Kulturelle Belebung von Leerständen
Art Mine eröffnete erste Pop-Up Galerie in Trofaiach

v.li: Karin Riedl (Vorstand Art Mine), die Künstlerinnen Ren Aldridge und Naya Castillo, Stefanie Novi (Firma Pacher) und Maeve Doyle (Art Mine) bei der Eröffnung der ersten Pop-up Galerie in Trofaiach | Foto: Helga Gößwellner
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  • v.li: Karin Riedl (Vorstand Art Mine), die Künstlerinnen Ren Aldridge und Naya Castillo, Stefanie Novi (Firma Pacher) und Maeve Doyle (Art Mine) bei der Eröffnung der ersten Pop-up Galerie in Trofaiach
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Der Kunst- und Kulturverein Art Mine eröffnete im Rahmen des neuen Projekts FREI:RÄUME in den Räumlichkeiten der Raumausstattung Pacher seine erst Pop-Up-Galerie. Gezeigt wird noch bis 2. Juni 2026 das internationale, partizipative Kunstprojekt „The Resistance Quilt Project“ der englischen Künstlerin Ren Aldridge.

TROFAIACH. Der Verein Art Mine wirkt mit dem Kulturprojekt FREI:RÄUME Leerstand, Vergreisung und Wegzug entgegen mit dem Ziel, eine lebenswerte Wohn- und Arbeitsumgebung zu schaffen. Durch Pop-up-Galerien in Schaufenstern, mit Konzerten, Lesungen und Theater im öffentlichen Raum entstehen temporäre Räume für Kunst, Begegnung und zum Austausch.

Ein großformatiger, öffentlich zugänglicher Quilt mit Botschaften soll für das Thema Femizide in Österreich sensibilisieren. | Foto: Helga Gößwellner
  • Ein großformatiger, öffentlich zugänglicher Quilt mit Botschaften soll für das Thema Femizide in Österreich sensibilisieren.
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Die erste Pop-Up Galerie wurde eröffnet

Mit dem internationalen Kunstprojekt „The Resistance Quilt Project“ der Künstlerin Ren Aldridge wurde die erste Pop-Up Galerie in der Trofaiacher Innenstadt eröffnet. Die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts ist ein leider hochrelevantes Thema, dem sich die Auftaktveranstaltung der Projektreihe FREI:RÄUME widmet. Das partizipative Kunstprojekt verbindet Proteststimmen gegen Femizid in Österreich in Form eines gemeinschaftlich gestalteten Textil- und Klangkunstwerks, um so Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen und kollektive Strategien des Widerstands zu entwickeln.

Mit dem internationalen Kunstprojekt „The Resistance Quilt Project“ der Künstlerin Ren Aldridge wurde die erste Pop-Up Galerie in der Trofaiacher Innenstadt eröffnet. | Foto: Helga Gößwellner
  • Mit dem internationalen Kunstprojekt „The Resistance Quilt Project“ der Künstlerin Ren Aldridge wurde die erste Pop-Up Galerie in der Trofaiacher Innenstadt eröffnet.
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Die englische Künstlerin Ren Aldridge war persönlich anwesend und sprach über ihre Beweg- und Hintergründe zum Projekt. Als Teil einer feministischen Gruppe in Graz wurde bei jedem Treffen ein Banner angefertigt. Entstanden ist ein großformatiger, öffentlich zugänglicher Quilt - gefertigt aus Bettlaken-Bannern - mit Botschaften wie „Nicht Töchter beschützen, sondern Söhne erziehen“, „Männer seid stark – macht eine Therapie“ oder „Bei Frust – kein Suff“.
Zu einer letzten Jahres statt findenden Ausstellung im Forum Stadtpark in Graz wurde ein Gedicht auf blauem Stoff gedruckt, das als Hintergrund für Banner in der Pop-Up Galerie in Trofaiach dient.

Ren Aldridge, die Mitglied einer feministischen Punk Band in Graz ist: „Es ist ein schwieriges Thema, das viele Leute braucht, die mit unterschiedlichen Zugängen viele Aspekte einbringen sollen“.

Naya Castillo, ebenfalls Mitglied in der feministischen Gruppe, bildet Forderungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten als akustische Erweiterung des Quilts ab. Sie verbindet Stimmen im Sound Quilt zu einer vielschichtigen Klangkomposition aus Text, Protest und Alltagsgeräuschen.

