Jin Shin Jyutsu
Starterkabel für die Gesundheit
- Elfi Rattensberger bei einer Jin Shin Jyutus-Behandlung.
- Foto: E. Rattensberger
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Gesundbleiben "in die eigene Hand" nehmen - Jin Shin Jyutsu bietet sich dazu an, vor allem zur Selbsthilfe.
PINZGAU. Warum setzten sich Menschen auf ihre Handflächen, wenn sie energielos sind, reiben sich Schüler die Stirn, wenn sie etwas nicht verstehen oder verschränken Menschen, die sich behaupten müssen, die Arme vor der Brust?
Die Antwort ist für Emma Andrea Visser aus Bruck, Psychologin und Praktikerin des Jin Shin Jyutsu (sprich: djin schjin djutsu), klar: "Intuitiv berühren wir genau diese Punkte am Körper, die zur Verfügung stellen, was wir in dieser Situation brauchen." So könne etwa das Berühren der Sitzbeinhöcker Entspannung und Regeneration bewirken, die Zone auf der Stirn kann die geistige Klarheit unterstützen.
- "Solange wir atmen, können wir etwas ändern", sagt Elfi Rattensberger
- Foto: E. Rattensberger
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Fluss durch den Körper
Laut der japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu (abgekürzt: JSJ) bewegt sich die Lebensenergie in bestimmten Bahnen durch unseren Körper. Um Gesundheit und Wohlbefinden aufrechtzuerhalten ist das zentrale Anliegen dieser Kunst, den Fluss der Lebensenergie zu harmonisieren, ähnlich dem Stromfluss durch eine Stromleitung:
"Wenn dieser Fluss gut funktioniert, brennen alle Lampen mit voller Helligkeit. Ist das Kabel beschädigt, so fallen Lampen aus oder es gibt einen Kurzschluss. Dasselbe passiert mit unserer Gesundheit, wenn die Energieströme verletzt, verlegt oder verklaust sind: Es gibt Blockaden, Stau und Schmerz", so die Niedernsillerin Elfi Rattensberger, die als JSJ-Praktikerin tätig ist.
Praktische Anwendung
Hände, Finger und der Atem sind das Werkzeug bei Jin Shin Jyutsu. In einer Sitzung berührt die Praktikerin sanft verschiedene Punkte am angekleideten Körper des Klienten. Diese Punkte liegen entlang der Meridiane oder Energiebahnen des Körpers und stehen in Beziehung zu Organen, Emotionen und Symptomen.
Zum Beispiel könne die Behandlung der Punkte, die der Leber zugeordnet sind, Wutanfälle harmonisieren und Überempfindlichkeit lindern. Die Psychologin Visser veranschaulicht: "Die Hände (der Praktikerin) sind bei JSJ wie Starterkabel, mit denen die Batterie aufgeladen und der Motor wieder zum Starten gebracht wird. Am Laufen halten musst du ihn selbst, durch Selbstbehandlung."
- Heilung durch die Kraft der Finger
- Foto: E. Rattensberger
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Mühelosigkeit
Alle Punkte auf beiden Körperseiten können selber behandelt werden. Ebenfalls zur Harmonisierung des Körpers trägt das Umfassen der einzelnen Finger bei. Sie sind nach der japanischen Lehre Beginn und Ende verschiedener Energiebahnen. "Das Fingerhalten am Morgen angewendet ist wie ein gutes Frühstück für die Organe, man startet so gut in den Tag", so die Psychologin.
Kombiniert mit der Atmung, denn sie spielt bei dieser Kunst eine besondere Rolle. Wenn das Einatmen und Aufnehmen bzw. das Ausatmen und Loslassen von den Gedanken begleitet wird, so ist man mit Herz und Seele bei der Sache. So kann Jin Shin Jyutsu eine wertvolle Ergänzung zu konventionellen Heilmethoden sein, da es die ursprüngliche Einstellung des Körpers harmonisiert.
Interessierte erfahren in Kursen von Elfi Rattensberger und Cornelia Steiner mehr über die "Kunst des Glücklichseins" und die "Kunst der Langlebigkeit".
Legende: "Zurückgekommen und geheilt"
"Anfang des 20. Jahrhunderts zog sich der erst 26-jährige Jiro Murai in die Einsamkeit der Berge zurück, um dort zu sterben", erzählt Emma Andrea Visser. "Die Ärzte hatten ihn aufgegeben, sein Zustand war lebensbedrohlich. Als er dort in der Stille meditierte und fastete, begann er, verschiedene Fingerpositionen (Mudras) zu halten. Sein Körper und sein Geist veränderten sich, bis er nach einigen Tagen eine Heilserfahrung hatte, die ihn mit tiefem Frieden und Dankbarkeit durchströmte. Als Genesener kehrte er zurück und erforschte die in tiefer Meditation erfahrenen Energieströme des Körpers. Seine Erkenntnisse – die Parallelen mit den alten japanischen Lehren aufweisen – vereinte er in der Kunst des Jin Shin Jyutsu. Mary Burmeister brachte dieses Wissen in den Westen."
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