WOCHE-Leser melden sich zu Wort: Fall von Tierquälerei in St. Georgen

Foto: KK

Immer wieder hört man Fälle von Tierquälerei und jedesmal ist man schockiert. Doch wenn man selbst Zeuge wird, ist man umso mehr betroffen und kann kaum glauben, dass es so etwas gibt.
So erging es meinem Mann und mir vor wenigen Tagen bei einem Radausflug in St. Georgen an der Stiefing. Wir fuhren gerade an einem Anwesen mit dazugehörigem Teich vorbei, als wir plötzlich einen Schuss in unmittelbarer Nähe hörten. Wenige Sekunden später entdeckten wir auf einer Wiese neben dem Teich einen verletzten Graureiher, der verzweifelt versuchte, mit einem offensichtlich gebrochenen Flügel wegzufliegen. Wir haben dann Herrn Helmut Rosenthaler verständigt, da er uns als Experte für Wildvögel bekannt war. Außerdem machten wir umgehend eine Anzeige bei der Polizei. Dank Herrn Rosenthaler hat der Graureiher überlebt. Er konnte den unter Naturschutz stehenden Vogel eingefangen und ließ ihn auf seine Kosten beim Tierarzt behandeln. Dem Reiher wurden mehrere Schrotkugeln entfernt und der Flügel operiert, er wird aber trotzdem nie mehr in die freie Wildbahn entlassen werden können. Nachdem gerade Brutzeit ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Jungvögel verhungern werden.
Was uns besonders ärgert, ist, dass wir zwar den Schuss gehört, nicht aber die Schussabgabe gesehen haben und selbst wenn es nur eine Person gibt, die ein Interesse am Tod des Vogels haben kann, wird dieser Fall von Tierquälerei trotz Anzeige wohl ungeahndet bleiben.
Man sieht einmal mehr, dass jede Form von Tierschutz, Umweltschutz, Klimaschutz oder Naturschutz nur solange gelebt wird, solange man nicht den geringsten Nachteil für sich in Kauf nehmen muss.

Name der Redaktion bekannt

Update: Der Vogel ist mittlerweile verstorben!

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