Wintergemüse aus OÖ
Gesund und klimaschonend

Regionale Gemüsekisterl, Selbsterntefelder, Hofläden haben in den letzten Jahren das Angebot für Konsumenten erweitert.
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  • Foto: yanadjan/AdobeStock
  • hochgeladen von Marlene Mülleder

Immer mehr Konsumenten kaufen mehr saisonales und regionales Gemüse, stärken so ihr Immunsystem und den heimischen Gemüsebau und tragen dadurch auch zum Klimaschutz bei. 

OÖ. Zwischen Ende November und Anfang April ist Wintergemüse-Zeit. Als Wintergemüse gilt, was an Gemüse hauptsächlich im Winter aus dem Freiland oder auch den unbeheizten Folienhäusern geerntet werden kann. Oft ist das Gemüse auch haltbar gemacht oder wird professionell eingelagert, sodass man den ganzen Winter über Karotten, Kraut, Erdäpfel, Kürbis, Porree, Chinakohl, Brokkoli, Rote Rüben und Co genießen kann.

Gegen Viren und Bakterien

Eine gesunde Ernährung im Winter versorgt das Immunsystem mit Vitaminen und Mineralstoffen, damit es sich besser gegen Viren und Bakterien zur Wehr setzen kann. In den Regalen der Supermärkte kann man oft aber nur schwer erkennen, dass draußen Spätherbst und Winter ist. Viele Regale sind meist mit ausländischer Sommerware gefüllt. Dadurch kommt es zu einem klimabelastenden Konsumverhalten. Dabei gäbe es eine Alternative: Das heimische Wintergemüse erfüllt durch seinen reichen Gehalt an Mineral- sowie Ballaststoffen wichtige gesundheitsfördernde Funktionen. In Vitaminbomben wie Brokkoli, Sauerkraut, Rote Rüben und Grünkohl steckt sogar mehr Vitamin C als in Zitronen und Orangen. Darüber hinaus liefern Porree, Zwiebel & Co. auch wichtige sekundäre Pflanzennährstoffe.

Gemüsekisterl & Co

Mit einem verstärkten Angebot an regional produziertem, vielfältigem und hochwertigem Gemüse wollen Landwirte auf die aktuellen Ernährungstrends reagieren.
Regionale Gemüsekisterl, Selbsterntefelder, Hofläden haben in den letzten Jahren das Angebot für Konsumenten erweitert. Diese und andere Vermarktungsmöglichkeiten sollen aufgrund der Entwicklungen weiter forciert und ausgebaut werden.

„In der Vermarktung gewinnen Qualität, Regionalität und Vielfalt von Gemüseangeboten sowie der direkte Kontakt zum Produzenten immer mehr an Bedeutung. Spargel, Artischocken, Süßkartoffel oder schon längst Vergessenes wie die Mairübe, Steckrübe, Schwarzwurzel und vieles mehr, gehören schon längst zur Angebotsvielfalt unserer regionalen Gemüseproduzenten. 2022 startet das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ erstmals einen Lehrgang zum ,Gemüsebau am bäuerlichen Betrieb‘, um interessierten Bäuerinnen und Bauern den Einstieg in die Gemüseproduktion, Verarbeitung und Vermarktung zu erleichtern“, erläutert Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Fachliche Qualifikation

Ziele des Lehrganges sind neben der persönlichen und fachlichen Qualifikation der Teilnehmenden, die Schaffung und Stärkung von selbstständigen Arbeitsbereichen am bäuerlichen Betrieb und die damit einhergehende Erhöhung der Wertschöpfung am Hof. Der Lehrgang gibt Bauern die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Gemüsearten kennen zu lernen und sich Praxiswissen über deren Anbau, Kultur und Vermehrung anzueignen. Weiters lernen die Teilnehmenden, wie man das Gemüse verarbeitet, und sie erhalten Ideen zur Vermarktung.

„Mit mehr regional produzierten, vielfältigen und hochwertigen Lebensmitteln können Landwirtinnen und Landwirte besser auf aktuellen Ernährungstrends eingehen und erfolgreich agieren. Mit dem Lehrgang möchten wir Bäuerinnen und Bauern mit Interesse an der Produktion und Vermarktung von Gemüse bzw. der daraus entwickelten Produkte ansprechen“, erläutert Grabmayr.

In insgesamt 124 Übungseinheiten werden folgende Lehrinhalte vermittelt:

  • Grundlagen Gemüsebau (Theorie und Praxis): Anbau, Kultur, Vermehrung, Ernte, … von Wurzelgemüse, Kartoffel, Bleichgemüse, Fruchtgemüse, Blattgemüse;
  • Pflanzenschutz und Bodenkunde, Düngung, Kompost, …
  • Lagerung und Verarbeitung (Theorie und Praxis): Grundlagen und
  • Betriebsbesichtigungen zur praktischen Umsetzung zur Veredelung und Lagerung von Gemüse
  • Persönlichkeitsbildung: Stärken-Schwächen-Analysen, Schulung des Auftretens, Kommunikation und Rhetorik, Präsentationstechniken
  • Unternehmensführung: Rechtliche Grundlagen, Betriebswirtschaft, Preiskalkulation
  • Marketing – Vermarktungsstrategien: Marktchancen, Ernährungstrends,
  • Kundenanalyse, Betriebsmarketing; Vorstellung erfolgreicher Betriebsbeispiele
  • Präsentation des Betriebs- und Marketingkonzeptes vermittelt.

Kursinfos:
Lehrgangsdauer: 24. Jänner 2022 bis 25. Oktober 2022
Kursnr. 6300A, 660 Euro (gefördert), 1.320 Euro (ungefördert)
Anmeldung bis 14. Jänner: 050/6902-1500, info@lfi-ooe.at



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