Zell am See
Mehr Arbeitslose im Pinzgau, Tourismus spürt den Druck
- Arbeitsmarktservice in Zell am See
- Foto: Sarah Braun
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Am Pinzgauer Arbeitsmarkt gab es Anstieg bei den vorgemerkten Arbeitslosen und Minus bei den offenen Stellen. Nach einem insgesamt stabilen ersten Halbjahr ist die Arbeitslosigkeit nun bereits den zweiten Monat in Folge gestiegen. Im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Im Vergleich dazu betrug die Quote im Bundesland Salzburg 3,8 Prozent, österreichweit lag sie bei 6,9 Prozent.
ZELL AM SEE. Ende Juli waren im Pinzgau 1. 218 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 114 Personen oder 11,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Männern sind die Arbeitslosenzahlen um 63 auf 603 oder 11,7 Prozent gestiegen und bei den Frauen um 51 oder 9,0 Prozent auf 615. Die Zugänge in die Arbeitslosigkeit sind im Juni leicht gesunken, und zwar um 14 Personen auf 475. Dies bedeutet ein leichtes Minus von 2,9 Prozent. 399 Personen haben die Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet. Das zeigt die Dynamik am Pinzgauer Arbeitsmarkt.
Ausbildung spielt eine wichtige Rolle
Bei einer Betrachtung der Arbeitslosenzahlen nach Ausbildungsniveau zeigt sich der stärkste Anstieg bei Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss. In dieser Gruppe erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 83 Personen beziehungsweise 21,2 Prozent auf insgesamt 475. Zum Vergleich stieg der Bestand an Personen mit Lehrabschluss nur um 7,6 Prozent oder 34 Personen auf 467. „Diese Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig Ausbildung beziehungsweise ein Berufsabschluss sind“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin Karin Eiwan. Besonders die Bereiche
"Industrie und Gewerbe“ sind im Juli mit einem Plus von 41 Personen oder 17,2 Prozent auf 280 betroffen, sowie die "Dienstleistungen“ mit einem Plus von 80 Personen oder 29 Prozent auf 356 und hier wiederum der Fremdenverkehr und die Reinigung.
Stellenmarkt und Lehrstellenmarkt
Der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen ist weiter rückläufig. Im Juli waren 829 Stellen gemeldet, das entspricht einem Rückgang von 134 Stellen beziehungsweise 13,9 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich bei den neu gemeldeten offenen Stellen erneut ein leichter Anstieg: Mit 518 Zugängen wurde ein Plus von 44 Stellen bzw. 9,3 Prozent verzeichnet.
Insgesamt konnten 465 offene Stellen erfolgreich besetzt werden. Der Bestand an
vorgemerkten sofort verfügbaren Lehrstellen ist mit 50 um 2 Personen oder 3,8 Prozent leicht gesunken. 159 sofort verfügbare offene Lehrstellen stehen dem gegenüber. Das sind um 26 Personen oder um 14,1 Prozent weniger als im Juli des Vorjahres. Auf jede oder jeden Lehrstellensuchenden kommen damit immer noch 3 Lehrstellen. Das AMS unterstützt bei der Berufswahlentscheidung durch professionelle Berufsorientierung, Beratung und Information.
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