Ein Landesrat mit Handschlagqualität
DANKE Sepp
- Wochenkommentar / Nachruf auf Landesrat Josef Schwaiger
- Foto: MeinBezirk Michael Kretz
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
SALZBURG. Josef „Sepp“ Schwaiger ist nur wenige Monate nach seinem 60. Geburtstag überraschend verstorben. Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die weit über die Landespolitik hinaus spürbar bleibt. Viele Wegbegleiter betrauern den Verlust eines Freundes. Mit über zwölf Jahren als Mitglied der Salzburger Landesregierung war er nicht nur das längstdienende, sondern auch – durch Umfragen bestätigt – das beliebteste Regierungsmitglied; und jenes, dem man am meisten die positive Gestaltung des Landes zugetraut hat.
Josef Schwaiger war kein Mann der großen Ankündigungen, sondern des Anpackens. Fleiß, Bodenständigkeit und Verlässlichkeit prägten sein Wirken. In seinen Ressorts – von Landwirtschaft über Energie, Wasser und Personal bis hin zu Finanzen – verband er Sachverstand mit Herz. Große Projekte, wie der Hochwasserschutz im Oberpinzgau oder die konsequente Strategie zur Energieunabhängigkeit, tragen auf ewig seine Handschrift.
Was ihn auszeichnete, war die seltene Mischung aus Kompetenz, Menschlichkeit und Empathie. Eitelkeit war ihm fremd, Zuhören eine Selbstverständlichkeit. Für viele war er der Landesrat, dem man zutraute, die Zukunft Salzburgs mit Augenmaß und Hausverstand zu gestalten.
Josef "Sepp" Schwaiger war beliebt, weil er echt war. Einer, der verstand, dass Politik Dienst am Menschen bedeutet. Einer, der blieb, wenn andere schon gingen. Sepp Schwaiger wird fehlen – als Politiker, als Mensch, als einer, der Salzburg geprägt hat. Und gerade in Zeiten wie diesen wird spürbar, wie wertvoll solche Menschen sind. Danke Sepp!
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