Automobilgeschichte
Ein "Hundertjähriger" auf dem Weg nach Monte Carlo
- Robert Krickl jun. und "Bitzlicht" Jennifer Hatlauf mit dem "Avis" Type 2/3-
- Foto: Robert Krickl
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100 Jahre, nachdem ein "Avis" Type 2/3 an der Teilnahme bei der Rallye Monte Carlo am Schnee in den Alpen gescheitert ist, will Robert Krickl mit einem Originalfahrzeug diese alte Sportschuld tilgen. Stopps des Oldtimerautomobils sind in Niklasdorf und Spielberg geplant.
BRUNN AM GEBIRGE/OBERSTEIERMARK. 1926 scheiterte ein Fahrzeug der österreichischen "Avis"-Flugzeug- und Autowerke aus Brunn am Gebirge auf der Fahrt zur Rallye Monte Carlo. Wegen heftiger Schneefälle und unpassierbarer Alpenpässe endete die Reise bereits in Villach. Doch jetzt – 100 Jahre nach dem gescheiterten Versuch – startet ein vollständig restaurierter originaler "Avis" Type 2/3 aus dem Museum Niederösterreich in St. Pölten zu einer symbolischen Fahrt nach Monaco. Bei der "echten" Rallye Monte Carlo ist er natürlich nicht dabei.
Obersteirische Oldtimerfans können hautnah dabei sein, denn das "Avis"-Team stoppt auf seiner Reise nach Monte Carlo am Mittwoch, 26. August, in Niklasdorf, sowie am 28. August am Red Bull Ring in Spielberg, wo am 29. und 30. August die Teilnahme an den Red Bull Ring Classics geplant ist (siehe Infobox).
- Das Team der "Avis"-Mission Monte Carlo: Rita Povolny, Robert Krickl jun. Jennifer Hatlauf, Susanne Krickl und Robert Krickl sen. (v.l.)
- Foto: Robert Krickl
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Schatz aus der Scheune
"Wir tilgen eine 100 Jahre alte Sportschuld. Vor einem Jahrhundert wurde versprochen, dass ein Team in Rot-Weiß-Rot auf einem ,Avis' in Monte Carlo fährt, das wird jetzt endlich eingelöst. Mit diesem Projekt wollen wir die Leistungsfähigkeit österreichischer Technik beweisen, in einer internationalen Fahrt der Kultur- und Wissensvermittlung mit vielen Stopps", berichtet Robert Krickl, der Initiator dieses ehrgeizigen Projektes.
Er hatte in einer alten Scheune den einzigen bekannten erhaltenen "Avis" entdeckt, restauriert und wissenschaftlich dokumentiert. So wird ein Stück österreichischer Technikgeschichte wieder zum Leben erweckt, um im fahrfähigen Originalzustand Sinneseindrücke aus der Frühzeit der Mobilität zu vermitteln.
- Robert Krickl jun. ist der Initiator des ehrgeizigen österreichischen Automobilprojektes.
- Foto: Robert Krickl
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Historische Herausforderung
Ein Fahrerteam aus Vater und Sohn Krickl stellt sich einer historischen Herausforderung, die es in dieser Konstellation bisher noch nie gegeben hat - der Fahrt mit einem 100 Jahre alten Oldtimer durch vier Länder, über die Alpen bis ans Mittelmeer.
Start ist am 25. August 2026 vor dem Museum Niederösterreich in St. Pölten, darauf geht es über Wien, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten, nach Italien und Frankreich bis zu einem offiziellen Empfang in Monaco.
- Pressetermin am Red Bull Ring: Robert Krickl (2.v.li.) mit Red Bull Ring Generalmanager Thomas Überall, Karl Wendlinger, Helmut Marko, Moderatorin Alina Marzi und Christian Klien (v.l.)
- Foto: Robert Krickl
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Schätze aus dem Fundus von Diesel Max
Mit Spannung erwartet Max Zottler, ehemaliger Transportunternehmer und leidenschaftlicher Oldtimersammler mit Spitznamen "Diesel Max", die Ankunft des "Avis"-Teams in Niklasdorf: "Mit unserem Oldtimer & Creativ Car Club werden wir Robert Krickl und Co. einen würdigen Empfang bereiten."
Zottler wird dazu einen historischen Adamol-Tankwagen aus seiner Garage holen. Die traditionsreiche Schmierstoffmarke hatte einst nur wenige Meter vom "Avis"-Standort entfernt in Brunn am Gebirge einen Betriebsstandort. Adamol begleitet die Mission Monte Carlo 2026.
Audiobotschaften und Crowdfunding
Als wichtige Zeitzeugnisse werden erstellte und gesammelte fotografische und audiovisuelle Dokumentationen sowie Einträge und Beiträge für das Logbuch der Mission am Projektende einer professionellen Langzeitarchivierung zugeführt. Audiobotschaften können ganz einfach online über Mobiltelefon oder Computer hinterlassen werden.
Auch das Crowdfunding, mit dem dieses Projekt unterstützt werden kann, läuft noch bis 25. August.
Geplante Stopps
Mittwoch, 26. August
13 - 14 Uhr: Semmering
(Gemeindeamt, Hochstraße 1)
16 - 18 Uhr: Niklasdorf
(Max Zottler, Brücklfeld 49)
Donnerstag, 27. August
10.15 - 11.15 Uhr: Unzmarkt
12.15 - 13.15 Uhr: Friesach
Freitag, 28. August
Dreharbeiten Raum Spielberg
Samstag, 29. August
Sonntag, 30. August
Spielberg, Red Bull Ring Classics
(Zeiten vorbehaltlich eventueller Defekte und schlechter Witterung)
Zur Sache
Der „Avis“ wurde in Brunn am Gebirge gebaut. Die dortigen Flugzeug- und Autowerke gehörten zu den frühen Fahrzeugherstellern der Ersten Republik. Ihre leichten und vergleichsweise günstigen Automobile prägten in den 1920er-Jahren das Straßenbild, ehe die Weltwirtschaftskrise das Ende der Produktion brachte.
Mehr Infos: https://avis-werke.at/
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