Trauerfeier in Mühlen
Bürgermeister Herbert Grießer zu Grabe getragen
- Abschied von Bgm. Herbert Grießer am Freitagvormittag in Mühlen.
- Foto: Anita Galler
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Eine Woche nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Herbert Grießer nahmen rund 1.000 Trauergäste feierlich Abschied in der Gemeinde Mühlen.
MÜHLEN. Tiefe Trauer herrscht nach wie vor in der Marktgemeinde Mühlen, nachdem am vergangenen Freitag Bürgermeister Herbert Grießer völlig überraschend im 64. Lebensjahr verstorben war. Als Todesursache hat sich mittlerweile ein Herzversagen herausgestellt. Am Freitag stand der ganze Ort im Zeichen der Trauer und Abschied vom beliebten Ortschef. Es dürften mit Sicherheit mehr als 1.000 Trauergäste zum Begräbnis gekommen sein.
Abschied nehmen
In der "Mühlner Kapelle" gab es die Möglichkeit, Abschied zu nehmen, von hier ging der Trauerzug zur Pfarrkirche St. Helen zur kirchlichen Einsegnung und zum Trauergottesdienst. Diesen leitete Pfarrer Josef Kranzl mit Pater Gerwig Romirer. Der MGV "Zirbitzkogel" Mühlen und die Musikkapellen Mühlen und St.Veit/Gegend gestalteten die Trauerfeier musikalisch mit. Der MGV „Zirbitzkogel“ Mühlen, dessen Obmann Herbert Grießer nun 30 Jahre war, gestaltete den Trauergottesdienst.
Treffend sagte es Pfarrer Kranzl „Herbert Grießer hat Zeit genommen für seine Gemeindebürger, nun habt ihr Zeit genommen um eine letztes Danke zu sagen“. Bei den Fürbitten wurde der verstorbene Bürgermeister als Wegbegleiter für viele, Trostspender, guter Familienvater und guter Freund bezeichnet.
Bewegende Worte
Hermann Libitsch von der Eisenbahnergewerkschaft vida erinnerte an das stete Bemühen des Betriebsratsvorsitzenden Herbert Grießer für die Mitarbeiter bei der ÖBB-Hilfe anzubieten, wenn der Schuh drückte, die Kollegen und Kolleginnen standen bei alle seinen Verhandlungen und Besprechungen im Vordergrund.
Bez. Obmann des Sängerbezirkes Murau Gert Rundhammer dankte Herbert Grießer, der 1977 dem MGV „Zirbitzkogel“ beigetreten ist und nunmehr 30 Jahre als Obmann den Verein leitete, für sein vielseitiges Wirken im MGV und darüber hinaus mit dem Sängerbezirk Murau und Kärntner Sängerbund. Das alljährliche Pfingstkonzert des MGV erfreut stets das Publikum. Zuletzt freute er sich, dass sich ein junger Chorleiter sich gefunden hat. „Möge dich der himmlische Chor bereits begrüßen“.
NRAbg. Max Lercher bezeichnete Bgm. Herbert Grießer als Politiker, aber nicht Parteipolitiker, er war Eisenbahner, war Familienmensch, Fischer, Sänger und Vereinsmitglied, er war mit seiner wunderbaren Art vielmehr als Bürgermeister. Sein Bemühen zeihte sich in den zahllosen Projekten, die in Mühlen umgesetzt wurden. „Louter laf ma nit davon“ hat er bei seinem letzten Telefonat gesagt „jetzt bist du mir davongelaufen, ohne dich wird es nicht mehr so sein in Mühlen, ruhe in Frieden“.
LH Stv. Anton Lang erinnerte an seine vielen Begegnungen und Gespräche mit Bgm. Herbert Grießer. Zuletzt, vor Jahresende habe er bei seinem Besuch in der Grazer Burg angekündigt, öfters zu kommen, er gehe in Pension und wolle nun weitere Projekte umsetzen. „In aller unserer Trauer sollen wir dankbar sein, was Herbert Grießer in unserer sozialdemokratischen Bewegung geleistet, vor allem war er Mensch und Freund für uns alle“. Abschließend sprach Vizebgm. Christian Steidl seinen verstorbenen Chef Herbert Grießer den Dank der gesamten Bevölkerung aus, aber auch als guter Chef für die Bediensteten in der Gemeinde. „Jeder Gemeindebürger und Bürgerin weiß was er für sie getan hat, wenn sie etwas gebraucht haben“.
Am Ortsfriedhof fand Bgm. Herbert Grießer im Anschluss seine letzte Ruhestätte. Mit Sirene und drei Kanonenschüsse sowie Fahnengruß nahmen die Vereine und Einsatzabordnungen Abschied.
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