Über Kühe und Konzepte
Veitscher Brunnalm stellt die Weichen

Die Veitscher Weidegenossenschaft hat sich klar zum Sommerbetrieb auf der Brunnalm bekannt. Die Erhaltung der Alm hat dabei oberste Priorität.
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  • Die Veitscher Weidegenossenschaft hat sich klar zum Sommerbetrieb auf der Brunnalm bekannt. Die Erhaltung der Alm hat dabei oberste Priorität.
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Der respektvolle Umgang mit der Natur hat auch beim Ausbau des Sommerbetriebes die oberste Priorität.

Vorbeugend an die Vernunft der Wanderer und Spaziergeher appellierten nun Vertreter der Weidegenossenschaft Veitsch sowie der Geschäftsführer der Freizeitbetriebe, Arno Russ. "Wir verzeichnen schon relativ früh für diesen Sommer einen großen Zustrom auf die Alm. Niemand möchte, dass es zu einem Unglück wie vergangenes Jahr in Tirol kommt, daher bitten wir alle Wanderer, sich respektvoll gegenüber der Natur und dem Weidevieh zu verhalten", erklärte der Obmann der Weidegenossenschaft, Hubert Pusterhofer.

Bewusster Umgang

Insgesamt befinden sich rund 500 Kühe auf der Veitscher Brunn-alm, Begegnungen lassen sich also nicht vermeiden. "Es gibt viele markierte Wanderwege. Vor allem Hundebesitzer würden wir bitten, die Weideflächen so gut wie möglich zu meiden", ergänzt Martin Gerhalter, Geschäftsführer der Weidegenossenschaft. Die Entsorgung des eigenen Mülls sowie die Beseitigung des Kots der Vierbeiner sollte eigentlich selbstverständlich sein, dennoch bleibt der Hausverstand bei manchen Wanderern und sogenannten "Selfie-Touristen" oftmals aus. "Es gibt kein Patentrezept für das Verhalten auf der Alm und wir wollen auch keine Verbote aussprechen. Schließlich freuen wir uns ja über die Beliebtheit unserer Heimat. Dennoch bitten wir um ein verstärktes Bewusstsein für den Umgang mit der Natur und dem Weidevieh", bringt es Pusterhofer auf den Punkt.

Insgesamt befinden sich im Sommer 500 Kühe rund um das Gebiet der hohen Veitsch. Die Bauern bitten um einen respektvollen Umgang.
  • Insgesamt befinden sich im Sommer 500 Kühe rund um das Gebiet der hohen Veitsch. Die Bauern bitten um einen respektvollen Umgang.
  • Foto: Hofbauer
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Sommerbetrieb in Planung

Gerade auch im Hinblick auf eine weitere Ankurbelung des Sommerbetriebes auf der Veitsch kann der respektvolle Umgang mit der Natur nicht oft genug erwähnt werden. "Auch wenn wir viele Pläne haben und uns klar zu einem Sommerbetrieb bekennen, soll der erholsame Charakter der Alm erhalten bleiben", so Freizeitbetriebe-Geschäftsführer Arno Russ. Geplant ist ein gemütlicher Rundwanderweg vom Kreuz weg, den jeder schafft. Dadurch soll die benötigte Frequenz des Liftes erreicht werden. Zudem soll das Areal rund um den Teich mit Aktivitäten für die ganze Familie gestaltet werden. Ein wesentlicher Punkt ist auch der Ausbau der Gastronomie, um auch größere Events abhalten zu können. Des Weiteren soll für eine Bergabfahrt mit BMX, E-Bike, Mountainkart oder "was auch immer" gesorgt werden. "Wir wollen flexibel bleiben und auf Trends reagieren können", so Russ. "Ich brauche solche Attraktionen, dass beispielsweise ein Jufa-Gast, der mit seiner Familie eine Woche lang Urlaub macht, viermal die Woche auf die Alm fahren möchte", erklärt er das ambitionierte Ziel der Freizeitbetriebe.

Das Gesprächsklima zwischen der Weidegenossenschaft und Freizeitbetriebe-Geschäftsführer Arno Russ (2.v.r.) passt. Jetzt wird gemeinsam an einem funktionierenden Sommerbetrieb gearbeitet.
  • Das Gesprächsklima zwischen der Weidegenossenschaft und Freizeitbetriebe-Geschäftsführer Arno Russ (2.v.r.) passt. Jetzt wird gemeinsam an einem funktionierenden Sommerbetrieb gearbeitet.
  • Foto: KK
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Deadline 1. November

Nun geht es aber vorerst noch um den konkreten Vertrag mit den Grundbesitzern. Diese stehen zwar voll und ganz hinter dem Projekt, der garantierte Rückbau im Falle eines wirtschaftlichen Scheiterns muss aber noch verankert werden. "Dabei geht es auch um die Verantwortung der nächsten Generation", meint Peter Lammer von der Weidegenossenschaft. Die Mittel vom Land für den Sommerbetrieb sind weiterhin geparkt. Außerdem bemüht sich Russ gerade um weitere Förderungen. Bis 1. November hat er sich eine Deadline gesetzt. Dann soll der Vertrag mit den Grundbesitzern unter Dach und Fach sein. Danach soll so schnell wie möglich mit der Umsetzung begonnen werden.

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