Tagung zum Thema "Medien machen Migrantinnen" in Leibnitz

Der Verein Freiraum lud unlängst alle Interessierten zur Tagung unter dem Motto "Medien machen Migrantinnen – Migrantinnen machen Medien" in das ZAM Leibnitz ein. Timea Rath-Vegh konnte dazu viele Frauen begrüßen. Besonders spannend war der Kurzinput von Pauline Riesel-Soumaré, die in der Antidiskriminierungsstelle Steiermark arbeitet. Sie erzählte von ihrem bewegten Leben und darüber, wie sie durch Zufall eine Talkshow im ORF Steiermark moderierte. "Gerade in den ersten Wochen bekam ich aufgrund meiner Hautfarbe nur negatives Feedback und habe mir überlegt, ob ich aufhören soll", so Riesel-Soumaré. Sie ließ sich jedoch nicht entmutigen und arbeitete weiter. Nach einem halben Jahr kam dann der Umschwung: "Plötzlich waren die Reaktionen auf mich positiv. Die Zuseher haben es letztlich als normal empfunden."

Teil der Normalität

Sie kritisiert, dass es derzeit keinen einzigen Moderator im ORF gibt, der eine schwarze Hautfarbe hat. "Es gibt sicher viele adäquate Leute, die schon hier aufgewachsen sind, die sich diesen Schritt aber nicht zu machen wagen." Generell wünscht sich Pauline Riesel-Soumaré einen sensibleren Umgang der Medien mit diesem heiklen Thema. "Viele Menschen, gerade im ländlichen Bereich, haben keinen Kontakt mit Menschen mit Migrationshintergrund oder Flüchtlingen. Daher übernehmen sie die Stereotype und Klischees, die sie sehen oder lesen."

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