Corona-Virus
Rasche Heimholung aus Irland

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Sprachreise nach Dublin

Monatelang haben sich die Schüler*innen der 6. Klassen des Herta-Reich Gymnasiums Mürzzuschlag auf die Sprachreise nach Irland gefreut. Am 8. März war es endlich so weit. Erstes Ziel war der Flughafen in Bratislava, mit dem Bus ging es frühmorgens von der Schule los. Das Coronavirus hatte Italien bereits lahmgelegt, schien aber unserer heilen Welt nichts anhaben zu können.
In Dublin angekommen wurden die Schüler*innen von den jeweiligen Gasteltern in Empfang genommen, sie waren gut instruiert, wussten über den Ablauf der nächsten Tage Bescheid, das Abenteuer konnte beginnen.
Sprachreise heißt natürlich auch Arbeit. So ging es am Montag gleich mit Einstufungstests (es wurden Leistungsgruppen gebildet) los. Hier bekamen die Schüler*innen und damit auch die Lehrer*innen des Herta-Reich Gymnasiums gleich das erste Lob, da die Sprachkompetenz der Jugendlichen ein sehr hohes Niveau aufweist.

Flughafen Bratislava mit Freitag gesperrt

Wie wir alle wissen, begannen ab Dienstag auch die Uhren in Österreich anders zu ticken, als Bundeskanzler Kurz die ersten Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ankündigte. Bald war klar, dass die Schulen schließen werden. Die Schule informierte die Eltern alsbald, dass die Rückreise der Kinder wie geplant, wegen der gebuchten Flüge, erst am Sonntag, 15. März angetreten werden würde. Am Donnerstag war jedoch plötzlich alles anders. Die Slowakei gab bekannt, den Flughafen Bratislava mit Freitag zu sperren. Damit war klar: Die Kinder kommen nicht wie geplant nach Hause!

Ruhe und Kompetenz als "Heilmittel" 

Spätestens hier zeigten die Begleitlehrerinnen, Mag.a Michaela Simons und Mag.a Maresa Kobenter-Haring ihre Kompetenz. Gegen 22.30 Uhr war eine Whatsapp-Gruppe erstellt und die Eltern unaufgeregt informiert und beruhigt. Die Erstinformation war, dass an der Rückreise gearbeitet wird. Bereits am Freitagvormittag war dies tatsächlich organisiert! 23 Schüler*innen konnten mit einer Lehrerin auf einen Direktflug nach München, 11 Schüler*innen mit einer Lehrerin auf einen Flug nach München (über Düsseldorf) umgebucht werden. Von da wurde die Reisegruppe mit einem Bus nach Mürzzuschlag gebracht. Alle Nachrichten erreichten die Eltern kurz, prägnant und ruhig über die WhatsApp-Gruppe. Die Stimmung war immer sehr gut – sowohl bei Eltern als auch bei der Reisegruppe. Dass es zu keiner Panik bei den Eltern kam, ist einzig dem besonnen Handeln der Begleitlehrerinnen zu verdanken, die mit ihren Schüler*innen sichtlich angestrengt aber erleichtert Samstagfrüh gegen 4.30 Uhr den Bus in Mürzzuschlag verließen.

„Ohne die Unterstützung des Grazer Reisebüros Cooltours, das mit unermüdlichem Einsatz dafür gesorgt hat, dass wir gut nach Hause kommen und zusätzlich auch die gesamten Kosten der Heimholung auf sich nimmt, wäre es uns nicht möglich gewesen, die Rückreise so schnell zu organisieren“, zeigt sich Mag.a Simons begeistert von der unterstützenden Professionalität des Reisebüros.

Die Schule bleibt lt. Regierungserlass nun bis Ostern geschlossen (über die Möglichkeiten zur Betreuung informiert die Homepage der Schule unter www.herta-reich.at tagesaktuell), die Schüler*innen holten sich noch ruhig Unterrichtsmaterialien, damit sie die Online-Aufgaben in den nächsten Wochen bewältigen können.

Herausfordernde Zeiten hat Bundeskanzler Kurz in sehr vielen Presskonferenzen prognostiziert und sie sind bereits angebrochen. Die beiden Lehrerinnen des Herta-Reich Gymnasiums haben die ersten Herausforderungen vorbildlich mit Ruhe und Disziplin gemeistert, wofür ihnen sowohl die Schulleitung als auch Schüler*innen und besonders die Eltern sehr dankbar sind und großes Lob aussprachen.

Autor:

Tamara Himsl aus Mürztal

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