Ortsreportage Altenmarkt bei Sankt Gallen
Ein kleiner Ort, der viel Lebensqualität bietet
- Altenmarkt bei Sankt Gallen zählt zwar nur 777 Einwohnerinnen und Einwohner, dennoch kann die Gemeinde auf eine starke Infrastruktur bauen.
- Foto: Marktgemeinde Altenmarkt
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Altenmarkt bei Sankt Gallen zählt mit Stand 1. Jänner 2026 exakt 777 Einwohnerinnen und Einwohner und bildet damit nach Wildalpen die zweitkleinste Gemeinde des Bezirkes hinsichtlich der Bevölkerungszahl. Der Ort erstreckt sich über eine Fläche von 43,38 Quadratkilometer und umfasst die Ortsteile Altenmarkt und Eßling. Trotz der geringen Einwohnerzahl besticht die Marktgemeinde durch ihre gut ausgebaute Infrastruktur.
ALTENMARKT BEI SANKT GALLEN. "Wir sind ein kleiner Ort, der alles bietet, was man für ein gutes Leben braucht." Hannes Andrä ist seit 2019 Bürgermeister von Altenmarkt und kennt die Vorzüge der Marktgemeinde natürlich bestens. Die familien- und kinderfreundliche Gemeinde im Osten des Bezirkes betreibt einen Kindergarten, hat eine Volksschule und bietet zudem bereits seit über 20 Jahren eine Nachmittagsbetreuung an.
Dieses Angebot wird von mehr als 20 Kindern in Anspruch genommen – bei insgesamt 36 Schülerinnen und Schülern ein bemerkenswert hoher Anteil. "Uns ist es wichtig, den Familien ein verlässliches und hochwertiges Betreuungsangebot zu bieten. Die Nachmittagsbetreuung schafft für die Kinder Raum zum gemeinsamen Spielen, Lernen und für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung", betont der Ortschef.
- Insgesamt 36 Schülerinnen und Schüler werden an der VS Altenmarkt unterrichtet.
- Foto: Marktgemeinde Altenmarkt
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Mit der Allgemeinmedizinerin Dr. Marion Schnut, einem Lebensmittelgeschäft, einem Autoteilehandel, Gastgewerbebetrieben, einer katholischen Kirche, einer Tankstelle und weiteren Betrieben ist die Nahversorgung im Ort gewährleistet. Mit dem internationalen Unternehmen Nemak, ehemals Georg Fischer, beheimatet der Ort zusätzlich einen Großbetrieb, der weit über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt ist. Einige der etwa 650 Beschäftigten pendeln sogar aus einem Umkreis von bis zu 60 Kilometer zur Arbeit nach Altenmarkt.
Vereine sorgen für Belebung
Zahlreiche Vereine tragen mit Veranstaltungen oder sportlichen Bewerben dazu bei, dass der Zusammenhalt sowie das Gesellschaftsleben hochgehalten werden. "Sie sorgen für Belebung des Ortes", betont der Bürgermeister und fügt an: "Für mich ist jeder einzelne Verein ein wichtiger Teil unserer Gemeinde. Sie bringen die Menschen zusammen, sorgen für ein lebendiges Miteinander und machen unseren Ort zu dem, was er ist", betont der Bürgermeister.
- Mehrzweckhalle, Tennisplatz, Musikheim: Veranstaltungen der Vereine sowie Freizeitmöglichkeiten bereichern das Gemeindeleben.
- Foto: Marktgemeinde Altenmarkt
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In puncto Freizeitgestaltung wird den Einwohnerinnen und Einwohnern einiges geboten: Neben dem Schwimmbad mit einer Wasserrutsche, das als besonders kinderfreundlich bekannt ist und unter anderem auch einen Behindertenlift ins Wasser bietet, stehen im Sommer zwei Tennisplätze sowie ein Skaterpark zur Verfügung. Eine Wanderung auf den Wiesberg und ein Spaziergang durch den zwölf Stationen langen "Weg der Unsinne" gelten als weitere beliebte Ausflugsziele. Im Winter laden außerdem Langlaufloipen, ein Eislaufplatz und Eisbahnen zum Stockschießen zur sportlichen Betätigung ein.
Wunsch nach sicherem Radweg
Derzeit führt der Radweg R7 noch über die Bundesstraße – eine Situation, die Hannes Andrä ändern möchte. "Wir bekommen immer wieder Rückmeldungen von Radtouristen, dass die Strecke, gerade für Familien mit Kindern, zu gefährlich ist. Mein Wunsch wäre deshalb, möglichst bald eine sichere Verbindung von Kleinreifling in Oberösterreich bis nach Admont in der Steiermark zu schaffen", erklärt der Bürgermeister.
- Blick auf das Schwimmbad und den Beachvolleyballplatz
- Foto: Marktgemeinde Altenmarkt
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Die örtliche Wasserversorgung ist über einen Tiefbrunnen, der sich in der Nähe der Enns befindet, abgesichert. Zusätzlich verfügt die Gemeinde über eine eigene Quelle im Ortsteil Eßling, Wasserknappheit aufgrund von Trockenheit stellt für Altenmarkt demnach kein Problem dar. Generell spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle im Ort: So wurde beispielsweise im Gemeinderat einstimmig beschlossen, jedes Jahr 20.000 Euro in PV-Anlagen zu investieren und die gemeindeeigenen Dächer mit PV-Anlagen auszustatten. Zwei Großanlagen wurden zudem bereits errichtet. Die PV-Anlage des Bauhofes versorgt das Schwimmbad mit elektrischer Energie.
Energie-Projekt gestartet
Altenmarkt bei Sankt Gallen ist außerdem Mitglied der neu gegründeten Energiegemeinschaft im Bezirk Liezen. Innerhalb dieser zehn Gemeinden umfassenden Gemeinschaft bilden Altenmarkt, Sankt Gallen und Landl einen Zweigverein. Ziel ist es, dass möglichst viel regional erzeugter Strom auch in der Region bleibt. Das soll die Wertschöpfung vor Ort stärken, neue Handlungsspielräume im Energiebereich ermöglichen und gleichzeitig finanzielle Vorteile für alle Haushalte bringen. "Durch die regionale Nutzung verringern sich die Netzkosten im Durchschnitt um 28 Prozent", betont der Bürgermeister. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung werden die Bürgerinnen und Bürger im Herbst über das Projekt genauestens informiert.
- Hannes Andrä ist seit 2019 Bürgermeister von Altenmarkt bei Sankt Gallen.
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Ein Thema, das die Bevölkerung in Altenmarkt und darüber hinaus beschäftigt, ist die geplante Schließung des Notarztstützpunktes in Waidhofen an der Ybbs mit 1. April 2027. Studien für die Sicherung der länderübergreifenden (Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark) notfallmedizinischen Versorgung haben ergeben, dass Altenmarkt als idealer Standort in Frage käme, um im Ernstfall im Umkreis von 30 Minuten alle in diesem Radius gelegenen Orte versorgen zu können. In diesem Gebiet kommt es pro Jahr zu etwa 1.000 Notarzteinsätzen.
"Die ärztliche Versorgung steht an erster Stelle. Wir brauchen diesbezüglich im Sinne der gesamten Region eine rasche Lösung", betont Hannes Andrä. Weiters ist ihm die Sanierung des Sankt Gallener Polizeipostens ein großes Anliegen, "schließlich geht es um die Sicherheit der Bevölkerung", so der Bürgermeister abschließend.
Mehr Infos zu den unterstützenden Unternehmen:


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