Manfred Frosch geht in Pension
Im Uhrenfachgeschäft Arnberger stehen bald die Uhren still
- Manfred Frosch und seine Gattin Ingrid schließen ihr Uhrenfachgeschäft Arnberger.
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Manfred Frosch und seine Gattin Ingrid schließen das Uhrenfachgeschäft Arnberger am Leobener Hauptplatz. Nach 50 Jahren in der Uhrenmacherbranche ruft die Pension.
LEOBEN. Im Uhrenfachgeschäft Arnberger wird die Geschäftstüre nahezu im Minutentakt geöffnet. Langjährige Kundinnen und Kunden bringen noch schnell Uhren und Schmuck zur Reparatur, auch das eine oder andere Abverkaufsschnäppchen wird gekauft – verbunden mit Glückwünschen zur Pensionierung und kleinen Geschenken. Es hat sich herumgesprochen, dass das renommierte Geschäft am Leobener Hauptplatz mit 31. August schließt.
Uhrmachermeister Manfred Frosch hat sogar ein wenig über das offizielle Pensionsantrittsalter hinausgearbeitet. "Am 1. September 1967 habe ich bei meinem Onkel Kilian Arnberger die Lehre zum Uhrmacher und Zeitmesstechniker begonnen. Nach genau 50 Jahren verabschiede ich mich in den Ruhestand", sagt Manfred Frosch.
- So kennen die Kunden Manfred Frosch: Mit der Lupe am Auge bei einem Reparaturauftrag.
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Gefragte Adresse
1985 hat er die Meisterprüfung absolviert, 1987 hat er nach der Pensionierung seines Onkels die Geschäftsführung übernommen und führte mit seiner Gattin Ingrid das Uhrenfachgeschäft Arnberger. 2008 ist er von der Josef-Graf-Gasse in das Geschäftslokal am Hauptplatz 12 übersiedelt. Manfred Frosch und seine Ingrid wurden zur gefragten Adresse für Uhren, Schmuck wie auch Pokale.
"Unser Markenzeichen waren die Qualität unsere Produkte sowie Reparaturen, von der Pendeluhr, über Batteriewechsel in Kunststoffzeitmessern bis zum Quarzwerk einer Edelstahluhr."
Manfred Frosch, Uhrmachermeister
- Die Frogwatch wurde zum Markenzeichen von Manfred Frosch und Uhren Arnberger.
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Frogwatch aus Leoben
Eine weitere Marke hat Manfred Frosch geschaffen, die "Frogwatch". Deren Logo – nach einer Zeichnung des Grafikers und Illustrators Friedrich Mayer-Beck – ist im Deckel der von ihm gefertigten Uhren eingeprägt.
Diese Uhren wurden weit über Leoben hinaus bekannt und gefragt. Die limitierte Auflage für die Airpower – das Zifferblatt ist im Design des Cockpits eines Saab 105-Flugzeugs – ist längst ausverkauft und ein begehrtes Sammlerobjekt.
Für die Alpine Skiweltmeisterschaft 2013 in Schladming entwickelte er die "Hans-Knauß-Frogwatch". Zum 150. Jubiläum der Gösser Brauerei gab es ebenfalls eine Sonderanfertigung. "Weil die Gösser Braustätte eine grüne Brauerei ist, habe ich sogar eine Gösser Solaruhr gefertigt", erzählt Frosch.
- Sonja Tischhart (re.) verabschiedete sich von Ingrid Frosch.
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Karriere auf glattem Eis
Neben dem Uhrmacherhandwerk galt Manfred Froschs große Leidenschaft dem Eishockey. 1979 hat er beim SV Leoben seine Karriere begonnen und wurde bald in das österreichische Junioren-Nationalteam eingerufen, mit dem er 1980 den Weltmeistertitel holte. Das war der Startschuss für seine Karriere in der Eishockey-Bundesliga im legendären Kapfenberger Team, wo er mit den russischen Spielern Valentin Gurejew und Alexander Jakuschew die Fans im Eisstadion begeisterte.
- Manfred Frosch mit Harald Hohenthal bei einer Fachberatung.
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Lebenstraum Neuseeland
Sportlich wird Manfred Frosch auch die Zeit im Ruhestand verbringen. "Mein Fitnesscenter liegt vor der Haustüre", sagt er und meint die beschauliche Naturlandschaft vor seinem schmucken Eigenheim im Leobener Schladnitzgraben.
Im Februar nächsten Jahres werden er und seine Ingrid sich allerdings mehr als 18.000 Kilometer von Leoben entfernen: "Mit der langersehnten Reise nach Neuseeland erfüllen wir uns einen Lebenstraum."
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