Das "Drei-Gestirn“ der Heiligenbrunn-Kapelle

Horst Höller, Gert Dolznig und Johannes Höller (v.l.).
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  • Horst Höller, Gert Dolznig und Johannes Höller (v.l.).
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LEOBEN. Wenn man auf der S6-Schnellstraße von St. Michael in Richtung Leoben fährt, ist sie jetzt wieder schön zu sehen: Die Heiligenbrunn-Kapelle auf der Niederung. Wer ein gutes Auge hat, kann sogar das Kreuz an der Kapelle erkennen.
Bis vor kurzem verbarg dichtes Gebüsch den Blick auf die Andachtsstätte. Johann Höller, der mit seinem Bruder Horst die Kapelle seit mehr als 50 Jahren betreut, entfernte Gestrüpp und Unterholz. Aber das war nur ein Teil der umfangreichen Renovierungsarbeiten. Ein Sturm hatte im Frühjahr das Kreuz der Heiligenbrunn-Kapelle heruntergerissen. "Dabei wurde auch das Dach beschädigt, das alte Kreuz war nicht mehr zu reparieren", berichtet Johann Höller.

Neues Kreuz, neue Schindeln

Sein Cousin Gert Dolznig fertigte ein neues Kreuz aus Nirosta-Stahl an. Die beiden Höller-Brüder haben gemeinsam mit Dolznig das neue Kreuz montiert. Dabei wurde auch das beschädigte Dach neu gedeckt – mit Schindeln, die von der Firma Dorner Dach gespendet wurden. Die Sicherung bei den Montagearbeiten übernahm Edmund Friedl von der Bergrettung Leoben.
Jetzt erstrahlt sie die Heiligenbrunn-Kapelle – deren Geschichte bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht – wieder in neuem Glanz. Und lädt zur Andacht ein: Nicht nur Johann und Horst Höller, sondern viele gläubige Menschen aus dem Bezirk Leoben.

Die Geschichte von Heiligenbrunn

1787 wurde die Heilquelle „Heiligenbrunn“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt, von dieser Quelle bekommt die Heiligenbrunn-Kapelle in Hinterberg ihren Namen.

Zu dieser Zeit wurde von Bauern ein Holzkreuz und ein Marienbild errichtet, das jedoch von französischen Soldaten zerstört wurde.

Rund 80 Jahre nach der Zerstörung, wurde am 7. Juli 1878 am selben Ort die Heiligenbrunn-Kapelle errichtet. Jedoch bekam der Pfarrer Franz Techet von Leoben-Waasen keine Messlizenz für die Kapelle.

Ursprünglich wurde das Wasser der Heiligenbrunn-Quelle durch ein Rohr in die Kapelle geleitet, was dazu führte, dass die Wände der Kapelle stark durchfeuchtet waren und alle zehn Jahre renoviert werden mussten.

Heute wird das Quellwasser durch ein Brunnenrohr neben der Kapelle in einem Betonbecken zusammengefasst. Heiligenbrunn war früher ein beliebtes Wallfahrtsziel der Region.

Seit fünf Jahrzehnten findet traditionell die Maiandacht der Pfarre Hinterberg bei der Heiligenbrunn-Kapelle statt.

Horst Höller, Gert Dolznig und Johannes Höller (v.l.).
Gert Dolznig bei der Montage des Kreuzes.

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