Vollversammlung
Herausforderndes Jahr für den TVB St. Anton am Arlberg

Die Vollversammlung des TVB St. Anton am Arlberg wurde am 1. Dezember mit einem Covid-Sicherheitskonzept und 2G im Arlbergsaal durchgeführt.
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ST. ANTON AM ARLBERG (otko). Die Corona-Krise sorgt beim TVB St. Anton am Arlberg für eine angespannte finanzielle Situation. Trotzdem werden die richtigen Maßnahmen für eine positive Weiterentwicklung gesetzt.

Winter war wirtschaftliche Katastrophe

Zur Vollversammlung des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg am 1. Dezember hatten rund 50 Mitglieder den Weg in den Arlbergsaal gefunden. Es galt 2G und ein Covid-Sicherheitskonzept. Weitere 70 Mitglieder verfolgten die Versammlung, die nur knapp etwas über eine Stunde dauerte, via Livestream. Der Verband umfasst die vier Stanzertaler Gemeinden St. Anton am Arlberg, Pettneu, Flirsch und Strengen.
TVB-Obmann Josef Chodakosky blickte auf ein herausforderndes Jahr für den Tourismus zurück.

"Der letzte Winter war eine wirtschaftliche Katastrophe. Lockdown und ein Einreiseverbot sorgten für einen Nächtigungsrückgang von 99,1 Prozent. Ein Lichtblick war der herausragende Service der Arlberger Bergbahnen – wir hatten quasi ein Privatskigebiet für Einheimische. Auch die Loipen und Winterwanderwege waren perfekt präpariert."

TVB-Obmann Josef Chodakowsky: "Der letzte Winter war eine wirtschaftliche Katastrophe. Lockdown und ein Einreiseverbot sorgten für einen Nächtigungsrückgang von 99,1 Prozent."
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Positive Zeichen seien der Sportgipfel und der Ski-Weltcup der Damen
im Jänner gewesen. Für eine große Medienresonanz sorgte auch die "Aktion Schneemänner für Afrika". 200 Schneemänner wurden gebaut und 22.000 Euro gespendet.

"Einem ungewöhnlichen Winter folgte dann ein erfolgreicher Sommer in der Gesamtregion mit 269.287 Nächtigigungen, was ein Plus von 21,8 Prozent bedeutet. Bei den Ankünften gab es eine Steigerung von 24,6 Prozent. Allen voran aus dem deutschsprachigen Raum und den Niederlanden sowie Israel gab es Zuwächse. Der Sommertourismus nimmt langsam Fahrt auf",

zeigte sich Chodakosky erfreut.

TVB-Obmann Chodakowsky: "Wir sind aber nicht pleite, sondern setzen die richtigen Maßnahmen für eine positive Weiterentwicklung der Region."
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Chodakowsky: "Wir sind nicht pleite"

Wie auch bei anderen Tourismusverbänden ist die Finanzsituation angespannt. Allein der Busbetrieb für das ganze Tal kostet 900.000 Euro, in die Sommerkarte fließen 700.000 Euro und die Zuschüsse für die Fremdenverkehrsförderungs GmbH betragen 600.000 Euro.

"Die Erhaltung der Infrastruktur verschlingt viel Geld. Nach 20 schwierigen Monaten ist die Lage sehr angespannt. Das Budgeminus für 2022 beträgt 1,5 Millionen Euro. Das kommende Jahr wird entscheidend – ohne Steigerung der Einnahmen, d. h. eine Wintersaison, müssen wir über weitere Maßnahmen entscheiden",

betonte der TVB-Obmann. Diese reichen von einer Kurtaxenerhöhung bis hin zur Veräußerung des Familiensilbers.

"Wir sind aber nicht pleite, sondern setzen die richtigen Maßnahmen für eine positive Weiterentwicklung der Region. Dies geht aber nur gemeinsam und ein Miteinander ist daher wichtig",

stelle Chodakowsky klar.

AR-Vorsitzender Richard Walter
  • AR-Vorsitzender Richard Walter
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Einstimmig beschlossen wurde nach dem Bericht des AR-Vorsitzendenden Richard Walter der Jahresabschlusses 2020 mit einem Bilanzgewinn von 87.000 Euro. Dieser kam durch Einsparungen im laufenden Betrieb und durch die Förderungen des Landes Tirol zustande.

TVB-Direktor Martin Ebster: "Wir sind alle in einer Warteschleife und warten auf die Entscheidungen der Politik."
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Déjà-vu mit fehlender Planbarkeit

Für TVB-Direktor Martin Ebster wäre alles startklar für eine Wintersaison:

"Wir sind alle in einer Warteschleife und warten auf die Entscheidungen der Politik. Der Start der Saison wird auch in unseren Hauptmärkten entschieden - in einigen Ländern verschärft sich gerade die Corona-Situation."

Im Moment sei eine große Verunsicherung der Wintergäste spürbar. Die große Nachfrage und die Buchungen seien mit dem Lockdown in Österreich beendet worden. Zudem habe dieser der Schweiz geholfen, ihr Mitarbeiterproblem im Tourismus zu lösen.

Erfolgreiche Sommer-Veranstaltungen

In Sachen Veranstaltungen musste der TVB St. Anton am Arlberg im abgelaufenen Sommer einiges absagen. Erfolgreich durchgeführt wurden das E-Bike-Fest, der Montafon Arlberg Marathon, der Arlberg Giro sowie das Mountain Yoga Festival. Dazu kam noch der Trans Alpine Run. Die Sommerkarte wurde von 72.001 Gästen genutzt und 1.090 Aktivitäten durchgeführt. "Der Verkauf der Premiummarke konnte gegenüber 2020 verdoppelt werden. Ab 2023 wird es nur mehr eine digitale Sommerkarte geben", informierte Ebster.

Vorschau für das Jahr 2022

Auch für das kommenden Jahr ist einiges geplant. "2022 muss aber bei Veranstaltungen jedes Mal der Aufsichtsrat und der Vorstand entscheiden, ob es sich finanziell ausgeht", verweist der TVB-Direktor. Noch nicht sicher ist, ober der Sportgipfel im Jänner 2022 wieder stattfinden. Am 27. und 28. Jänner gibt es zwei Europacup-Abfahrten der Damen, die als Voraussetzung für den Damen-Weltcup am 14. und 15. Jänner 2023 dienen. Vom 18. bis 26. Jänner 2023 findet auch die Junioren-WM statt. Geplant ist auch "New Orleans meets Snow" vom 8 bis 10. April in einer abgespeckten Version sowie als Saisons-Highlight "Der Weisse Rausch" am 23. April.



Im Sommer 2022 soll das E-Bike-Festival auf neue Beine gestellt werden. Geplant sind auch wieder der Arlberg Montafon Marathon, das Filmfest St. Anton, das Mountain Yoga Festival und das Line-Dance-Festival. Auch die 11. Auflage des Arlberg Giros wird am 30./31. Juli durchgeführt.

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