Vortrag
Ein Kuhhandel mit Folgen

In Argentinien kämpft Juan Carlos Figueredo (mit Dolmetscherin) gegen die Ausbeutung durch das Agrobusiness.
  • In Argentinien kämpft Juan Carlos Figueredo (mit Dolmetscherin) gegen die Ausbeutung durch das Agrobusiness.
  • hochgeladen von Sabrina Mörschbacher

Unter diesem Titel fand vergangene Woche ein Vortrag in der HBLA Raumberg-Gumpenstein statt.

Juan Carlos Figueredo war als Gastredner aus Argentinien angereist, um sich tagsüber die Forschungsstation in Raumberg-Gumpenstein anzusehen und abends über die erschreckende Situation in seinem Heimatland zu berichten. Viele Besucher ließen sich den informativen Vortrag nicht entgehen und vor allem Schüler der Fachschule Raumberg teilten ihr Interesse am Thema mit dem Vortragenden.
Argentinien ist ein Land, das laut Juan Carlos Figueredo aus der Geschichte heraus ein lebensmittelproduzierendes Land ist. Aber Argentinien ist auch einer der größten Produzenten von Kraftfutter. Die sogenannten „Feedlots“, also Mastbetriebe mit durchschnittlich 30.000 Tieren, nehmen immer mehr Land in Argentinien ein. Dabei geht es rein darum, dass das Nutztier mit genmanipuliertem Mais und Soja gefüttert wird. Damit erhalten sie ein hohes Maß an Eiweiß. Vielen ist dabei nicht klar, dass das Futter damit aber vergiftet ist. Bei den Pflanzen werden Spritzmittel verwendet, damit schneller geerntet werden kann.

Gefahr für Österreich

Die skrupellosen Investoren dieser Mastbetriebe schrecken laut Figueredo vor nichts zurück. „Einer der Bauern, der sein Land nicht hergeben wollte, wurde angezündet.“ Juan Carlos Figueredo sieht sich selber als Botschafter, der aufklären und zum Nachdenken anregen will. Er war bei seinem Besuch in der Forschungseinrichtung Raumberg-Gumpenstein begeistert von der natürlichen Aufzucht. Er warnt jedoch, dass es im Zuge des Freihandelsabkommens dazu kommen kann, dass neben unserem österreichischen Fleisch auch argentinisches Fleisch aus Mastbetrieben bei uns angeboten wird. Und da es sowohl im Ein- als auch im Verkauf deutlich billiger als heimisches Fleisch ist, werden sich einige für den Kauf entscheiden. Die Folgen davon können, auf viele Jahre gesehen, verheerend sein. Im Anschluss an den Vortrag von Juan Carlos Figueredo gab es eine Podiumsdiskussion.

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