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St. Michael: Eine lebenswerte Gemeinde mit einem positivem Ausblick

Bürgermeister Karl Fadinger
  • Bürgermeister Karl Fadinger
  • Foto: Peter Taurer
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

St. Michael punktet im Bezirk Leoben als Wohnsitzgemeinde mit einer ausgezeichneten
Infrastruktur.

ST. MICHAEL. Positiv gestimmt und voller Tatendrang blickt Bürgermeister Karl Fadinger in die Zukunft. Mit ein Grund für die an den Tag gelegte Zufriedenheit ist die Tatsache, dass die Gemeindeverwaltung die internen Finanzprobleme in den Griff bekommen hat und nunmehr die Buchhaltung auf dem aktuellen Stand ist. Die eingehaltenen Zahlungsverpflichtungen schlagen sich in einem Rechnungsabschluss 2018 zu Buche, der einen Überschuss aufweist. Personaltechnische Veränderungen betrafen exponierte Positionen. Mario Amandus Aistleitner wurde mit der Position des Amtsleiters betraut, Juliane Eckerstorfer heißt die neue Führungskraft der Finanzabteilung. Eckerstorfer steht gleich die Aufgabe ins Haus, von der bisher praktizierten Kameralistik auf die wirtschaftsgerechte doppelte Buchführung umzustellen. Gemeindeeigentum wie Gebäude, Straßen, Kanal, Wasser etc. wird dabei erfasst und bewertet.

Wohnen in St. Michael

St. Michael hat einen sehr guten Ruf als Wohnsitzgemeinde. Zugleich ist das jedoch auch ein Auftrag für die Verantwortlichen. Daher liegt der volle Fokus des Bürgermeisters auf einer weiteren Aufwertung. Eine Arbeitsgruppe befasst sich intensiv mit der Projektentwicklung Agenda 21. Durch die zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung mit Autobahn, ÖBB und S-Bahn bietet die Marktgemeinde ideale Voraussetzungen. Die Forcierung des Wohnbaues trägt bereits Früchte. Zu den innerhalb von fünf Jahren entlang der Musikstraße entstandenen 36 Kohlbacher-Häusern werden weitere 15 dazukommen. Darüber hinaus sind gewidmete Gründe in guter Lage verfügbar. Mit dem erhofften Zuzug ist auch die Verwaltung gefordert, gilt es doch, das Umfeld mit kommunalen Einrichtungen wie Kindergärten und Kinderkrippe bereitzustellen.

Lärmschutzmaßnahmen

St. Michael hat als Verkehrsknotenpunkt große Bedeutung, was wiederum nicht immer zum Vorteil der Bevölkerung ist, wie Ortschef Fadinger bewusst ist. Der jetzt schon starke Verkehr auf der A9 wird mit der für 20. Dezember geplanten Eröffnung der zweiten Röhre des Gleinalmtunnels laut Prognosen weiter zunehmen. Die Gemeinde hat eigene Lärmmessungen parallel zu jener der Asfinag veranlasst. Als kritische Punkte haben sich auf der A9 die Ankerwand gegenüber der Sternadsiedlung, der Kreisverkehr und auf der S36 der Bereich Auwald entpuppt. Hier sind für Fadinger Lärmschutzmaßnahmen unumgänglich, wobei sich die Asfinag durchaus gesprächsbereit zeigt und bereits Erhebungen führte.

Investitionen in die Sportanlage

Das größte Bauprojekt der Gemeinde betrifft die Sportanlage. Der Neubau des Sportheimes samt vorgelagertem Kassahaus ist mit knapp 1,95 Millionen Euro veranschlagt, als Eröffnungstermin ist der Februar 2020 vorgesehen. Das alte, 102 Jahre alte Gebäude, wird abgetragen. Die Bautätigkeiten am Sportplatz sind damit nicht abgeschlossen. Innerhalb einer Zwei-Jahres-Frist muss das Flutlicht adaptiert werden und es soll auch eine Sprinkleranlage am Spielfeld installiert werden.

Rot-Kreuz-Stützpunkt

Eine weitere Lärmquelle wird in absehbarer Zeit mit der Hubschrauber-Flugrettung des ÖAMTC kommen. Bürgermeister Fadinger stellt klar: „Da das Luftfahrtgesetz über Gemeinderecht steht, gab es kein Mitspracherecht. Beim Bau wird jedoch ein Rot-Kreuz-Stützpunkt integriert. Darüber bin ich sehr froh. Es ist eine große Bereicherung für St. Michael, zumal der alte Stützpunkt nicht zu halten war und sich alle Verantwortlichen bezüglich einer permanenten Besetzung sehr kooperativ zeigen."
Als nachteilig empfindet der Bürgermeister, dass es kaum Gewerbegründe gibt, was Betriebsansiedelungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen sehr erschwert.

Monumentales Wahrzeichen

Hoch über der Marktgemeinde thront das Annabergdenkmal. Das mit großem Aufwand renovierte monumentale Wahrzeichen ist mit der Sage vom Annabergteufel behaftet. Seit kurzem weist eine von Michael Harrer mit der Kettensäge geschnitzte hölzerne Skulptur den Weg zum Denkmal. Geplant sind nun laut Bürgermeister Karl Fadinger Tafeln, Tafeln, welche die Sage und historische Geschichte der Gemeinde am Annaberg dokumentieren.

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