Kulinarik
Kaffeesorten im Test

Alleine Farbe und Duft verführen zum Kaffeegenuss, dass das aromatische Getränk auch seine Tücken hat zeigt nun ein Test der Arbeiterkammer Salzburg.
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  • hochgeladen von Anita Marchgraber

Die Arbeiterkammer Salzburg ist des Österreichers liebsten Heißgetränk auf den Bodensatz gegangen und 28 Kaffeesorten auf ihre Acrylamidwerte testen lassen.

SALZBURG. "Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee, erstens Kaffee, zweitens Kaffee, und drittens nochmals Kaffee", soll schon Alexandre Dumas gesagt haben. Die Österreicher halten sich brav an diese Aussage und trinken im Schnitt drei Tassen Kaffee pro Tag. Was nicht im Kaffee sein sollte ist Acrylamid.

Natürliches Risiko

Acrylamid ist von Natur aus in vielen Genuss- und Lebensmitteln enthalten und entsteht durch starkes erhitzen. Bekannt wurde die Chemische Verbindung durch die Pommes-Verordnung der Europäischen Union. Sie kommt vor allen in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Mais vor, aber auch in Genussmitteln wie Kaffee- und Kakaobohnen. Letztere werden immer geröstete um sie verarbeiten zu können. Laut der Welt Gesundheitsorganisation (WHO) steht Acrylamid in Verdacht krebserregend zu sein.

Die Hitze macht's

Während man bei vielen Lebensmitteln den Gehalt an Acrylamid teilweise selbst steuern kann (z.B. durch schonende Zubereitung), ist das bei Kaffee kaum möglich. Der Gehalt an Acrylamid wird durch die Art und Weise der Röstung der Kaffeebohne bestimmt. Da der Österreicher meist nur ungern auf seinen morgendlichen Kaffee verzichtet und auch tagsüber fleißig das koffeinhaltige Getränk konsumiert, hat sich die Arbeiterkammer 28 Röstkaffeeprodukte genauer angesehen. Der Richtwert, der nicht überschritten werden soll, liegt bei 400 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Kaffee.

Gut für Kaffeeliebhaber

Beide Salzburger Röstereien, die kleinen Spezialröstereien „220 Grad“ und die „Rösterei Naturkaffee“, schnitten sehr gut ab. Die Testergebnisse die bei allen Röstkaffeeprodukte erhoben wurden liegen unter dem festgesetzten Richtwert. Lediglich drei Sorten kamen dem Richtwert nahe. Sechs Produkte hatten sogar Werte die unter der Nachweisbarkeitsgrenze lagen. Ein Ergebnis das durch einen optimalen Röstvorgang erreicht wird. Trotz dieser guten Resultate fordert die Arbeiterkammerr vom Gesetzgeber eine Senkung des Richtwertes für Acrylamide.

Teurer Nachgeschmack

Die Arbeiterkammer hat sich zusätzlich die Preise der getesteten Kaffees angesehen. Vorweg selbst der teuerste Kaffee aus eine Spezialrösterei ist noch immer günstiger als ein Kilogramm Kapselkaffee. Der teuerste Kapselkaffee kostet je Kilogramm 71,70 Euro und der günstigste 34,31 Euro. Der teuerste Mahlkaffee kostet je Kilogramm 15,98 Euro und die billigsten Marken 4,38 Euro. Bei ganzen Bohnen kostet die teuerste je Kilogramm 33 Euro (Spezialrösterei) und die billigsten Marken 11,98 Euro. Ganz nebenbei, produziert man mit gemahlenen Kaffee oder ganzen Bohnen auch weniger Müll als mit Kapseln.

Autor:

Anita Marchgraber aus Pongau

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