Serfauser Wolfs-Petition
Pfurtscheller: „Schnelle Hilfe für Almbauern dringend nötig“

Die Tiroler ÖVP-Nationalräte Hermann Gahr, Liesi Pfurtscheller und Josef Hechenberger (v.l.). mit der Serfauser Wolfs-Petition.
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  • Die Tiroler ÖVP-Nationalräte Hermann Gahr, Liesi Pfurtscheller und Josef Hechenberger (v.l.). mit der Serfauser Wolfs-Petition.
  • Foto: Silvia Leitner
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SERFAUS, WIEN. Die Oberländer NRin Liesi Pfurtscheller brachte gemeinsam mit Kollegen die Serfauser Wolfs-Petition zum „Schutz der Bevölkerung, der Land- und Almwirtschaft, des Tourismus und des ländlichen Raumes vor großen Beutegreifern“ ein.

Volle Unterstützung für Gemeinde und Almbauern

Dieser Tage brachte NRin Liesi Pfurtscheller gemeinsam mit ihren Kollegen Josef Hechenberger und Hermann Gahr eine Petition der Gemeinde Serfaus zum „Schutz der Bevölkerung, der Land- und Almwirtschaft, des Tourismus und des ländlichen Raumes vor großen Beutegreifern“ ein. „Die Gemeinde Serfaus sowie die Tiroler Almbauern haben hier unsere volle Unterstützung. Es braucht dringend schnelle Hilfe im Umgang mit Problemwölfen in Siedlungs- und Almgebieten“, fordert Liesi Pfurtscheller.
„In den letzten Wochen häuften sich die Meldungen über vor allem Schafsrisse durch Wölfe in mehreren Tiroler Regionen“, weiß die Oberländer Nationalratsabgeordnete. „Besonders schwer betroffen ist die Plateaugemeinde Serfaus, wo es bis heute gezählte 23 tote bzw. nicht mehr auffindbare Schafe gibt“, so die Abgeordnete weiter: „für mich also absolut verständlich, dass die Bauern am 6. Juni ihre Schafe frühzeitig von der Komperdellalm abgetrieben haben. Ihren Ruf nach Hilfe müssen wir sehr ernst nehmen, deshalb unterstützen meine zwei Kollegen und ich ihre Petition vollinhaltlich“, so Pfurtscheller.

Almabtrieb als Wolf-Notbremse

Entnahme von Problemwölfen zulassen

„Wir müssen in Gespräche mit der EU eintreten, um den Schutzstatus von Wölfen zu senken, um eine schnelle und unbürokratische Entnahme von Problemwölfen zu ermöglichen“, fordert Pfurtscheller. Der Wolf vermehrt sich rasant mit einer Reproduktionsrate von 30 Prozent, sodass in ganz Europa eine Population von 30.000 Wölfen gezählt wurde. „Deshalb fordern wir, Tirol zur wolfsfreien Zone zu erklären“, so Pfurtscheller.

DNA-Ergebnis bestätigt Wolfsverdacht in Serfaus

Land Tirol hat reagiert

Gerade in hochalpinen Almgebieten ist der Herdenschutz teilweise unmöglich oder mit sehr hohen Kosten und hohem Aufwand verbunden. Solche Hürden lassen viele Schaf- und Almbauern an der Sinnhaftigkeit einer Weiterführung ihrer Tätigkeit zweifeln. „Hier hat das Land Tirol dankenswerter Weise nun schon Fördermittel in Höhe von jeweils 500.000 Euro in den nächsten zwei Jahren vorgesehen, um die Bauern mit Beratung aber auch bei der Errichtung von Zäunen und ähnlichen Schutzmaßnahmen zu unterstützen“, freut sich Pfurtscheller.

Klärung auf EU-Ebene

„Jedoch brauchen die Bauern in unserem Land Sicherheit in Bezug auf ihre Landwirtschaft. Gerade im Tiroler Oberland ist das gute Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Tourismus, Nachhaltigkeit und Regionalität beispielgebend. Sollte ein Glied aus der Kette wegbrechen, ist die gesamte regionale Wirtschaft betroffen“, weiß Pfurtscheller, und weiter: „Deshalb gilt es, hier schnellstmöglich eine Lösung mit den Verantwortlichen in Brüssel zu finden. Meine Tiroler Kollegin Barbara Thaler (Abgeordnete zum Europäischen Parlament) befindet sich hier schon in intensiven Gesprächen und steht auch voll und ganz hinter der Tiroler Almwirtschaft“, so Pfurtscheller abschließend.

500.000 Euro zum Schutz vor großen Beutegreifern

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Die Tiroler ÖVP-Nationalräte Hermann Gahr, Liesi Pfurtscheller und Josef Hechenberger (v.l.). mit der Serfauser Wolfs-Petition.
22 tote Schafe in nur drei Wochen - Die Serfauser Schafbauern zogen die Notbremse und trieben die Tiere zurück ins Tal.
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