Maya Castillo setzt das Thema mit Lyrik und Musik in Szene.
  • Maya Castillo setzt das Thema mit Lyrik und Musik in Szene.
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Die Ausstellung „The Resistance Quilt Project“ ist bis Mitte Juni 2026 öffentlich zugänglich. Ergänzend zur Ausstellung findet am 3. Mai 2026 um 14:00 Uhr ein Workshop mit der Künstlerin Ren Aldridge statt. Anmeldung unter artmine.at/veranstaltungen.

Es werden zwei Folgeausstellungen stattfinden; die Firma Pacher stellt den Teil des Gebäudes für ein Jahr zur Verfügung. Stefanie Novi von der Firma Pacher meinte „Musik, Kultur liegt uns am Herzen, als Firma möchten sie nicht nur Räume gestalten, sondern auch Geschichten erzählen“.

Leerstand als Chance verstehen

Wer kennt sie nicht, die leerstehenden Geschäftsflächen, die aufgrund von fehlender Pensionsnachfolge entstehen oder wenn Betriebe wegen mangelnder Rentabilität aufgelassen werden. Art Mine hat sich mit einem langfristigen Kulturprojekt des Problems im Zentrum Trofaiachs angenommen. Durch Pop-up-Galerien in Schaufenstern, mit Konzerten, Lesungen und Theater im öffentlichen Raum entstehen temporäre Räume für Begegnung, Austausch und künstlerische Experimente. Ziel ist die nachhaltige Stadtentwicklung, die lokale Netzwerke stärkt, Potenziale sichtbar macht und Inklusion sowie kulturelle Teilhabe fördert. Durch die temporäre Bespielung der Freiflächen werden wertvolle Ressourcen sichtbar gemacht und aktiv in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Mit niederschwelligen Kulturangeboten werden bewusst unterschiedliche Zielgruppen angesprochen und zur aktiven Teilnahme eingeladen.

Gefördert wird das Projekt FREI:RÄUME durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, durch das Land Steiermark – Abteilung 9 Kultur, Europa, Sport, durch die Stadtgemeinde Trofaiach sowie durch private Sponsoren wie die Steiermärkische Sparkasse, Raumausstattung Pacher und die Österreichische Baukulturstiftung.

Art Mine als kultureller Motor für die Trofaiacher Innenstadt

Seit dem Jahr 2019 belebt der Verein Art Mine mit seinen Kulturveranstaltungen die Trofaiacher Innenstadt. Das historische Ambiente der alten Simon Mühle bildet den stimmungsvollen Rahmen für Konzerte, internationale Kunstausstellungen und Lesungen.
Mit unterschiedlichsten Kunst- und Kulturprojekten macht Art Mine auf sich aufmerksam. Bei „Public Space Revisited“, wurde der öffentliche Raum zur Bühne und Leinwand und die Bevölkerung von Trofaiach mit eingebunden und im Rahmen von „Frischluft – Kunst im Freien“ ein völlig neuer Zugang zu Kunst und Kultur vermittelt.
Das 2015 ins Leben gerufene weltumspannende Kunstprojekt „See the Big Picture“ mit dem Ziel, mindestens ein Bild aus jedem Land der Erde zu enthalten, wächst weiter und bereist inzwischen nicht nur Österreich sondern auch andere Länder der Welt.
Zahlreiche Auszeichnungen erhielt der Verein für seine Jugendprojekte und das digitale Kulturangebot Train2Sustain.

FREI:RÄUME setzt mit vielfältigem Jahresprogramm Akzente

Mit einem Konzert des österreichischen Schauspielers und Musikers Robert Stadlober folgt am 2. Mai ein weiteres Highlight. In der Simon Mühle nimmt er das Publikum mit auf eine Reise durch Texte von Kurt Tucholsky, die er präzise ausgewählt und neu vertont hat.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen wie ein klassisches Konzert mit Kammerorchester in der Dreifaltigkeitskirche, ein Puppentheater für Volksschulen mit dem Ensemble Babelart , eine Neuinszenierung von „Rotkäppchen“ in Kooperation mit dem Next Liberty aus Graz und ein atmosphärischer 1920er-Themenabend mit den Prohibition Stompers folgen.

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