Nachhaltig bauen in NÖ
60 Gebäude mit klimaaktiv Standard ausgezeichnet
- Der Neubau des Visitor Centers am Campus des ISTA in Klosterneuburg erhielt die Auszeichnung klimaaktiv Gold. Im Bild: Karl Dorninger und Christoph Reiter (Land NÖ), Georg Schneider (ISTA), Emilio Pordeka (Bollinger und Grohmann ZT), Barbara Bauer, Christof Blum, Cristina Florit, Andreas Krenauer, Ute Munoz-Czerny, Simon Zotter (IBO) gemeinsam mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
- Foto: klimaaktiv/APA-Fotoservice/Haslinger
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Von ökologischen Neubauten bis zu herausfordernden Sanierungen: In Krems wurden 60 Projekte prämiert, die Maßstäbe für Klimaschutz und Baukultur setzen.
NÖ. In Niederösterreich schreitet der Weg zu mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich mit großen Schritten voran. Am 22. September 2025 zeichnete das Wirtschaftsministerium im Rahmen der Initiative klimaaktiv am Universitätscampus Krems insgesamt 60 Gebäude aus, die die hohen Kriterien des klimaaktiv Gebäudestandards erfüllen.
- Die Sanierung des Bezirksgerichts in Lilienfeld erhielt die Auszeichnung klimaaktiv Gold. Im Bild: Karl Dorninger und Christoph Reiter (Land NÖ), Barbara Bauer, Christof Blum, Cristina Florit, Ute Munoz-Czerny, Simon Zotter (IBO) gemeinsam mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
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Darunter befanden sich Firmenzentralen, Bildungseinrichtungen sowie Sanierungsprojekte.
Klimaschutz und Wirtschaft vereint
Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) betonte bei der Verleihung die große Bedeutung des Bau- und Gebäudesektors: "Gebäude sind in Österreich für rund ein Drittel des Energieverbrauchs und mehr als zehn Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich, zugleich ist der Bau- und Gebäudesektor mit über 40.000 Betrieben, 310.000 Beschäftigten und mehr als 60 Milliarden Euro Umsatz eine tragende Säule unserer Volkswirtschaft. Damit ist klar: Klimafreundliches Bauen ist ein zentraler Hebel, um Klimaschutz zu betreiben und zugleich Wohlstand und Lebensqualität zu sichern. Unser Ziel ist es, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Weitsicht zu verbinden und Lebensräume zu schaffen, die auch kommenden Generationen gerecht werden. Der klimaaktiv Gebäudestandard setzt dabei österreichweit Maßstäbe für energieeffizientes, ressourcenschonendes und zukunftsfähiges Bauen.“
Niederösterreich als Spitzenreiter
Auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) hob die Vorreiterrolle des Bundeslandes hervor: "In Niederösterreich gehen Baukultur und Klimaschutz Hand in Hand. Niederösterreichische Gebäude erzielen regelmäßig höchste klimaaktiv Bewertungen und gehören damit zu den Spitzenreitern im jährlichen Gebäudereport. Daran arbeiten wir kontinuierlich. Mit dem neuen Klima- und Energiefahrplan erhöhen wir unsere Ziele auf 4.500 GWh Photovoltaik und 8.000 GWh Windkraft bis 2030, dazu Investitionen in Stromspeicher und Gebäudesanierungen. Damit schaffen wir 1,6 Milliarden Euro heimische Wertschöpfung, sichern 60.000 Arbeitsplätze. Unser Ziel ist es, Niederösterreichs Klima zu schützen und das Bundesland unabhängiger von fossilen Energieimporten zu machen.“
Herausragende Neubauten und Sanierungen
Besonders ausgezeichnet wurden die Firmenzentrale der Windkraft Simonsfeld, der ISTA Kindergarten in Gugging und die Erweiterung des Universitätscampus Krems, die jeweils die Höchstwertung von 1000 Punkten erreichten.
- Die Erweiterung des Campus Krems erhielt die Auszeichnung klimaaktiv Gold. Im Bild: Karl Dorninger und Christoph Reiter (Land NÖ), Rektorin Viktoria Weber (Donau Uni), Bernhard Dollensky (IMC Krems), Julia Wildfeuer (Baumschlager Eberle Architekten), Andreas Gmeiner (FM Plus), Barbara Bauer, Christof Blum, Cristina Florit, Ute Munoz-Czerny, Simon Zotter (IBO) gemeinsam mit Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf
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Bei den Sanierungen erzielten unter anderem die Mittelschule Schwechat, das Veranstaltungszentrum Maria Laach und das Bezirksgericht Lilienfeld den klimaaktiv Goldstandard. Auch die ÖBB demonstrierte in Amstetten mit einer Silber-Sanierung ihrer Wohnhausanlage, wie „Raus aus Gas“ praktisch umgesetzt werden kann.
Maßstäbe seit 20 Jahren
Der klimaaktiv Gebäudestandard gilt seit zwei Jahrzehnten als führendes Qualitätszeichen für nachhaltiges Bauen und Sanieren in Österreich. Er deckt Aspekte von Energieeffizienz über Materialwahl bis hin zu Raumluftqualität ab und zählt auch im europäischen Vergleich zu den Spitzenzertifikaten. In Niederösterreich steht die Energie- und Umweltagentur eNu als Anlaufstelle für Beratung und Information zur Verfügung.
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