17.11.2017, 09:38 Uhr

Meinung: Entschleunigung als Zukunftschance

Unsere Welt dreht sich immer schneller. Die Entwicklungen der Technik zielen in vielen Bereichen auf den Ersatz des Menschen ab und schießen oft weit über vernünftige Ziele hinaus. Für den Homo sapiens gibt es physische und psychische Grenzen. Die Fähigkeiten, Vorlieben und Ideologien von Menschen sind so unterschiedlich wie ihr Aussehen. Genau darin liegt das Problem. Wir wollen alles normen, standardisieren, ein- und zuordnen. Dort, wo Menschen im Spiel sind, spielt‘s das aber (noch) nicht. Es taugt auch nicht jeder zum Spitzensportler. Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit, unterliegt dem Biorhythmus seiner inneren Uhr. Wer das nicht begreift und zumindest ab und zu in sich hineinhorcht und darauf Rücksicht nimmt, riskiert seine Gesundheit. Die Technik treibt uns zu immer schnelleren Abläufen an. Die Grenzen des Machbaren sind noch lange nicht erreicht. Das ist einerseits faszinierend und andererseits erschreckend. Ich hege starke Zweifel daran, dass wir Menschen ein vernünftiges Maß zum Ziel unserer Bestrebungen machen. Entschleunigung ist angesagt!
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