Soziale Initiative Supertramps
Ehemals obdachlose Leopoldstädterin als "Frau des Jahres" ausgezeichnet.

Überwundene Wohnungslosigkeit: Die Leopoldstädterin Sandra (50) wurde als "Frau des Jahres" ausgezeichnet. Sie ist ein Sprachrohr für viele betroffene Frauen.
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  • Überwundene Wohnungslosigkeit: Die Leopoldstädterin Sandra (50) wurde als "Frau des Jahres" ausgezeichnet. Sie ist ein Sprachrohr für viele betroffene Frauen.
  • Foto: Max Spitzauer
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In der Leopoldstadt wurde die "Frau des Jahres" gekürt.  Sandra (50) überwand die Obdachlosigkeit. Bei Spaziergängen der Sozialinitiative "Supertramps" zeigt sie "ihre Leopoldstadt".

LEOPOLDSTADT. "Ich möchte anderen Frauen eine Stimme geben", sagt Sandra (50). Mehrmals überwand sie die Wohnungslosigkeit, was sie noch stärker machte. Als Tourguide der Initiative "Supertramps" zeigt sie nun "ihren 2. Bezirk" (mehr dazu direkt hier nachzulesen).

Am Sonntag, 8. März,  wurde Sandra eine besondere Ehre zuteil: Anlässlich des Weltfrauentags zeichneten sie der Bezirk als "Frau des Jahres" aus. "Wir bedanken uns be ihr, dass sie auch ihren Touren neue Perspektiven eröffnet und sich für Frauen in der Wohnungslosigkeit einsetzt", so die Bezirks-Grünen . Dabei sie Sandra, stellvertretend für viele betroffene Frauen, ein mutiges Sprachrohr.

Vorurteile abbauen

"Wir wollen Vorurteile abbauen", erklärt Sandra bei ihrer Sondertour am Weltfrauentag. "Denn hinter jedem obdachlosen Menschen steckt ein Schicksal, niemand lebt freiwillig auf der Straße."

Pflegeheim, Misshandlungen, Krankheit, Arbeits- und Obdachlosigkeit: Bei Spaziergängen durch den Bezirk erzählt Sandra von ihrem Leben. Schauplatz ist etwa die Venediger Au, wo sie als Neunjährige lebte, nachdem sie vor ihrem gewalttätigen Vater davonlief. "Ich glaubte, ich kann allein erwachsen werden." Einen Monat lang schlief sie auf Dachböden und stahl Essen.

Bei sozialen Spaziergängen durch die Leopoldstadt wollenSandra (r.) und ihre Schwester Renate (l.) Vorurteile abbauen. Dabei nicht fehlen darf Sandras Hündin und treue Wegbegleiterin Lilly.
  • Bei sozialen Spaziergängen durch die Leopoldstadt wollenSandra (r.) und ihre Schwester Renate (l.) Vorurteile abbauen. Dabei nicht fehlen darf Sandras Hündin und treue Wegbegleiterin Lilly.
  • Foto: Max Spitzauer
  • hochgeladen von Kathrin Klemm

Ein ähnliches Schicksal erlitt auch ihre Schwester Renate (53), ebenfalls Supertramps-Tourguide. "Mut bedeutet für mich, um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen", sagt Renate. Denn viele würden sich nicht trauen, nach Unterstützung zu fragen. "Vor allem Frauen sind oft zu stolz". Aber man solle sich nicht unterkriegen lassen. Denn, wie Sandra feststellt: "Mein Leben gehört mir."

Mehr Infos und Anmeldung zu Touren 

Unter dem Motto "Wien – mein Zentrum für starke Frauen" führt Sandra jeden Dienstag, 11 bis 13 Uhr, und Mittwoch, 18 bis 20 Uhr, durch die Leopoldstadt. Schauplätze sind etwa die Venediger Au oder das "FrauenWohnZentrum" der Caritas Wien.

Die Tour "Wien – meine wilden 80er" mit  Renate findet jeden Sonntag, 11 bis 13Uhr, statt. Das einstige Praterkind erzählt, wie sie auch in den härtesten Zeiten Freude am Leben fand.

Die Teilnahme kostet 15 Euro pro Person. Zudem wird um eine freiwillige Spende gebeten. Mehr Spaziergänge sowie Anmeldung unter der Nummer 0660/773 43 22 oder hier auf der Homepage von Supertramps.

Autor:

Kathrin Klemm aus Leopoldstadt

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