100 Jahre Republik
Denkmäler für die Helden der Republik

Koloman Wallisch war eine zentrale Figur des österreichischen Bürgerkrieges.
  • Koloman Wallisch war eine zentrale Figur des österreichischen Bürgerkrieges.
  • Foto: AktionFreieKunst
  • hochgeladen von Verena Riegler

Der 12. Februar 1934 gilt als einer der dunkelsten Tage der Geschichte Österreichs. Die Arbeiterschaft lehnte sich gegen das austrofaschistische Regierungssystem von Bundeskanzler Dollfuß auf und kämpfte für das Fortleben der noch jungen Demokratie. Eine zentrale Figur dieser blutigen Auseinandersetzungen des österreichischen Bürgerkriegs war Koloman Wallisch. Er war Parteisekretär der Sozialdemokraten und Landtagsabgeordneter, von 1930 bis 1934 auch Abgeordneter zum Nationalrat. Er hat sein ganzes Leben der Arbeiterschaft gewidmet, ihr zu dienen, war sein Ziel.

Herz des steirischen Aufstandes

Im Zuge der Februarkämpfe 1934 zwang das Bundesheer, das dem Staat loyal geblieben war, die kämpfenden Arbeiter, darunter auch Wallisch, zur Flucht. Auf der Flucht wurde er jedoch gestellt und ohne Umwege ins Kreisgericht Leoben gebracht, wo er aufgrund seiner pro-demokratischen Handlungen zum Tode verurteilt wurde. Am 19. Februar wurde Koloman Wallisch im Hof des Leobener Landesgerichts in der Dominikanergasse gehängt. Noch heute erinnern der Koloman-Wallisch-Platz und eine Gedenktafel – am Osteingang des LCS – an das "Herz des steirischen Aufstandes".

Charakterstärke und Menschlichkeit

Eine weitere wichtige Figur der Republik war Franz Jonas. Als vierter Bundespräsident der Zweiten Republik galt er mit seiner Charakterstärke, Menschlichkeit und politischen Klugheit als eine der letzten Symbolfiguren der alten Sozialdemokratie. Nach ihm wurde die Franz-Jonas-Hauptschule in Trofaiach benannt. 

Integrationsfigur Karl Renner

Und auch einem seiner Vorgänger wurde im Bezirk Leoben etwas gewidmet: die Dr.-Karl-Renner-Straße in Eisenerz. Renner war nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 als Staatskanzler für die Bildung der ersten Regierung der Ersten Republik verantwortlich. Er war außerdem Mitglied der Provisorischen und Konstituierenden Nationalversammlung und leitete 1919 die österreichische Delegation bei den Friedensverhandlungen in Saint-Germain. Bis zum Ende der Koalition im Jahr 1920 führte Renner die Regierung, er war Präsident des Nationalrates und gehörte diesem auch als Abgeordneter an. Am 20. Dezember 1945 wurde Karl Renner einstimmig zum ersten Bundespräsidenten der Zweiten Republik gewählt. Als dieser war er bis zu seinem Tod 1950 eine Integrationsfigur und stand für Zusammenarbeit, Erhaltung der Demokratie, Achtung der Menschenrechte und Wiedererlangung der Souveränität.

Quellen: WStLA; ORF

Autor:

Verena Riegler aus Leoben

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