Podcast – Gewalt gegen Frauen
"Gewalt beginnt da, wo Angst entsteht"

  • Gabriele Rechberger, Geschäftsführerin der Organisation Viele.
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Das ist der Bezirksblätter-Podcast zum Thema "Gewalt gegen Frauen". Diesmalige Gesprächspartnerin ist Gabriele Rechberger, Geschäftsführerin der Organisation Viele.

SALZBURG. Aus gegebenem Anlass lade ich, Julia Hettegger (Chefredakteurin Bezirksblätter Salzburg), Ansprechpartner aus Salzburg zum Thema "Gewalt gegen Frauen" zum Podcast ein. 

Meine diesmalige Gesprächspartnerin ist Gabriele Rechberger, Geschäftsführerin der Organisation "Viele". Ab dem Sommer 2021 ist „Viele“ gemeinsam mit "Jugend am Werk Salzburg" für die Schutzunterkünfte sowie für ein Frauenhaus im Bundesland Salzburg zuständig.
>>HIER<< erfährst du mehr zum Salzburger Gewaltschutzkonzept.

Das Wichtigste gleich vorweg: Gewalt in der Familie und Gewalt im sozialen Umfeld ist eine Straftat. Für Gewalt gibt es keine Rechtfertigung. Hol dir Hilfe! 

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Was ist Gewalt und wo beginnt sie?

Zu allererst sei es aber gar nicht so einfach, zu definieren, wo Gewalt beginnt. Denn Gewalt ist nicht nur Schläge oder Tritte, Gewalt beginnt häufig verbal oder psychisch. Gabriele Rechberger sagt: "Gewalt beginnt da, wo Angst entsteht. Angst kann schon durch Worte, Gesten oder Blicke ausgelöst werden." Laut Rechberger ist es wichtig, sich als betroffene Frau die Illusion zu nehmen, Gewalt höre auf, wenn zum Beispiel das Wetter wieder besser wird. "Gewalt kehrt immer wieder und hört nicht von selbst wieder auf", weiß die Expertin aus jahrelanger Erfahrung. 

  • Gabriele Rechberger, Geschäftsführerin der Organisation Viele im Podcast.
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"Gewalt ist ein Thema patriarchaler Strukturen" 

Der Verein "Viele" arbeitet zwar vor allem mit Menschen mit Migrationsgeschichte zusammen, ein Herkunftsproblem sei Gewalt in der Familie aber nicht: "Gewalt ist kein Herkunftsthema sondern ein Thema  patriarchaler Strukturen. Diese Männer empfinden es als Pflicht, über ihre Frauen zu herrschen, auf sie aufzupassen und sie zu kontrollieren."  

Häufig sei den Frauen gar nicht bewusst, dass sie die gleichen Rechte haben wie Männer – z.B. ein Anrecht auf die gleiche Bezahlung am Arbeitsplatz. 

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Anteilnahme bestärkt betroffene Frauen 

Als künftig zuständig für die Salzburger Schutzunterkünfte und ein Frauenhaus sagt Rechberger: "Je länger die Gewalterfahrung andauert, umso massiver sind die Schädigungen, die entstehen. Vor allem, wenn Kinder im Spiel sind, muss möglichst schnell reagiert werden." Auch Angehörige, Lehrer, Kindergartenpädagogen oder Nachbarn nimmt Gabriele Rechberger in die Pflicht: "Es ist der völlig falsche Ansatz zu sagen: 'Das darf mich nicht‘s angehen'. Wenn betroffene Frauen Anteilnahme in der Umgebung erfahren, stärkt sie das im Bestreben die Situation zu verändern."

Rechberger appelliert: "Schauen Sie nicht weg, aber greifen sie nur indirekt ein. Das bedeutet, holen Sie sich Hilfe in einem der Anlaufstellen und werfen Sie z.B. einen Flyer mit einem Kontakt von einer entsprechenden Institution in den Postkasten der Betroffenen." 

Hör dir auch die Podcast-Folge mit Christina Riezler vom Gewaltschutzzentrum in Salzburg an. 

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  • Foto: Sandra Altendorfer
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In den weiteren Folgen hörst du:

  • Landesrätin Andrea Klambauer, ressortzuständige Landespolitikerin
  • Brigitte Hutegger, pädagogische Leiterin im SOS-Kinderdorf in Seekirchen.
  • Martin Auer, Berater in der Beratungsstelle „Männerwelten“, die sich mit Täterarbeit beschäftigen.

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