AstraZeneca
Umstrittener Impfstoff bleibt weiterhin im Einsatz

Je Älter man ist, desto eher wird man in Österreich geimpft.
  • Je Älter man ist, desto eher wird man in Österreich geimpft.
  • Foto: Fotokerschi/Werner Kerschbaummayr
  • hochgeladen von Ingo Till

Oberösterreich folgt der heute bekanntgegebenen Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und impft weiterhin mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.

OÖ. Mit der Begründung, der Nutzen sei größer als das Risiko, erneuert die EMA ihre Empfehlung bezüglich des AstraZeneca-Impfstoffes. Auch Bernd Lamprecht, Leiter der Klinik für Lungenheilkunde des Kepler Universitätsklinikums, sieht diesen Kompromiss gelassen: „Aus meiner Sicht überwiegt bei allen derzeit in Europa zugelassenen Corona-Impfstoffen der große Nutzen durch verlässlichen Schutz vor schwerer Erkrankung die zu erwartenden Belastungen durch zeitlich begrenzte Impfreaktionen und äußerst seltene Nebenwirkungen“. 

Feuerwehren müssen warten

Für den Oberösterreichischen Impfplan bedeutet dies ein fast planmäßiges Vorankommen. Denn Gebremst wird der Impffortschritt durch reduzierte Liefermengen des britischen Herstellers. Deshalb und aufgrund des neuen Erlasses des Bundes, wonach außschließlich Ältere und Risikogruppen bevorzugt geimpft werden dürfen, können vorerst nur Teile des Bildungsbereichs geimpft werden – nämlich jene, die den nähesten Kontakt zu den Kindern pflegen müssen. Die Impfungen der Freiwilligen Feuerwehren und des Reha-Personals müssen laut Land OÖ verschoben werden. „Es wäre uns ein Anliegen gewesen, den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern möglichst rasch eine Schutzimpfung zu ermöglichen. Mit dem neuen Erlass ist dies aber nicht mehr möglich, da die Freiwilligen Feuerwehren damit in die Phase 3 und daher weit in das zweite Quartal gerückt wurden“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Nur halb soviele Dosen

Für die Kalenderwochen 10, 11 und 12 seien Oberösterreich mehr als 60.000 Impfdosen von AstraZeneca in Aussicht gestellt worden, so Haberlander. Aufgrund der Kürzungen stehen für diese drei Wochen lediglich 30.600 Impfdosen zur Verfügung. Laut Erlass des Bundes müsse ein Impfangebot für die über 65-Jährigen zur Verfügung stehen, damit man parallel auch die Pädagogen impfen darf. Die leider zu geringe Anzahl der Dosen werde daher auf mehrere Gruppen aufgeteilt.

Für den oberösterreichischen Impfplan bedeutet das, dass in den kommenden Wochen folgenden Personengruppen ein Impfangebot gemacht werden kann:

  • den über 65-jährigen Oberösterreichern
  • Hochrisikopatienten
  • einem ersten Teil der Pädagogen
  • den Bewohnern der Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz

Der Krisenstab des Landes OÖ weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass mit einer Registrierung auf ooe-impft.at sichergestellt ist, dass man möglichst rasch ein Impfangebot erhält.


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