkennung erfährt wie schulisch ausgebildete, wird sich der Fachkräfteschwund fortsetzen." Dabei würde Oberösterreich "von Delegationen überrannt, die sich unser System ansehen", erklärte Referent Thomas Mayr, Geschäftsführer des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft. Seine Vision ist, dass Lehrlingen auch Bildungspfade an die Fachhochschulen offenstehen. Dies würde den Lehrberuf attraktivieren. "Es sollte mit einer Lehrlingsausbildung auch ein FH-Studium möglich sein. In der Berufspraxis sind Lehrlinge den Maturanten überlegen. Hier sollte das System ansetzen." Zusätzlich könne man durch eigene Maturantenklassen in den Berufsschulen die Lehre für eine neue Zielgruppe attraktiv machen: Nämlich für jene, die sich erst nach der Matura für so eine Ausbildung entscheiden.
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