Regionalitätspreis 2021
Wagrain-Kleinarl für nachhaltiges Projekt ausgezeichnet

Das Projekt wurde vor Kurzem mit dem Regionalitätspreis ausgezeichnet.
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  • Das Projekt wurde vor Kurzem mit dem Regionalitätspreis ausgezeichnet.
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Der Regionalitäts-Preis in der Kategorie "Tourismus & Gastronomie" geht an Wagrain-Kleinarl Tourismus und ihr Nachhaltigkeits-Projekt zur "Destinations-Zertifizierung".

WAGRAIN, KLEINARL. Ein groß angelegtes und von "Leader" gefördertes Projekt von Wagrain-Kleinarl Tourismus soll zu einer grüne Wende in der Region führen. "Ich kann mir nicht den Ast, auf dem ich sitze, absägen", sagt Michaela Hölz, die federführend am Vorhaben beteiligt ist. "Die Natur ist unser Kapital. Daher müssen wir sie auch schützen, um sie gleichermaßen für die Einheimischen als auch für die Touristen zu erhalten", erklärt Hölz weiter. 

Wagrain-Kleinarl fokussiert sich mit dem Projekt auf Nachhaltigkeit.
  • Wagrain-Kleinarl fokussiert sich mit dem Projekt auf Nachhaltigkeit.
  • Foto: Erwin Trampitsch
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Berufe im Tal halten

Um dieses engagierte Vorhaben umzusetzen, beschloss man mit einer Zertifizierung Struktur in die umfangreiche Thematik zu bringen. "Nachhaltigkeit heißt nicht nur die Natur zu schützen. Es bedeutet auch die Menschen zu unterstützen und Berufe im Tal zu halten. Die Zertifizierung hilft Ordnung zu schaffen und alle Seiten der ‘Nachhaltigkeit‘ an einen Tisch zu bringen. Denn für den Verkehr bedeutet nachhaltig etwas als für einen Almbetrieb. Mit unserem Projekt finden sowohl Bauern, Tourismusbetriebe und Einheimische einen Konsens. Es ist also ein Werkzeug, um sich auf den Weg der Nachhaltigkeit zu begeben", erläutert Stefan Passrugger, Tourismusdirektor Wagrain-Kleinarl Tourismus. 

Man müsse Werte, die es vor Ort schon lange gibt, nur noch "schöpfen".
  • Man müsse Werte, die es vor Ort schon lange gibt, nur noch "schöpfen".
  • Foto: Erwin Trampitsch
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Schubs in richtige Richtung

Ziel sei es durch die Zertifizierungsprozesse auf Betriebs- und Destinationsebene die Nachhaltigkeit in die Köpfe der Leute des Tals zu bringen und gleichzeitig durch die zu erfüllenden Punkte bei der Überprüfung den Weg zur Nachhaltigkeit zu strukturieren. "Die Zertifizierung ist der sanfte Druck in Richtung Nachhaltigkeit", schmuzelt Michaela Hölz. "Die Werte auf die wir uns konzentrieren, waren hier in der Region immer schon da. Jetzt geht es darum diese Werte auch ‘zu schöpfen‘ und sichtbar zu machen, was hier in der Region passiert. Denn viele stehen schon jetzt für die nachhaltigen Werte und machen sich aus eigenem Antrieb auf den Weg. Das Tal zeigt sich bereit für die Idee und schließt sich unserem Projekt an", beobachtet Hölz.

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Baldiger Start

"Wir wollen nicht, dass die Milch, die hier im Tal produziert wird, weite Wege zurücklegen muss, nur um dann wieder als Käse zurück zu uns in Tal zu kommen.. Viele unserer Landwirte produzieren direkt hier in der Region. Diese Produkte wollen wir vor dem Vorhang holen und deren Erzeugnisse auch hier im Tal halten. Es gibt bereits einige Projekte, die unserem Leitbild folgen. Wie zum Beispiel ‘Bio aus dem Tal‘: das sind regionale Bio-Lebensmittel aus Wagrain-Kleinarl. Die heimische Wirtschaft wird dabei gestärkt, die Umweltbilanz verbessert und das gesellschaftliche Leben in der Region groß geschrieben.  Mit den ersten Zertifizierungen lokaler Hotels und Betriebe haben wir begonnen und planen im nächsten Frühjahr in die erste Zertifizierungsrunde mit der gesamten Destination zu gehen und uns somit auf einen gemeinsamen, nachvollziehbaren und gut strukturierten Weg hin zur Nachhaltigkeit zu begeben", so Stefan Passrugger.

Stefan Passrugger und Michaela Hölz arbeiten beim Projekt eng zusammen.
  • Stefan Passrugger und Michaela Hölz arbeiten beim Projekt eng zusammen.
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Balance finden

"Wir erarbeiteten bereits ein Leitbild für die Region, das uns helfen sollte die Balance zwischen notwendigem Schutz und erforderlicher Entwicklung zu finden. Nachhaltigkeit soll in Wagrain-Kleinarl zu einem selbstverständlichen Teil unseres Lebens werden. Ziel ist es, einen gesunden, naturschonenden und wirtschaftlich erfolgreichen Tourismus für alle Beteiligten zu ermöglichen. Wir wollen die erste Destination in Österreich sein, die mit der GSTC (global sustainable tourism council) akkreditierten Zertifizierung von Green Destinations auditiert wird. Daher arbeiten wir mit allen Nachhaltigkeitsakteuren der Region zusammen – von den Gemeinden über die touristischen Betriebe bis hin zu den Touristen", sagt Michaela Hölz abschließend. 

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