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Wirbel in Urfahr um geplante Bahn-Trasse
- Bei den Bewohnern der Prager Straße besteht Sorge wegen der geplanten Trassenführung der Regionalstadtbahn.
- Foto: Baumgartner/BRS
- hochgeladen von Andreas Baumgartner
Mit der S-Bahn ziehen Lärm und Parkplatznot in die Prager Straße ein, befürchten so manche Anwohner. Wie ist der Konflikt zwischen öffentlichem Interesse und Anrainern zu lösen? Die StadtRundschau fragte bei den wahlwerbenden Parteien nach.
URFAHR/HEILHAM. Wie soll sich die Regionalstadtbahn nach der Eisenbahnbrücke ihren Weg durch Urfahr bahnen? Weil der Kurvenradius am Brückenkopf Lindbauer zu eng wäre, könnte die Trasse durch das Wohngebiet über die Prager Straße laufen. Bei den Anrainern in der Sackgasse besteht Sorge, dass mit der S-Bahn der Dauerlärm in Heilham einzieht und außerdem Hunderte Parkplätze wegfallen. Bei der Planung möchten sie mitreden.
"Planung nur mit den Bewohnern"
"Es gibt noch keine Planung, nur ein paar Grafiken", sagt Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ), der auch Verständnis für die Sorgen der Anrainer zeigt. "Die Planung wird gerade erst ausgeschrieben. Wenn das einmal so weit ist, dann wird sich das Land an die Anrainer wenden", so Hein. Auch für Bürgermeister Klaus Luger steht fest, "dass eine Trassenführung nur unter Einbindung der Stadt Linz und der Bewohner der Pragerstraße erfolgen kann". Insbesondere für die Parkplatzsituation verspricht das Stadtoberhaupt eine Lösung.
"Keiner weiß, was der Plan ist"
Auch Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) versucht zu beruhigen und weist darauf hin, dass die neuen S-Bahn-Garnituren sehr viel leiser sein und auch weniger Erschütterungen verursachen würden, als viele Anwohner vielleicht annehmen. "Bei der Stadtbahn steigen die Bürger auf die Barrikaden, weil keiner weiß, was der Plan ist", so Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Wo es bei der Trassenführung Probleme gebe, müsse auch über Entschädigungen gesprochen werden. Der Wandel-Spitzenkandidat Clemens Brandstetter fordert bei so "wichtigen Infrastrukturprojekten frühzeitige Kommunikation auf Augenhöhe" zwischen Bürgern, Planern und Politikern. Die KPÖ ist gegenüber dem "Prestigeprojekt" skeptisch. Dem hohen Aufwand stehe "ein viel zu geringes Fahrgastpotenzial gegenüber", so Spitzenkandidatin Gerlinde Grünn. Ein Ausbau der Busverbindungen sei günstiger und sofort umsetzbar. Die Stadtbahn "schleicht" frühestens 2027 durch Urfahr.
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